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Donnerstag, 9. Januar 2025

Die Fantasy-Serie "Mythor" nach ihrer Einstellung

Als die Nachricht von der Einstellung der Serie „MYTHOR“ die Autoren der Fantasy-Serie Mitte des Jahres1985 erreichte, hatte der Autor HUBERT HAENSEL bereits Band 193 mit dem Titel „NYKERIEN ERWACHT“ fertiggestellt, der allerdings aufgrund der Einstellung der Heftromanserie im Jahr 1985 nicht mehr erscheinen konnte.

Veröffentlicht wurde dieser „MYTHOR“-Roman in der 36. Ausgabe des Magazins „MAGIRA“ (dem Magazin für Fantasy) des EDFCs (des Ersten Deutschen Fantasy Clubs).

Der „MYTHOR“-Roman „NYKERIEN ERWACHT“ von HUBERT HAENSEL wurde am 10. Dezember 2015 erstmals als Ebook veröffentlicht.

In dieser „MAGIRA“-Ausgabe erschienen auch die Exposés von Günter W. Schelwokat und W. K. Giesa. der geplanten „MYTHOR“-Bände 194 bis 199.

Samstag, 22. April 2023

Ein Interview mit dem Zeichner Angelo Boog

Ingo Löchel: Herr Boog, können Sie den Lesern des Online-Magazins kurz etwas über Ihre Person erzählen. Wie sind Sie zum zeichnen gekommen, was waren bzw. sind ihre Vorbilder, was machen Sie beruflich etc.?

Angelo Boog: Nun, ich erinnere mich dass meine Eltern, damals als wir in diesem kleinen Bauerndorf Kaltbach im Kanton Luzern wohnten, den "Beobachter" abonniert hielten (dieses Magazin gibt es noch  heute) wo das Titelbild immer eine  Kunstreproduktion war.

Und das besondere daran war, dass diese Titelbilder ohne Titelschrift waren, also nur das Kunstwerk an sich. Im Heftinnern gab es dazu von einer Kunsthistorikerin eine Rezension über dieses Kunstdruck-Cover (für's Volk) und über dieser Kombination verschwand ich als neujähriger Bub in eine andere Welt.

Ich las z.B. (da erinnere ich mich noch genau)  was vom "Künstlersein", und da wurde mir klar, dass ich das auch mal werden wollte, "so einer".

Paralell gab es  noch ein anderes Familienmagazin, das meine Eltern damals bezogen und  sich darin im Heftinnern ein A3-grosses  Kunstdruckposter  befand. So gelangte Albrecht Altdorfers "Alexanderschlacht" an die Wand meines Schlafzimmers.

Montag, 21. November 2022

Fantasy-Zeichner Jochen Fortmann

Jochen Fortmann wurde am 24. Februar 1955 in Bremerhaven geboren. Als Kind war er fasziniert von Ritterhelden wie Ivanhoe, Sigurd, Falk und Prinz Eisenherz.

„Ich spielte mit Ritterburgen, bastelte mir Schwerter, Schilde usw. Unter anderem versuchte ich auch immer diese Helden zu zeichnen, da ich damals schon gern zeichnete und malte.Ende der 60er Jahre ließ mein Interesse an Rittern und Comics nach, kehrte jedoch einige Jahre später wieder.

Stattdessen faszinierten mich in dieser Zeit die lyrischen Texte einiger englischer Musikgruppen wie Genesis und King Crimson, in denen phantastische Elemente von Mythos und Mystik reichlich vorhanden waren.““ (1)

1974 stieß Fortmann durch Zufall auf die Fantasy-Serie „DRAGON“ und war seit dieser Zeit ein begeisterter Leser und Sammler von deutschen Fantasy-Büchern.

Mittwoch, 21. September 2022

SF-Autor Hubert Haensel

Hubert Haensel wurde am 9. August 1952 in Waldershof geboren. Er war acht Jahre alt, als er neben Comics auch die ersten utopischen Romane in Händen hielt und sie mit Begeisterung verschlang.

Während seiner Zeit auf dem Gymnasium kamen die Hefte der “TERRA“-Reihe sowie die SF-Serien “PERRY RHODAN“, „REN DHARK“ sowie „REX CORDA“  hinzu. 
Das alles weckte sein Interesse an Raumfahrt, Astronomie und seinen  Wunsch selbst einmal Romane zu schreiben.

