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Sonntag, 11. April 2021

 The Shadow

"Who knows what evil lurks in the hearts of men? -

The Shadow knows!”

"Wer weiß welches Böse in den Herzen der Menschen lauert?

Der Schatten weiß es!“


Um den Verkauf ihres Pulp-Magazins "DETECTIVE STORY MAGAZINE"” anzukurbeln, engagierten die Verantwortlichen des Verlages Street & Smith Publications, David Chrisman und William Sweets von der Werbeagentur Ruthrauff & Ryan, um eine Radio-Sendung, basierend auf den Geschichten des Pulp Magazins, auf die Beine zu stellen.

Der Name "PULP" kommt nicht von Schund, wie viele glauben, sondern leitet sich von dem billigen Papier ab, mit denen die Pulp-Magazine gedruckt wurden. Magazine mit besserer Papierqualität, die meistens Familienorientiert waren, nannte man "GLOSSIES" oder "SLICKS". 

Die Titelbilder der Pulp-Magazine waren in Farbe und wurden dagegen in besserer Papierqualität gedruckt. Hierbei waren besonders die Bilder mit halbbekleideten Frauen beliebt, die darauf warteten von dem Helden gerettet zu werden.

Chrisman und Sweets von Werbeagentur Ruthrauff & Ryan entschieden, die Radio-Serie durch einen Erzähler mit einer unheimlich wirkenden Stimme begleiten zu lassen und suchten nach einen geeigneten Namen für diesen Part.

Der Drehbuchautor Harry Engman dachte an Namen wie "The Inspector" oder "The Sleuth"“und kam schließlich auf die Idee eines phantomartigen Sprechers, der den Namen "THE SHADOW" trug.

Am 31. Juli 1930 wurde die erste Radiosendung gesendet, in der "THE SHADOW"“ ein nicht aktiv handelnder Erzähler der Geschichten war. 

Dies änderte sich erst im Jahre 1937 als Street & Smith am 26. September mit einem neuen, 30minütigen Format auf Sendung ging und aus dem nicht agierenden Erzähler der letzten Jahre den Verbrechensbekämpfer "THE SHADOW"“ machte, dessen wahre Identität (im Gegensatz zu der gleichnamigen Pulp-Serie) der reiche Playboy und Lebemann Lamont Cranston ist. 

Durch diese Umstellung avancierte die Radio-Serie zu einer der beliebtesten Radiosendung der Vereinigten Staaten, die erst am 26. Dezember 1954  eingestellt wurde. 

 Francis Durbridge

Der Vater und Erfinder von "Paul Temple"

Heute vor 23 Jahren verstarb der britische Krimi-, Drehbuch- und Hörspielautor Francis Durbridge. Ein guter Grund an dieser Stelle an den Vater und Erfinder von Paul Temple zu erinnern...

Francis Durbridge wurde am 25. November 1912 in Hull, Yorkshire, England, geboren. Er besuchte die Bradford Grammar School und studierte an der Universität von Birmingham Alt-Englisch und Volkswirtschaft. Danach versuchte er es einige Zeit lang als Börsenmakler. 

Durbridge, der ein großer Bewunderer von Edgar Wallace war, und eigentlich erst Schauspieler werden wollte, schrieb als Jugendlicher seine erste Kriminalgeschichte.

Ab den 1930er Jahren begann sich Francis Durbridge ganz dem Schreiben zu widmen, wobei es ihm schließlich gelang, sein erstes Drehbuch an die BBC zu verkaufen, wonach 1933 das Hörspiel "PERSUASION" entstand.

Nach Musikkomödien für das Radio, Dutzender Sketche und Texte für Wochenrückschauen und dem BBC-Hörspiel "INFORMATION RECEIVED", das 1938 gesendet wurde, wollte Francis Durbridge ähnliche Krimis schreiben wie sein großes Vorbild EDGAR WALLACE.

Der BBC-Produzent MARTYN C. WEBSTER hielt zwar die Edgar Wallace-Romane  für völlig unmodern und altmodisch, aber da die BBC schon seit längerer Zeit auf der Suche nach neuen Hörspielstoffen war, schlug Durbridge dem BBC-Produzenten vor, einen Radiodetektiv für den Sender zu kreieren. Was Francis Durbridge schließlich auch gelang. 

