Ingo
Löchel: Herr Boog, können Sie den Lesern des Online-Magazins kurz etwas über Ihre
Person erzählen. Wie sind Sie zum zeichnen gekommen, was waren bzw. sind ihre
Vorbilder, was machen Sie beruflich etc.?
Angelo
Boog: Nun, ich erinnere mich dass meine Eltern, damals als wir in diesem kleinen
Bauerndorf Kaltbach im Kanton Luzern wohnten, den "Beobachter"
abonniert hielten (dieses Magazin gibt es noch
heute) wo das Titelbild immer eine
Kunstreproduktion war.
Und das besondere daran war, dass diese Titelbilder ohne
Titelschrift waren, also nur das Kunstwerk an sich. Im Heftinnern gab es dazu
von einer Kunsthistorikerin eine Rezension über dieses Kunstdruck-Cover (für's
Volk) und über dieser Kombination verschwand ich als neujähriger Bub in eine
andere Welt.
Ich las z.B. (da erinnere ich mich noch genau) was vom "Künstlersein", und da
wurde mir klar, dass ich das auch mal werden wollte, "so einer".
Paralell gab es
noch ein anderes Familienmagazin, das meine Eltern damals bezogen
und sich darin im Heftinnern ein
A3-grosses Kunstdruckposter befand. So gelangte Albrecht Altdorfers
"Alexanderschlacht" an die Wand meines Schlafzimmers.