Neben der SF las er aber  auch Fantasy- und Abenteuerromane. Haensels Vorbilder waren E. E. Smith und Robert E. Howard sowie Clark Darlton, K.H. Scheer und William Voltz.

Samstag, 18. Juni 2022

Mythor - Eine Serie in der Krise

Mit Band 70 wurde der Verkaufspreis der Mythor-Hefte um 20 Deutsche Pfennig von 1,80 DM auf 2,00 DM erhöht.

Vergleicht man die damaligen Preise von Serien wie „JOHN SINCLAIR“ oder „PROFESSOR ZAMORRA“; die für 1,50 Deutsche Mark zu haben waren und deren Verkaufspreis einige Zeit später auf moderate 1,60 DM erhöht wurden, muss man schon sagen, dass der Verlag Pabel-Moewig kein ‚billiger‘ Verlag für Leser war.

Konkrete Anzeichen für die Leser, dass die Serie anscheinend nicht so gut lief, war ab Band 89 zu erkennen, als „MYTHOR“ auf eine 14tägliche Erscheinungsweise umgestellt wurde.

Ich zitiere hier einmal die Begründung für diese Umstellung aus Band 90:

„Liebe Fantasy-Freunde, zu unser aller Bedauern sah sich der Verlag aus Grün-den der Wirtschaftlichkeit genötigt, die MYTHOR-Serie ab Nr. 89 vorübergehend auf I4tägiiche Erscheinungsweise umzustellen.

Wie lange dieses ‚vorübergehend‘ dauert, wird nicht zuletzt auch von euch, den Lesern; abhängen - davon nämlich, in welchem Maße ihr uns weiterhin die Treue haltet und die Arbeit der Redaktion in Form von Leserbriefen, durch konstruktive Kritik, Verbesserungsvorschlägen und offener Meinungsäußerung unterstützt.

Wir jedenfalls wollen die zwangsweise Atempause dazu nützen, MYTHOR noch besser, spannender und inhaltsreicher zu gestalten.“

Das Wort VORÜBERGEHEND war damals im Text fettgedruckt, was man durchaus unterschiedlich deuten konnte. Doch bei dem VORÜBERGEHEND blieb es dann auch bis zur endgültigen Einstellung der Serie, weil die Verkaufszahlen nicht besser wurden, was durchaus seine Gründe hatte.

Samstag, 12. März 2022

Ein „Mythor“-Interview mit Hugh Walker (Hubert Strassl)

Ingo Löchel: Mit „“DER SOHN DES KOMETEN““ gaben Sie 1980 Ihr Mythor-Debüt. Können Sie sich noch daran erinnern, wie Sie zum Mythor-Team gestoßen sind bzw. wie es zu der Mitarbeit an der Fantasy-Serie gekommen ist?

Hubert Straßl: Im Frühjahr 1979 fiel im Pabel-Verlag die Entscheidung für eine neue Fantasy-Heftserie. Sie sollte im April 1980 anlaufen. Drei Exposés wurden damals eingereicht: eines von Willi Voltz, eines von Ernst Vlcek, und meines. 
Die Entscheidung fiel damals für mein Exposé, doch musste ich verschiedenes ändern. Was blieb, war das Konzept der Welt mit dem magischen Ring, der sie in zwei getrennte Hälften teilt, und der Name Mythor. 
Ich hatte Mythor ursprünglich als nicht ganz menschlich konzipiert. Ein Elternteil war ein magisches Wesen. 

Sonntag, 30. Januar 2022

Ein "Mythor"-Interview mit dem Zeichner Alfred Kelsner

Ingo Löchel: Herr Kelsner, wie sind Sie zum Zeichnen gekommen und was waren bzw. sind dabei Ihre Vorbilder?

Alfred Kelsner: Gezeichnet (gekritzelt) habe ich, wie die meistern Kinder, bereits im Vorschulalter auf den Tapeten unserer Wohnung, bis mir meine Eltern endlich einen Zeichenblock schenkten.

Im Kindesalter zeichnete ich mit Vorliebe Ritter und Burgen, inspiriert durch die fantastisch gezeichneten Prinz Eisenherz–Hefte von Harold Foster, dessen Zeichnungen ich für unübertroffen halte. Sehr inspiriert haben mich früher auch die Nick-Hefte von Hans Rudi Wäscher.

