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Dienstag, 28. Dezember 2021

Ein Interview mit der Krimi-Autorin Irene Rodrian

Ingo Löchel: 1967 wurde ihr Kriminalroman "Tod in St. Pauli" im Goldmann Verlag veröffentlicht? Wie kam es dazu?

Irene Rodrian: Ich hatte jahrelang die Post finanziert, indem ich ein Krimimanuskript an alle Verlage schickte und immer wieder zurückbekam. Ich wollte mir schon ein männliches oder englisches Pseudonym zulegen, da veranstaltete Goldmann den Edgar-Wallace- Preis.

Man reichte anonym ein. Ich schrieb zwei Krimis, einen so, wie ich schreiben wollte, Bis morgen, Mörder; einen so, als hätte ihn ein Mann geschrieben. Tod in St. Pauli. Der erste wurde mir zurückgeschickt und von mir sofort an Rowohlt weiter geschickt. Der zweite bekam den ersten Preis.

Ingo Löchel: Worum geht es in dem Roman?

Irene Rodrian: Die Barcelona-Krimis sind meine einzigen WhoDonIts. Also 'Detektivromane'. In allen meinen anderen Krimis geht es um die Frage, was bringt einen Menschen dazu, einen anderen zu töten, immer gerät ein 'Unschuldiger' in mörderische Umstände.

Ingo Löchel: Auf ihrer Seite habe ich gelesen, dass sie für "Tod in St. Pauli" zwar den ersten Preis des Edgar-Wallace-Preises des Goldmann Verlages gewannen, aber nicht die gesamte Summe in Höhe von 5.000 DM für den Preis bekamen, weil man Ihnen nicht glauben wollte, dass eine Frau diesen Roman geschrieben hat. Stimm das?