So gab der Detektiv "PAUL TEMPLE "1938 mit dem achtteiligen BBC-Hörspiel "SEND FOR PAUL TEMPLE", das vom 8. April 1938 bis 27. Mai 1938 gesendet wurde, sein Debüt, dem Hugh Morton darin seine Stimme lieh.

Samstag, 10. April 2021

 Edgar Rice Burroughs

Der Vater und Erfinder von "Tarzan" und "John Carter"

Vor 71 Jahren verstarb der Autor Edgar Burroughs. Ein sehr guter Grund an dieser Stelle an den Vater und Erfinder von "Tarzan" und von "John Carter vom Mars" zu erinnern...

Edgar Rice Burroughs wurde am 1. September 1875 als Sohn des Fabrikanten und Bürgerkriegsveteranen George Tyler Burroughs in Chicago, Illinois, USA, geboren. Während seiner Kindheit und Jugend besuchte er mehrere Privatschulen. 

Nach dem Besuch der "Phillips Academy" in Andover, ging Burroughs auf die "Michigan Military Academy", wo er 1895 den Abschluss machte. Allerdings schaffte er danach nicht das Examen zum Eintritt  nach West Point, sondern kam schließlich zur 7. U. S. Kavallerie in Fort Grant im Arzona Territorium.

Nachdem ein Herzfehler bei ihm diagnostiziert worden war und er damit die Offizierslaufbahn aufgeben musste, wurde Burroughs 1897 vorzeitig aus der Armee entlassen. Danach hielt er sich mit Gelegenheitsarbeiten über Wasser und arbeitete bis 1899 auf der Ranch seines Bruders. 

Danach ging Edgar Rice Burroughs zurück nach Chicago, wo er einen Job  in der Firma seines Vaters fand. Vier Jahre später gab er diese Arbeit allerdings wieder auf und ging mit seiner Frau Emma Centennia Hulbert, die er 1900 geheiratet hatte, nach Idaho.

In Idaho kam er jedoch auf keinen grünen Zweig. Er versuchte sich dort erfolglos als Goldgräber und arbeitete  danach als Eisenbahnpolizist in Salt Lake City. 

Doch auch diesen Job gab Burroughs wieder auf und zog mit seiner Frau wieder zurück nach Chicago, wo er eine Reihe von weiteren Gelegenheitsarbeiten annahm.

Etwa zu Beginn der 1910er Jahre begann Burroughs mit dem Schreiben. Für seinen ersten Roman, der  vom Februar bis Juli 1912 als Fortsetzung unter dem Titel "UNDER THE MOONS OF MARS"“im Pulp-Magazin "ALL-STORY MAGAZINE"“ erschien, erhielt er 400 Dollar.  

1917 wurde der Roman unter dem Titel "A PRINCESS OF MARS" zum ersten Mal als Buch veröffentlicht, die in Deutschland unter dem Titel "DIE PRINZESSIN VOM MARS" veröffentlicht wurde.  Burrouhgs zweite Geschichte "THE OUTLAW OF TORN" wurde vom Magazin allerdings abgelehnt.

Der Erfolg für Edgar Rice Burroughs kam schließlich mit dem Roman "TARZAN OF THE APES", der in der Oktoberausgabe des Jahres 1912 im "ALL-STORY MAGAZINE"“veröffentlicht worden war, und der den Autor über  Nacht berühmt machte. 

Zwei Jahre später erschien die erste Buchausgabe seines ersten Tarzan-Romans, der in Deutschland unter dem Titel "TARZAN BEI DEN AFFEN" veröffentlicht wurde. 

 Die Zerstörer

von Donald Hamilton

Der Geheimagent Matt(hew) Helm, der nach fünfzehn Jahren aus dem Ruhestand zurück geholt wurde, wird von seinem Vorgesetzten Mac für seinen neuen Auftrag nach Schweden geschickt.

