Das Haus Zamis 142
Tatkammers Verbrechen
von Logan Dee (Uwe Voehl)
Monsignore
Tatkammer hat an einem Badesee mit dem kleinen Lasse Haidhammer ein neues Opfer
gefunden, welches er langsam in den sicheren Selbstmord treiben kann. Und das
nur weil der Junge neugierig einen Blick in Tatkammers Eimer riskiert.
Denn
plötzlich mag der Junge nichts mehr sehen, was irgendwie an Meer, Fische oder
Wasser erinnert. Dabei war er sonst eine regelrecht Wasserratte gewesen.
Natürlich schlägt sich dies auch negativ auf die Schule und im Elternhaus nieder...
...wo
seine Schwestern, die Zwillinge Emma und Michaela bereits Abstand von ihrem
Bruder nehmen, weil er sich nun sogar weigert zu duschen.
Aber
auch die Eltern Malte und Linda Haidhammer wissen nicht mehr was sie tun
sollen. zumal ihr Sohn auch jegliche Flüssigkeitsaufnahme verweigert, was zus舩zlich sein Leben bedroht. Doch dann kommt es nach einem
Streit zwischen Malte und seinem Sohn zu einer grausamen Katastrophe.
In
der Villa der Zamis geistert indessen Skarabäus Toth umher, der immer noch im
Körper eines Chamäleon steckt und wird kurzerhand von Michael Zamis getötet,
nur um kurze Zeit danach im Körper des Chamäleon nun bei Coco wieder
aufzutauchen. Denn von der erhofft sich der mal tote dann doch wieder lebende
Unhold Unterstützung.
Auch
seine anderen Versuche, wo er sich in einem Restaurant einem anderen Dämon und
Reporter in seiner wahren Gestalt zeigt, wird am Ende schlicht ins Leere
laufen. Und da Coco eh dem alten Gegner keine Hilfe angedeihen lassen will,
sorgt sie und der Rest der Zamis-Sippe nun dafür, dass er nun endgültig
verschwinden soll.
Auf
der anderen Seite steigt Coco zurück in Wien mit dem Dämon Samith Youssef ins
Bett und haut ihn auch noch mit Hilfe von Hieronymus Toth mit dem Verkauf des
Cafe Zamis übers Ohr.
Danach
macht Coco aber erst einmal die Fliege aus Wien, da laut Aussagen ihre Gegner
aus der Schwarzen Familie ihr sicheres Ende wollen und so die Schlinge sich
offenbar immer mehr zuzieht.
Nachdem
indessen der kleine Lasse Haidhammer beerdigt worden ist, beginnt nun
schleichend der grausame Fluch auf die Zwillinge überzugreifen. Malte versucht
daher mit aller Gewalt herauszubekommen, was dieser finstere Priester damals
Lasse gesagt, bzw. in seinem Eimer gezeigt hatte, bevor dieser sich negativ zu
verändern begann.
Doch
kann er und seine Frau Linda zumindest das Leben ihrer zwei Mädchen noch
retten?
Als
fasst alles zu spät erscheint, suchen sie selbst Tatkammer am Badesee auf, um
ihn zur Rede zu stellen. Doch genau dies ist ein Schritt direkt in den eigenen
Untergang.
- Veröffentlichung: 21.März 2026
- Autor: Logan Dee (Uwe Voehl)
- Titelbild: Mark Freier
-
Verlag:
Bastei
„Als sie die Tür am nächsten Morgen endlich aufbrachen, lag Lasse leblos mit blutüberströmtem Gesicht in seinem Bett. Er hatte sich mit einer Bastelschere die Augen ausgestochen und war verblutet.“ (Das Haus Zamis/Band 142, "Tatkammers Verbrechen"/Seite 9)
Warum taucht die Neiddämonin Invidia hier eigentlich wieder auf, wo doch Michael Zamis ihr am Ende ein neues Betätigungsfeld in Bayern "schmackhaft" machen wollte (Band 136/"Wer ohne Sünde ist ...")?
Und in Band 137 (Des Teufels Exorzist) ist zwar ein Dämon
durch den Prediger Saturnus in den Knaben Justus gefahren, welcher Coco
innerhalb einer Falle zum Bösen bekehrt hatte.
Dabei war ja sogar der Rest der Zamis-Sippe offensiv an
dieser Falle für Coco beteiligt gewesen. Von der Neiddämonin Invidia war da
allerdings keine Rede gewesen.
Und nun tut man gerade so, als wüsste man bei den Zamis
nicht, warum Coco sich plötzlich so bösartig verhält. Daran soll laut dem Autor
Logan Dee nun aber plötzlich die Neiddämonin Invidia schuld sein. Sorry, aber
da passt irgendwie was nicht mehr wirklich zusammen.
Und dann die Aktion mit Skarabäus Toth, der im Körper
eines Chamäleons steckt, dessen Geist aber nun wieder auftaucht. Und der wird
im Körper des Reptil dann von Michael Zamis
kurzerhand getötet, nur um kurz darauf wieder bei Coco aktiv zu werden.
Das hat allerdings auch wenig mit einem Gruselroman aber
durchaus schon was mit Comedy zu tun. Nur leider wirkt dies trotzdem eher
nervig und nicht durchdacht, statt lustig zu sein.
Irgendwie will da also bei mir in dem Roman „TATKAMMERS
VERBRECHEN“ von Logan Dee ebenso einiges nicht mehr so recht zusammenpassen.
Und das wirklich spannendste war hier schlicht und
ergreifend wieder mal nur die eher recht kurze Nebenhandlung mit Monsignore
Tatkammer und dem Schrecken, den er der Familie Haidhammer mit ihren Kindern zu
Beginn und am Ende widerfahren lässt. Also leider nicht einmal wirklich über
einem Drittel des gesamten Romans.
Die Schwächen der Serie in Sachen Coco und der
Zamis-Sippe, die mir schon seit einiger Zeit aufgefallen sind, treten hier
daher noch stärker zutage als z.B. im vorherigen Roman „PFORTE ZUR HÖLLE“ (Band 141).
Denn die Handlungsebenen um Coco und den Rest der Zamis
entwickelt sich langsam zu einem unlogischen und mitunter sogar uninteressanten
Spannungskiller, während das interessanteste wie auch beste am Roman dafür die
Nebenhandlungen mit Monsignore Tatkammer sind.
Das ganze scheint auf mich zu wirken, als wüssten die
Autoren langsam nichts mehr mit Coco oder dem Rest der Zamis anzufangen und
lassen daher auf deren Handlungsebene eine Menge einfach schleifen.
Das einmal ganz abgesehen davon, dass die Serie bei
Bastei eh mit Band 158 eingestellt werden wird, weil beim Zaubermond Verlag
hinsichtlich der Taschenbücher ja auch nicht mehr alles rund läuft.
Dabei kann man den Autoren aber auch nicht vorwerfen, sie
könnten nicht spannend schreiben. Denn wenn z.B. Monsignore Tatkammer oder
eventuell Mirka König ihre Auftritte haben, dann liest sich solch eine
Handlungsebene ohne die Zamis ja spannend wie geschnittenes Brot.
Genau genommen sollten die Autoren die gesamte
Zamis-Sippe mal wieder vom Kopf auf die Füße stellen, wenn die Serie denn
zumindest bei Zaubermond als Taschenbücher weitergehen würde.
© by Konrad Wolfram

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