Als Jugendlicher stieß ich dann auf Perry Rhodan, Atlan & Co. Die Titelbilder von Johnny Bruck haben mich dann wohl dazu gebracht, ohne dass ich es ahnte, später selber für die Serie zu zeichnen.

Ingo Löchel: Wann und wo wurden Ihre ersten Zeichnungen veröffentlicht?

Dienstag, 4. Januar 2022

Ein "Mythor"-Interview mit Helmut W. Pesch

Ingo Löchel: Wann und wo wurden Ihre ersten Zeichnungen veröffentlicht?

Helmut Pesch:  In den Zeitschriften "Follow" und "Magira" des Fantasy-Clubs FOLLOW, in den ich Anfang 1969 eintrat. Außerdem habe ich damals noch für ein paar andere Fanzines gezeichnet, unter anderem auch für das amerikanische LOCUS.

Ingo Löchel: Mit dem Heft „“DER SOHN DES KOMETEN““  gaben Sie Ihr Mythor-Debüt als Kartenzeichen. In Band 2 "DIE FLOTTE DER CAER““ folgte ihr Debüt als Mythor-Zeichner. Können Sie sich noch daran erinnern, wie sie zur Serie gestoßen sind?

Helmut Pesch: Hubert Strassl (alias Hugh Walker), der von Anfang an der Serie beteiligt war, ist ein guter Freund von mir, aus alten FOLLOW-Zeiten. Darüber hinaus hatte ich ja bereits an "DRAGON" als Illustrator und Kartenzeichner mitgewirkt, so dass man mich in der Pabel-Redaktion kannte. Es gab auch eine Karte von mir zum ursprünglichen Expose, die in dieser Form nie in der Serie veröffentlicht wurde.

Sonntag, 2. Januar 2022

Ein "Mythor"-Interview mit dem Autor Horst Hoffmann

Ingo Löchel: Wann, wo und unter welchem Titel wurde Ihr erster Roman veröffentlicht? 

Horst Hoffmann: 1976 in der GEMINI-Reihe vom Kelter-Verlag: "Sie warteten jenseits der Sterne" als Neil Kenwood.

Ingo Löchel: Mit „“DIE FLOTTE DER CAER““ gaben Sie 1980 Ihr Mythor-Debüt. Können Sie sich noch daran erinnern, wie Sie zum Mythor-Team gestoßen sind?

Horst Hoffmann: G. .M. Schelwokat holte mich da rein. Mein erster Roman sollte eigentlich Band 11 sein. Als Hubert Strassl den zweiten Band nicht termingerecht abliefern konnte,

rief mich Kurt Bernhardt daheim an und fragte, ob ich den Roman "machen" wolle. Natürlich sagte ich ganz stolz "Ja!". Schelwokat war allerdings ziemlich sauer, weil er sich von Bernhardt (der sein Chef war!) übergangen fühlte.

Ingo Löchel: Wer war für die Handlung und die Planung von MYTHOR verantwortlich und wer entschied letztendlich über den weiteren Verlauf der Serie?

Freitag, 31. Dezember 2021

Ein "Mythor"-Interview mit dem Autor Hubert Haensel

Ingo Löchel: Herr Haensel, können Sie den Lesern des Ingo Löchels kurz etwas über Ihre Person erzählen. Wie sind Sie zum Schreiben gekommen und wer waren Ihre Vorbilder? 

Hubert Haensel: Da muss ich fast schon ein halbes Jahrhundert zurück blicken. Ich war acht, als ich die ersten utopischen Romane und auch Comics in die Hand bekam und beides mit Begeisterung verschlang.

Das eine waren die sogenannten Leihbücher, die ich damals im Wochenabstand für meinen Vater holen musste und die ich natürlich dann auch selbst las. Das andere war Nick, der Weltraumfahrer, der mir die Abenteuer im Weltraum bildlich vor Augen führte.

Dienstag, 3. August 2021

Peter Terrid (Wolfpeter Ritter)

Der Autor Peter Terrid wurde am 15. Januar 1949 als Wolfpeter Ritter in Uerdingen geboren. 

Ritter studierte zunächst Englisch und Geschichte auf Lehramt, wechselte dann zu Geschichte, Soziologie und Politikwissenschaft. 