Helm soll dort einen Mann namens Caelius ausschalten, hinter der die Spionageabwehr schon lange her ist. Das Problem ist nur, dass keiner weiß, wie der Sowjetagent aussieht, und ob sich bei Caelius um einen Mann oder um eine Frau handelt. 

Um an Caelius heranzukommen, soll Matt Helm als getarnter Fotoreporter Kontakt zu einer gewissen Lou Taylor aufnehmen. Deren Mann, der Reporter Harold Taylor, wurde, neben drei Agenten der Abwehr, ebenfalls von Caelius ermordet, weil er anscheinend zu viel über dessen Identität wusste. 

In Helms Hotelzimmer taucht überraschend Sara Lundgren von der Spionageabwehr auf, die als Tarnung einen kleinen Modesalon im Johannesgatan in Stockholm führt, mit der Matt zusammenarbeiten soll. 

Doch seine Gegner wissen bereits, dass sich Matt Helm in Stockholm aufhält. Sie lassen ihm eine Warnung zukommen, indem sie Sara töten...

Ende der 1950er Jahre suchte der Verlag Fawcett einen neuen, wiederkehrenden Serienhelden für seine Paperback-Reihe "Gold Medal", für den Donald Hamilton die Figur des MATT HELM schuf, der 1960 mit dem Roman "DER LOCKVOGEL" (Originaltitel: Death of a Citizen) sein Debüt gab.

Nach dem Debüt von Matt Helm in dem Thriller "DER LOCKVOGEL" (Originaltitel: Death of a Citizen) folgte 1960 mit "THE WRECKING CREW" das zweite Matt-Helm-Abenteuer des Autors Donald Hamilton.

Freitag, 9. April 2021

Ken Kelly

Ken Kelly wurde am 19. Mai 1946 in New London, Connecticut, USA, geboren. Als er neun Jahre alt war, erkannte Kellys Kunstlehrerin sein Talent und förderte ihn. 

Sie zeigte Ken, wie er sein natürliches Talent entwickeln und nutzen konnte und lehrte ihn die Prinzipien der Kunst.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Kunstlehrern, die ihre Schüler unbedingt dazu drängten, die Kunstschule zu besuchen, verfolgte Kellys Lehrerin einen ganz anderen Ansatz.   

Sie überzeugte Kens Eltern, ihn nach der Highschool nicht auf die Kunstschule zu schicken.   Denn sie behauptete, dass dies seinen natürlichen und einzigartigen Stil ruinieren würde

Statt auf der Kunstschule ging Ken Kelly 1964 nach der Highschool vier Jahre zu den Marines. Während er in Kuba stationiert war, machte er alle Illustrationen für das US-Magazin "The Gitmo Gazette".

Nach seiner vierjährigen Militärzeit, kehrte er 1968 nach New York zurück und beschloss nach seiner Rückkehr in das Studio von Frank Frazetta zu gehen, dessen Frau seine Tante Eleanor (geborene Kelly) war, um ihm einige seiner eigenen Zeichnungen zu zeigen.   

Dem Fantasy-Künstler Frank Frazetta gefiel, was er sah, und ermutigte Ken, eine Karriere in der kommerziellen Kunst zu verfolgen.  Gleichzeitig machte er ihm das Angebot, bei ihm zu studieren, was Ken begeistert annahm. 

Donnerstag, 8. April 2021

 Sardor - Der Flieger des Kaisers

von Thomas Ziegler

"Schnee knirschte und war rot wie gefrorenes Blut unter dem Kirschrund der Sonne. Der Wind, der ohne Unterlass die Klippen und Gipfel, die Hänge und Simse im rostenden Fels der Krograniten-Berge umpfiff, wirbelte den Schnee auf und ließ ihn tanzen, wie er seit Äonen getanzt hatte. 

In zerrissenen Wolken wallte der Schnee über den Gletscher und hinab in den schwarzen Schlund der Schlucht, in die das Eis sich schob, als hoffte es, im Lauf der Zeit den Abgrund aufzufüllen und so die steile Wand zu erreichen, die hundert Meter weiter in den Himmel stieg ..."

