Ork City
von Michael Peinkofer
Tirgaslan,
die einstige Königsstadt, versinkt im Verbrechen. Zwergen-Syndikate haben dort das
Sagen, die Polizisten, die im Auftrag der Oberen für Ordnung sorgen sollten,
stecken bis über beide Ohren selbst im Sumpf der Korruption und Ork-Gangs
treiben dort ihr Unwesen.
Als
Privatdetektiv und Ex-Polizist hält sich der Kriegsveteran Corwyn Rash mit Mühe
über Wasser, wobei er, um Geld zu verdienen, durchaus auch Jobs als
Geldeintreiber annimmt.
Doch als die schöne Nachtclub-Sängerin Kity Miotara sein heruntergekommenes Büro betritt, ändert sich alles.
Kity,
besser bekannt unter ihrem Künstlernamen Goshda Gorm, die „Grüne Falle“, ist
das, was man in der bunten Welt des Schaugeschäfts eine Sherena nennt, eine gefeierte und allenthalben
bewunderte Persönlichkeit.
Corwyn
Rash soll für Kity Miotara, die im Club „Shakara“ auftritt, ihren Manager Loryn
Cayro suchen, der seit fünf Tagen spurlos verschwunden ist, von dem sie glaubt,
dass er entführt wurde, da er Ärger mit dem Zwergen-Syndikat Hammerfall
bekommen hat.
Von
der Schönheit der Halborkin, einem Tagessatz von 100 Orgos plus Spesen (wobei
sein üblicher Tagessatz 25 Orgos plus Spesen beträgt) und der Aussicht auf eine
satte Belohnung geblendet, wirft der Privatdetektiv alle seine Regeln über Bord,
und beginnt zu ermitteln, wobei er dabei in ein Wespennest sticht.
Zudem
muss Corwyn Rash feststellen, dass seine Auftraggeberin Kity Miotara nicht mit
offenen Karten spielt und ihn belogen hat.
Als dann auch noch ein Mordanschlag auf ihn verübt wird und die von Krokodilen angefressene Leiche von Loryn Cayro, der erschossen wurde, von der Polizei im Westbezirk an der Mündung eines großen Abwasserrohrs entdeckt wird, spitzt sich die Lage weiter zu…
- Erschienen im Jahr 2021
- Corwyn Rash 1
In dem Hard-Boiled-Fantasy-Roman „ORK CITY“ wandelt der
Fantasy-Autor MICHAEL PEINKOFER (der auch diverse „JERRY COTTON“-Romane
geschrieben hat) auf den Spuren von Privatdetektiven wie SAM SPADE („Der Malteser Falke“ von DASHIELL HAMMETT) und PHILIP MARLOWE („Der große Schlaf“
von RAYMOND CHANDLER), wobei es sich bei dem Privatdetektiv Corwyn Rash, den
Protagonisten des Romans, um einen Vierteilork handelt.
„Viertelork“ ist ein abwertender Ausdruck für jemanden,
dessen Großmutter oder Großvater Ork gewesen ist.
Während Halborks allgemein anerkannt sind, gelten
Viertelorks weder als wirkliche Menschen noch als richtige Orks, sie sind
Missgeburten, die keiner haben will, was auch der Grund dafür sein dürfte, dass
Corwyns Eltern ihn kurz nach seiner Geburt ausgesetzt haben.
Zudem spielt das Hard-Boiled-Abenteuer „ORK CITY“ in
einer Fantasy-Welt, in einer Stadt namens Tirgaslan, wo Gnome, Menschen, Orks,
Trolle, Zwerge, etc. leben und wo Gewalt und Korruption an der Tagesordnung sind.
Ab der zweiten Hälfte des sehr unterhaltsam und
interessant geschriebenen Buches, geht der
Roman mehr in Richtung Fantasy, denn ab da an dann begibt sich der Privatdetektiv
Corwyn Rash im Auftrag von Kity Miotara auf die Suche nach einem (magischen) Elfenfetisch,
hinter dem auch noch andere Gruppen her sind, wodurch Corwyn weitere Probleme
bekommt.
Zudem werden in dem Roman neben Corwyn den Gerechten, der
erste König von Erdwelt aus dem Geschlecht der Menschen, der die Elfenkrone auf
seiner Stirn trug, auch die beiden Orks Balbok
und Rammar erwähnt (die vor langer Zeit gelebt haben), wodurch der Autor
MICHAEL PEINKOFER eine Brücke zu seinen Ork-Romanen schlägt und so den Roman „ORK“-CITY
mit diesem Fantasy-Zyklus verbindet.
Fazit: Durch die
ausgewogene und interessante Mischung aus Hard-Boiled-Kriminalroman und
Fantasy-Roman kommen bei dem Hard-Boiled-Fantasy-Abenteuer „ORK CITY“ nicht nur
Krimifans, sondern auch Fantasy-Fans durchweg auf ihre Kosten.
© by Ingo Löchel

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