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Freitag, 10. April 2026

Tatkammers Verbrechen

Das Haus Zamis 142

Tatkammers Verbrechen

von Logan Dee (Uwe Voehl)

Monsignore Tatkammer hat an einem Badesee mit dem kleinen Lasse Haidhammer ein neues Opfer gefunden, welches er langsam in den sicheren Selbstmord treiben kann. Und das nur weil der Junge neugierig einen Blick in Tatkammers Eimer riskiert.

Denn plötzlich mag der Junge nichts mehr sehen, was irgendwie an Meer, Fische oder Wasser erinnert. Dabei war er sonst eine regelrecht Wasserratte gewesen.

Natürlich schlägt sich dies auch negativ auf die Schule und im Elternhaus nieder...

...wo seine Schwestern, die Zwillinge Emma und Michaela bereits Abstand von ihrem Bruder nehmen, weil er sich nun sogar weigert zu duschen.

Aber auch die Eltern Malte und Linda Haidhammer wissen nicht mehr was sie tun sollen. zumal ihr Sohn auch jegliche Flüssigkeitsaufnahme verweigert, was zuszlich sein Leben bedroht. Doch dann kommt es nach einem Streit zwischen Malte und seinem Sohn zu einer grausamen Katastrophe.

In der Villa der Zamis geistert indessen Skarabäus Toth umher, der immer noch im Körper eines Chamäleon steckt und wird kurzerhand von Michael Zamis getötet, nur um kurze Zeit danach im Körper des Chamäleon nun bei Coco wieder aufzutauchen. Denn von der erhofft sich der mal tote dann doch wieder lebende Unhold Unterstützung.

Auch seine anderen Versuche, wo er sich in einem Restaurant einem anderen Dämon und Reporter in seiner wahren Gestalt zeigt, wird am Ende schlicht ins Leere laufen. Und da Coco eh dem alten Gegner keine Hilfe angedeihen lassen will, sorgt sie und der Rest der Zamis-Sippe nun dafür, dass er nun endgültig verschwinden soll.

Auf der anderen Seite steigt Coco zurück in Wien mit dem Dämon Samith Youssef ins Bett und haut ihn auch noch mit Hilfe von Hieronymus Toth mit dem Verkauf des Cafe Zamis übers Ohr.

Danach macht Coco aber erst einmal die Fliege aus Wien, da laut Aussagen ihre Gegner aus der Schwarzen Familie ihr sicheres Ende wollen und so die Schlinge sich offenbar immer mehr zuzieht.

Nachdem indessen der kleine Lasse Haidhammer beerdigt worden ist, beginnt nun schleichend der grausame Fluch auf die Zwillinge überzugreifen. Malte versucht daher mit aller Gewalt herauszubekommen, was dieser finstere Priester damals Lasse gesagt, bzw. in seinem Eimer gezeigt hatte, bevor dieser sich negativ zu verändern begann.

Doch kann er und seine Frau Linda zumindest das Leben ihrer zwei Mädchen noch retten?

Als fasst alles zu spät erscheint, suchen sie selbst Tatkammer am Badesee auf, um ihn zur Rede zu stellen. Doch genau dies ist ein Schritt direkt in den eigenen Untergang.

  • Veröffentlichung: 21.März 2026
  • Autor: Logan Dee (Uwe Voehl)
  • Titelbild: Mark Freier
  • Verlag: Bastei

„Als sie die Tür am nächsten Morgen endlich aufbrachen, lag Lasse leblos mit blutüberströmtem Gesicht in seinem Bett. Er hatte sich mit einer Bastelschere die Augen ausgestochen und war verblutet.“ (Das Haus Zamis/Band 142, "Tatkammers Verbrechen"/Seite 9)

Warum taucht die Neiddämonin Invidia hier eigentlich wieder auf, wo doch Michael Zamis ihr am Ende ein neues Betätigungsfeld in Bayern "schmackhaft" machen wollte (Band 136/"Wer ohne Sünde ist ...")?

Und in Band 137 (Des Teufels Exorzist) ist zwar ein Dämon durch den Prediger Saturnus in den Knaben Justus gefahren, welcher Coco innerhalb einer Falle zum Bösen bekehrt hatte.

Dabei war ja sogar der Rest der Zamis-Sippe offensiv an dieser Falle für Coco beteiligt gewesen. Von der Neiddämonin Invidia war da allerdings keine Rede gewesen.

Und nun tut man gerade so, als wüsste man bei den Zamis nicht, warum Coco sich plötzlich so bösartig verhält. Daran soll laut dem Autor Logan Dee nun aber plötzlich die Neiddämonin Invidia schuld sein. Sorry, aber da passt irgendwie was nicht mehr wirklich zusammen.

Und dann die Aktion mit Skarabäus Toth, der im Körper eines Chamäleons steckt, dessen Geist aber nun wieder auftaucht. Und der wird im Körper des Reptil dann von Michael Zamis  kurzerhand getötet, nur um kurz darauf wieder bei Coco aktiv zu werden.

Das hat allerdings auch wenig mit einem Gruselroman aber durchaus schon was mit Comedy zu tun. Nur leider wirkt dies trotzdem eher nervig und nicht durchdacht, statt lustig zu sein.

Irgendwie will da also bei mir in dem Roman „TATKAMMERS VERBRECHEN“ von Logan Dee ebenso einiges nicht mehr so recht zusammenpassen.

Und das wirklich spannendste war hier schlicht und ergreifend wieder mal nur die eher recht kurze Nebenhandlung mit Monsignore Tatkammer und dem Schrecken, den er der Familie Haidhammer mit ihren Kindern zu Beginn und am Ende widerfahren lässt. Also leider nicht einmal wirklich über einem Drittel des gesamten Romans.

Die Schwächen der Serie in Sachen Coco und der Zamis-Sippe, die mir schon seit einiger Zeit aufgefallen sind, treten hier daher noch stärker zutage als z.B. im vorherigen Roman „PFORTE ZUR HÖLLE“ (Band 141).

Denn die Handlungsebenen um Coco und den Rest der Zamis entwickelt sich langsam zu einem unlogischen und mitunter sogar uninteressanten Spannungskiller, während das interessanteste wie auch beste am Roman dafür die Nebenhandlungen mit Monsignore Tatkammer sind.

Das ganze scheint auf mich zu wirken, als wüssten die Autoren langsam nichts mehr mit Coco oder dem Rest der Zamis anzufangen und lassen daher auf deren Handlungsebene eine Menge einfach schleifen.

Das einmal ganz abgesehen davon, dass die Serie bei Bastei eh mit Band 158 eingestellt werden wird, weil beim Zaubermond Verlag hinsichtlich der Taschenbücher ja auch nicht mehr alles rund läuft.

Dabei kann man den Autoren aber auch nicht vorwerfen, sie könnten nicht spannend schreiben. Denn wenn z.B. Monsignore Tatkammer oder eventuell Mirka König ihre Auftritte haben, dann liest sich solch eine Handlungsebene ohne die Zamis ja spannend wie geschnittenes Brot.

Genau genommen sollten die Autoren die gesamte Zamis-Sippe mal wieder vom Kopf auf die Füße stellen, wenn die Serie denn zumindest bei Zaubermond als Taschenbücher weitergehen würde.

© by Konrad Wolfram

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