Mit diesen Worten beginnt der erste Band der SARDOR-Trilogie des SF-Autors und Kurt Laßwitz-Preisträgers Thomas Ziegler (Rainer Zubeil)

Der deutsche Jagdflieger Dietrich von Warnstein kämpft während der Wirren des Ersten Weltkrieges in Frankreich und wird plötzlich mit seinem Flugzeug in eine fremde Welt 'katapultiert', wo er als Gott Sardor gegen die Mächte der Finsternis antreten soll. 

Doch bevor Dietrich von Warnstein als 'Wiedergeburt'  des Gottes Sardor gegen das Böse  zu Felde  ziehen kann, muss noch einige Überzeugungsarbeit seitens des letzten 'Zwerges' der magischen Welt geleistet werden.

Denn der Kampfflieger glaubt, alles nur zu träumen und stempelt das ganze Geschehen als eine Art Wahnvorstellung ab. Zudem sieht er keine Veranlassung als Sardor in den Krieg zu ziehen...

Was an dem SF-Roman "DER FLIEGER DES KAISERS" sofort auffällt, der in einer Neuausgabe im Golkonda Verlag erschienen ist, ist der kurze und prägnante Schreibstil des Autors, der bisweilen surrealistische Züge aufweist, besonders dann, wenn Thomas Ziegler die magische und fremdartig wirkende Welt Sardors beschreibt, über die der Leser aber nur sehr wenig erfährt.

 Mythor

Die Flotte der Caer

von Horst Hoffmann

Die Mächte der Finsternis, die dereinst die Welt beherrschten, bis sie vom Lichtboten und seinem Kometentier zurückgedrängt wurden, sind wieder im Vormarsch begriffen. Nachdem der Lichtbote zu anderen Orten des Kosmos gezogen war und die Welt wieder sich selbst überlassen hatte, begannen die Kräfte des Bösen, die sich nach ihrer entscheidenden Niederlage in die Dunkelzone geflüchtet hatten, wieder zu erstarken.

Inzwischen greifen sie aus der Dunkelzone, einem Ring kosmischer Trümmer, der die Welt umgibt und in eine Nord- und eine Südhälfte teilt, wieder aus und beeinflussen bereits weite Teile der nördlichen Länder und deren Bewohner.

Besonders die Caer, ein Volk von Kriegern und Seefahrern, handeln unter dem Kommando ihrer dämonischen Priester im Auftrag der dunklen Mächte. Mit einer gewaltigen Flotte brechen sie zu einem Eroberungsfeldzug auf und bedrohen die kontinentalen Herzogtümer von Tainnia...

Während  Mythor alleine die Höhle von Cythor betritt, fällt  Nyala in die Hände der Caer, die vom Verräter Felzt angeführt werden

In einem Raum in der Höhle entdeckt Mythor an den Wänden Bilder, die die Welt vor, während und nach dem Eintreffen des Lichtboten darstellen. Doch sie verschwinden nachdem der Sohn des Kometen sie nacheinander eingehender betrachtet hat.

In der Mitte des Raumes befindet sich zudem ein Schrein, in dem eine junge Frau einbalsamiert liegt. Diese entpuppt sich als die Kometenfee Gwasamee, deren Geist sich Mythor offenbart. Sie begrüßt ihn in dieser Insel des Lichts als möglichen Sohn des Kometen, dessen Prüfungen mit dem Betreten der Höhle begonnen haben.

 Fluch der Toten

von Z. A. Recht und Thom Brannan

Nach Ausbruch der Zombie-Apokalypse reisen zwei voneinander getrennte Gruppen von Überlebenden durch Amerika auf der verzweifelten Suche nach einem Gegenmittel. Überall treiben blutrünstige Zombies und marodierende Plünderer ihr Unwesen. 

Wie weit werden die Überlebenden gehen, um das Virus zu besiegen? Die Rettung der Menschheit steht auf Messers Schneide…

Nach den beiden Romanen "DIE JAHRE DER TOTEN" und "AUFSTIEG DER TOTEN" wurde die MORNINGSTAR-Trilogie mit der Veröffentlichung des Romans "FLUCH DER TOTEN" im Jahr 2012 abgeschlossen.