Bereits während seines Studiums begann er mit der Schriftstellerei und gab 1970 mit dem SF-Roman "DAS PENDEL DER ZEIT" sein Autoren-Debüt, der 1971 m Pabel Verlag in der Reihe "TERRA ASTRA" veröffentlicht wurde.

"Meinen ersten Roman mußte ich viermal neu schreiben, bevor mein freundlicher Helfer ihn endlich an den Lektor abschickte." (1)

Wolfpeter Ritter gab sein Studium auf und konzentrierte sich vollends auf das Wagnis der freien Schriftstellerei einzulassen.

Sonntag, 25. Juli 2021

Der Autor Neal Davenport

Der Autor Neal Davenport wurde am 14. Mai 1942 als Kurt Luif in Wien, Österreich, geboren. 

1963 gründete Kurt Luif zusammen mit Helmuth W. Mommers und Ernst Vlcek die Agentur Helmuth W. Mommers und Ernst Vlcek, die er ab 1966 allein weiterführte. 

1967 gab er mit SF-Roman "MENSCHHEIT IN KETTEN", "UTOPIA-HEFT Nr. 537" unter dem Pseudonym CLAUS HARTMANN sein Debüt als Autor im Pabel Verlag. 

Danach wollte Kurt Luif eigentlich nie wieder etwas schreiben. So wurde er Exportleiter in einer Lederwarenfabrik und führte nebenbei die Agentur Panorma weiter.

Doch die Begegnung mit einem gewissen Herrn Kramer, der die Presserechte für den Heyne Verlag kontrollierte, änderte alles. 

Sonntag, 18. Juli 2021

Autor Ernst Vlcek

Der Mann, der den "Dämonenkiller" erfand

Ernst Vlcek wurde am  9. Januar 1941 in Wien geboren. Schon als Junge begeisterte er sich für die SF und veröffentlichte seine ersten Werke innerhalb des Fandoms. Nach Beendigung der Schule versuchte er sich in mehreren kaufmännischen Berufen. 

1966 gab Ernst Vlcek mit seinem Roman "DER KOSMISCHE VAGABUND" sein Debüt als Schriftsteller.  

Zwei Jahre später erschien mit "PLANET DER QUARANTÄNE" sein erstes Perry Rhodan-Taschenbuch (die Nummer 46).

Ende der 1960er Jahre erschienen bei "TERRA ASTRA" unter anderem auch seine STERNENSAGA" sowie der Roman "ANDROIDENJÄGER".

Sonntag, 11. Juli 2021

Autor Hans Kneifel

Heute vor 85 Jahren wurde der Schriftsteller Hans Kneifel geboren. Ein sehr guter Grund an dieser Stelle an den deuschen Fantasy- und SF-Autor zu erinnern... 

Han(n)s Kneifel wurde am 11. Juli 1936 als Johannes Wilhelm Rudolf Kneifel in Gleiwitz/Oberschlesien, heutiges Polen, geboren. 

Kneifel wuchs in München auf und erlernte den Beruf eines Konditors. In den 1960er Jahre begann er ein Studium der Pädagogik, das er 1965 mit dem Staatsexamen abschloss. 

Mit 18 begann er seine ersten Romane zu schreiben, darunter auch "FÜNF MANN IM KOSMOS", den Kneifel an den Weiss-Verlag schickte, der den 95seitigen Roman allerdings ablehnte und zurückschickte. 

Dienstag, 6. April 2021

Nikolai Lutohin

Nikolai Lutohin wurde 1932 in Jugoslawien geboren. Schon als Fünfjähriger wollte er Grafiker werden, weil ihn besonders die Flash Gordon-Comics faszinierten, die ihn dazu inspirierten, seinen eigenen Flash Gordon zu zeichnen. 

 Erste grafische Kenntnisse erwarb er sich als Kind an einer privaten Kunstschule. Seine eigentliche Ausbildung erhielt er aber einige Jahre später an der Kunsthochschule in Budapest. 

Danach lebte Nikolai Lutohin zwanzig Jahre lang in Moskau, wo er sehr viele populärwissenschaftliche Werke, aber auch Kinderbücher und Klassiker illustrierte. 

Bei seiner Arbeit orientierte er sich an seinen Vorbildern, den spanischen Klassikern und französischen Impressionisten wie El Greco, Goya und Dali, aber vor allem an Hieronymus Bosch.