Leider erschien mit "FLUCH DER TOTEN" auch  der letzte Roman des Autors  Z. A. RECHT, der am 10. Dezember 2009 überraschend verstarb, so dass er den dritten Teil seiner Zombie-Trilogie nicht mehr vollenden konnte. 

Für diese Aufgabe wurde 2010 der Autor Thom Brannan vom Verlag Permuted Press beauftragt, der den Roman im Januar 2011 beenden konnte. 

Der Abschlussband der MORGENSTERN-Trilogie erschien schließlich am 19. Juni 2012 im Verlag Permuted Press.

Wie viel Anteil Z. A. Recht bzw. Thom Brannan an dem Zombie-Roman haben bzw. hatten, ist schwer zu beurteilen, auf jeden Fall konnte das Niveau und die Qualität der beiden Vorgänger-Romane der Zombie-Trilogie "DIE JAHRE DER TOTEN" und  "AUFSTIEG DER TOTEN" beibehalten werden, und die Morgenstern-Trilogie von Thom Brannan zu einem geglückten Abschluss gebracht werden. 

Mittwoch, 7. April 2021

 Rote Schlange

1946 startete der spanische Verlag Ediciones Cliper in Barcelona die Krimi-Serie "El Encapuchado", die es bis 1950 auf insgesamt 62 Romane brachte. 

Autor der Serie war der spanische Autor Guillermo López Hipkis (1902-1957), der 1953 auch eine zweite Serie mit dem Kapuzenmann veröffentlichte, die es aber nur auf insgesamt 18 Bände brachte. 

Aufgrund des Erfolges der spanischen Serie "El Encapuchado" wurden die Abenteuer des Ermittler-Duos Milton Drake alias "Der Kapuzenmann" und Mavis Donovan alias "Die Rote Schlange" auch in Deutschland veröffentlicht. 

Mit dem Roman "Der Kapuzenmann" (Originaltitel: "El Encapuchado 1 - La Antorcha") erschien die Serie unter dem Titel "Rote Schlange im Deutschen Kleinbuch-Verlag Werner Nowack, deren Romane monatlich veröffentlicht wurden. 

Ab Band 13 erschien die Krimi-Serie monatlich im Verlag Friedrich Petersen , bis die Heftroman-Serie "Rote Schlange" 1954 nach 47. Bänden mit dem Roman "Kampf am Michigan" eingestellt wurde. 

 Henry Kuttner

Heute vor 107 Jahren wurde der US-amerikansiche Schriftsteller Henry Kuttner geboren. Ein guter Grund an dieser Stelle an den Horror- und SF-Autor zu erinnern, der am 4. Februar 1958 verstarb...

Henry Kuttner wurde am 7. April 1914 in Los Angeles, Kalifornien geboren. Nach Beendigung der Höheren Schule arbeitete Kuttner in Los Angeles für eine Literatur-Agentur bei Laurence D. Orsay.

Sein Interesse an der phantastischen Literatur wurde bei ihm sehr früh geweckt. Denn zu Kuttners Lektüre zählten unter anderem Edgar Rice Burroughs Mars-Romane, Frank L. Baums Oz-Bücher sowie das erste Science Fiction-Pulp-Magazin "Amazing Stories", das 1926 zum ersten Mal erschien.

 Doch mehr interessierte den jungen Kuttner das Horror-Genre. So trat er in Briefkontakt mit dem Autor H. P. Lovecraft und anderen Mitgliedern des Lovecraft - Kreises, allen voran Clark Ashton Smith und Robert Bloch. 

Im  März 1936 veröffentlichte Henry Kuttner mit "THE GRAVEYARD RATS" im Pulp-Magazin "WEIRD TALES" seine erste Kurzgeschichte, die in den Augen seiner vielen Kritiker Henry Kuttners unübertroffenes Meisterwerk bleiben sollte. 

"FRIEDHOFSRATTEN" ist die Geschichte eines besessenen Friedhofswärters, der durch unterirdische Gänge hinter riesigen Ratten her kriecht, um einen frisch begrabenen Leichnam zurückzuholen, den sie aus dem Sarg gezogen haben.

Dienstag, 6. April 2021

 Kommissar X Taschenbuch 

Einer weiss alles

von Bert F. Island (Karl-Heinz Günther)

Gordon Fue wird in dem kleinen Bierlokal "Teds Bier-Bar" in der Nähe des Broadway von einem Unbekannten Mann mit Strumpfmaske mit einer Maschinenpistole erschossen. 

Eine Identifizierung der Leiche erweist sich als schwierig, da die Polizei bei der  Durchsuchung der Leiche nur eine leere Brieftasche vorfindet. Auch die Überprüfung der Fingerabdrück ergibt kein Ergebnis. 

Bei dem Mordfall erhält Captain Tom Rowland, der Leiter der Mordkommission, Unterstützung von seinem Freund, dem Privatdetektiv Jo Louis Walker, genannt Kommissar X. Der entdeckt im Innenleder der Brieftasche des Mordopfers den Namen Gordon Fue, der in Ardale wohnte und von Beruf Uhrmacher war.  

Doch als Rowland zusammen mit Walker Fues Wohnung in Ardale durchsuchen will, müssen sie überrascht feststellen, dass diese von Unbekannten bereits völlig leergeräumt wurde. 

Bei seinen weiteren Recherchen muss Jo Walker, feststellen, dass sie von Miss Freeman, der Zimmerwirtin von Gordon Fue angelogen wurden, die zudem ein Techtelmechtel mit Fues Freund MacCone hat, der von Beruf Hochfrequenztechniker ist. 

Nachdem Kommissar X die Adresse MacCones von Miss Freeman erhalten hat, verständigt er Tom Rowland. Doch beide Männer kommen zu spät. Denn in einem Gebüsch entdecken sie die Leiche des Mannes, dessen Schädeldecke zertrümmert wurde...

Als sich die Chance bot, Taschenbücher zu verfassen, ergriff Karl-Heinz Günther diese Möglichkeit, auch weil dem Autor dieses Format mehr Möglichkeiten für die Entwicklung der Handlung und der Charaktere bot.

So erschien Anfang 1961 (zeitgleich mit dem KX-Roman # 96 "Der Einzelgänger") mit dem Pabel Taschenbuch # 27 "EINER WEISS ALLES", geschrieben von Karl-Heinz Günther, das erste "KOMMISSAR X" - Taschenbuch.

 Nikolai Lutohin

Nikolai Lutohin wurde 1932 in Jugoslawien geboren. Schon als Fünfjähriger wollte er Grafiker werden, weil ihn besonders die Flash Gordon-Comics faszinierten, die ihn dazu inspirierten, seinen eigenen Flash Gordon zu zeichnen. 

Erste grafische Kenntnisse erwarb er sich als Kind an einer privaten Kunstschule. Seine eigentliche Ausbildung erhielt er aber einige Jahre später an der Kunsthochschule in Budapest. 

Danach lebte Nikolai Lutohin zwanzig Jahre lang in Moskau, wo er sehr viele populärwissenschaftliche Werke, aber auch Kinderbücher und Klassiker illustrierte. Bei seiner Arbeit orientierte er sich an seinen Vorbildern, den spanischen Klassikern und französischen Impressionisten wie El Greco, Goya und Dali, aber vor allem an Hieronymus Bosch. 

"Ich bin in einer russischen Familie in Jugoslawien vor dem Krieg geboren und aufgewachsen und habe als Kind den  Zweiten Weltkrieg miterlebt. Nach dem Krieg habe ich fünf Jahre auf der Kunstakademie in Budapest studiert. Später lebte ich 20 Jahre in der UdSSR." (1) 

Nach Reisen durch die ganze Welt, ließ sich Nikolai Lutohin nach einem abenteuerlichen Leben 1975 in München nieder.  Dort engagierte ihn Kurt Bernhardt trotz mangelnder Kenntnisse der deutschen Sprache für den Pabel Verlag, wo er für ein "VAMPIR"-Taschenbuch seine erste Illustration ablieferte.

Montag, 5. April 2021

 Der Malteser Falke

von Dashiell Hammett

Die attraktive Brigid Wonderly bittet Sam Spade und seinen Partner Miles Archer um Hilfe, weil sie Angst vor einem gewissen Floyd Thursby hat. Am selben Abend wird Archer umgebracht. Auch Thursby taucht als Leiche auf. Spade beginnt ein Verhältnis mit Brigid, obwohl er weiß, dass sie nicht ehrlich zu ihm ist. 

Er erfährt, dass sie - und nicht nur sie - hinter einer wertvollen Skulptur aus dem 16. Jahrhundert her ist: dem Malteser Falken...

1929 erfand DASHIELL HAMMETT mit dem Roman "The MALTESE FALCON", der in fünf Fortsetzungsgeschichten vom September 1929 bis Januar 1930 in dem Pulp-Magazin "BLACK MASK" veröffentlicht wurde und 1930 als Buch erschien, mit SAM SPADE den Krimi-Prototype des Privatdetektivs

In Deutschland erschien der Roman in den 1950er Jahre unter dem Titel "DER MALTESER FALKE" im Nest Verlag und einige Jahre später im Ullstein Verlag. 

Aufgrund des Erfolges des Kriminalromans sicherte sich das Filmstudio Warner Bros.  die Filmrechte an dem Buch, so dass bereits 1931 der Hammett-Roman mit Ricardo Cortez als Sam Spade verfilmt wurde. 

1936 folgte mit "SATAN MET A LADY" eine weitere Verfilmung von "DER MALTESER FALKE" von Dashiell Hammett, der aber nur lose auf den Romanstoff basiert. 

 Robert Bloch

Heute vor 104 Jahren wurde der US-amerikanische Schriftsteller Robert Bloch geboren. Ein guter Grund an dieser Stelle an den Autor von "Psycho" zu erinnern, der am 23. September 1994 verstarb....

Robert Bloch wurde am 5. April 1917 in Chicago geboren. Während seiner  Kinderjahre las er mit großer Vorliebe "WEIRD TALES" und andere Pulp – Magazine. Dabei fanden insbesondere die Geschichten von H. P. Lovecraft seine besondere Aufmerksamkeit. 

Während der Großen Depression zog die Familie Bloch nach Milwaukee. Von dort aus begann Robert Bloch 1933 mit H.P. LOVECRAFT zu korrespondieren, der ihn ermunterte selbst zu schreiben und dazu vielerlei Ratschläge gab. 

Mit der Zeit wurde Bloch ein Freund Lovecrafts, mit dem er bis zu dessen Tod im Jahre 1937 mittels Briefen korrespondierte.

1934  erschien mit "LILIES" Robert Blochs erste Kurzgeschichte in "MARVEL TALES". Im Januar 1935 veröffentlichte der Siebzehnjährige mit "THE FEAST IN THE ABBEY" seine erste Story in "WEIRD TALES". Insgesamt folgten zwischen 1935 und 1951 über 70 weitere Erzählungen für das Pulp–Magazin.

Neben seinem Geschichten verfasste Bloch auch politische Reden, schrieb Sketche und erfand eine Radioshow namens "Stay Tuned for Terror", die 39 Episoden erreichte. 

1945 veröffentlichte Robert Bloch mit "SEA KISSED" und "THE OPENER OF THE WAY" seine ersten beiden Kurzgeschichten-Sammlungen. Zwei Jahre später folgte mit "DER SCHAL" (Originaltitel: "THE SCARF"  (1947), die Geschichte eines Psychopathen, Blochs Romandebüt. 

1953 verschlechterte sich der Gesundheitszustand seiner Frau Marion und Robter Bloch zog mit seiner Familie nach Weyauwega, Wisconsin. Dort schrieb er eine Anzahl von Kurzgeschichten sowie die vier Romane: "SPIDERWEB" (1954), "THE KIDNAPPER" (1954) und "THE WILL TO KILL" (1954) und "SHOOTING STAR" (1958).

Sonntag, 4. April 2021

 Lebwohl, mein Liebling

von Raymond Chandler

Moose Malloy, ein Hüne von einem Mann, hat acht Jahre im Knast verbracht. Nun ist er wieder auf freiem Fuß und will seine Liebste wiederfinden, die Variété-Tänzerin Velma. 

Privatdetektiv Philip Marlowe ist zur falschen Zeit am richtigen Ort und gerät in eine üble Geschichte um Juwelendiebe, einen Wahrsager, korrupte Polizisten und einen Haufen Gangster, die erst schießen und dann reden...

1940 erschien mit "FAREWELL, MY LOVELY" der zweite "PHILIP MARLOWE"-Roman von Raymond Chandler, der auf Chandlers drei Kurzgeschichten "The Man Who Liked Dogs" (1936), "Try The Girl" (1937) and "Mandarin's Jade" (1937) basiert. 

"FAREWELL, MY LOVELY" wurde 1958 in Deutschland  unter dem Titel "BETROGEN UND GESÜHNT" als Band 2 der Reihe "Die Mitternachtsbücher" im Kurt Desch Verlag veröffentlicht. 

Ab den 1980er Jahren erschien der Roman unter dem Titel "LEBWOHL, MEIN LIEBLING" im Diogenes Verlag, wo er dort noch heute im Verlagsprogramm zu finden ist. 

Nachdem sich das Filmstudio RKO die Filmrechte an dem Buch gesichert hatte, wurde der Chandler-Roman 1942 unter dem Titel "The Falcon Take Over" zum ersten Mal verfilmt, indem der Privatdetektiv Philip Marlowe allerdings durch den RKO-Serienhelden "The Falcon" (gespielt von George Sanders) ersetzt wurde.

Zwei Jahre nach "The Falcon Takes Over" entschied sich RKO, den Chandler-Roman "Farewell, My Loveley" erneut zu verfilmen. Eine Mitwirkung von Raymond Chandler als Drehbuchautor an dem Filmprojekt war leider nicht möglich, da Chandler bei Paramount unter Vertrag stand, der für das Filmstudio das Drehbuch zu "Frau ohne Gewissen" (1944) verfasste.

 Die Dray-Prescot-Saga

von Alan Burt Akers (Kenneth Bulmer)


Dray Prescot, Abenteurer und Schwertkämpfer auf dem wilden Planeten Kregen unter der Doppelsonne von Antares, war ursprünglich Offizier der Royal Navy und ein Zeitgenosse Napoleons. 

Plötzlich – Ende des 20. Jahrhunderts – tauchen auf der Erde geheimnisvolle Kassetten auf, die von ihm besprochen sind. Sie schildern seine unglaublichen Abenteuer in einem fernen Sonnensystem im Sternbild des Skorpions. Und alle Anzeichen deuten darauf hin, dass Dray Prescot nach fast 200 Jahren immer noch lebt, weil ihm eine rätselhafte Macht ein tausendjähriges Leben verliehen hat. 

Während die englische Flotte sich erbitterte Gefechte mit der französischen liefert, wird der Seeoffizier Dray Prescot während eines Sturms unversehens von Bord seines Schiffes »Rockingham« über den unvorstellbaren Abgrund von 400 Lichtjahren hinweg auf einen Planeten versetzt, den die wilden, zum Teil halbmenschlichen Bewohner Kregen nennen. 

Es ist eine exotische, unerforschte Welt, und für den Erdenmenschen beginnt der Kampf ums nackte Überleben, gegen Barbarenhorden und wilde Tiere. Durch Zufall – wie er zunächst meint – stößt er auf Spuren einer alten, hochentwickelten Zivilisation, die über geradezu magische Kräfte verfügen muss...

Anfang der 1970er Jahre bat Don Wollheim, der Herausgeber von Daw Books, den SF-Autor KENNETH BULMER eine Fantasy-Serie im Stile von Edgar Rice Burroughs zu verfassen. 

Was dabei herauskam, war der 1972 veröffentlichte Roman "TRANSIT TO SCORPIO" unter Bulmers Pseudonym Alan Burt Akers,  der in Deutschland unter dem Titel "TRANSIT NACH SCORPIO" im Heyne Verlag erschien. Das Buch war der erste Teil des DELIA-Zyklus, der aus insgesamt fünf Romanen bestand.