Marvel Origins
The Avengers 13
Das Schloss von Count Nefaria
Es
sind nicht nur gefährliche Superschurken, welche die Avengers erst auf den Plan
rufen. Auch die Gangster des Verbrecherkartell Maggia fühlen sich durch die
Avengers zunehmend bedrängt.
Aber auch ihr Boss aus dem europäischen Adel, Count Nefaria, mag dem Treiben der Helden nicht mehr tatenlos zusehen und ersinnt einen raffinierten, aber auch recht kostspieligen Plan.
Denn er lässt einfach sein ganzes Schloss aus Europa nun Stein für Stein am Hudson River wieder aufbauen.
Und
schon wenige Wochen später soll besagtes Schloss für einen
Wohltätigkeitsempfang der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, zu der
Nefaria sogar die Avengers persönlich eingeladen hat.
Giant-Man,
Wasp, Iron Man, Captain America und Thor sind auch gemeinsam mit Rick jones und
seiner Teen-Brigade gerne bereit, die Wohltätigkeitsveranstaltung mit ihrer
Anwesenheit zu unterstürzen. Das sie jedoch damit in eine perfide Falle laufen,
wird ihnen dabei noch nicht wirklich klar.
Denn
kaum im Schloss auf ihren Zimmern, werden sie durch eine seltsame
Raumbeleuchtung völlig in Trance versetzt, während die Teen-Brigade außerhalb
des Schloss auf die ersten Gäste warten soll.
Doch weitere Gäste bleiben komischer Weise aus, und als die Teen-Brigade der Sache im Schloss auf den Grund gehen will, werden auch sie von Count Nefaria und seinen Gangstern gefangen genommen.
Indessen hat Nefaria ebenfalls bereits durch täuschend echte dreidimensionale Ebenbilder der Avengers dem Pentagon ein Ultimatum zur Unterwerfung der USA übermitteln lassen, worauf die US-Regierung als Reaktion sogleich die Generalmobilmachung wegen der Avengers ausruft.
Die
Avengers, die späterhin aus ihrer Trance wieder erwacht sind, verlassen das
Schloss nichtsahnend und werden nur kurze Zeit darauf von den US-Streitkräften
zu Land und aus der Luft angegriffen.
Da
sie allerdings noch nicht wissen, was diese Feindschaft ihnen gegenüber
ausgelöst haben könnte, ziehen sie sich erst einmal in ihr geheimes Not-Hauptquartier
zurück.
Hier
merken sie schnell, das nur Count Nefaria dahinter stecken kann. Doch wo sind
die Jungs der Teen-Brigade unter Rick Jones? Als die Avengers dann das Schloss
von Nefaria angreifen, werden sie bis auf Cap. America durch eine perfide Chemikalie gelähmt.
Doch
es ist Captain America, dem ein eindringen gelingt und so dann durch Rick Jones
und die Teen-Brigade an ein Gegenmittel für die Chemikalie gelangt. Auch kann
er dem General auf einem US-Zerstörer auf dem Hudson River noch eine kurze
Meldung hinterlassen.
Zwar
gelingt es den anderen Avengers durch das Gegenmittel Nefaria und seine
Gangster der Maggia zu schlagen und sich so beim Militär wieder von den
falschen Vorwürfen zu befreien. Doch die Wasp wurde hierbei durch eine Kugel
eines der Gangster lebensgefährlich verletzt.
- Erschienen Februar 1965
- Autor: Stan Lee
- Zeichner: Don Heck
- Vertrieb: Hachette Collections SNC
-
Die
Wasp (Jan van Dyne) wird lebensgefährlich verletzt
In diesem Abenteuer geht es mal nicht um Superschurken
mit ungewöhnlichen Fähigkeiten, welche die Welt bedrohen. Und so erhält man als
Leser den Einblick auch darin, das unsere Helden auch das normale organisierte
Verbrechen, wie hier die räuberische Maggia (Mafia?) bekämpfen, wenn gerade
kein übermächtiger Schurke oder Alien die Welt unsicher macht.
Das dabei gerade ein durchtriebener Gangster aus Europa
unsere Superhelden fasst auf ganzer Line fertig macht, ohne sich selbst erst
einmal die Finger schmutzig machen zu müssen, wirkt als Handlung interessant
und hebt die Spannung.
Die Sache mit dem dreidimensionalen Ebenbildern der
Avengers, die der Schurke hier nun agieren lässt, ist dabei nicht unbedingt
neu. Denn schon in „THE AVENGERS #3" versuchte Iron Man ja bereits durch ein
dreidimensionales Hologramm Kontakt mit den FANTASTIC FOUR (F4) und den X-MEN
aufzunehmen.
Und in „THE AVENGERS #12“ ist es die Wasp, die als
dreidimensionale Projektion durch dieses Gerät nach Giant-Man im Untergrund
sucht. Count Nefaria scheint hier also nun eine eventuell noch verbesserte
Version der Erfindung von Tony Stark zu besitzen, welche offenbar für
menschliche Augen perfekte dreidimensionale Ebenbilder erschaffen kann.
Diese Grundidee (ausgenommen in der „STAR TREK“-Originalserie)
findet sich übrigens auch in den späteren „STAR TREK“-Serien meist begrenzt auf
den dortig thematisierten Holodecks wieder, wo beliebige holografische
Projektionen von Lebewesen und Gegenständen wie auch dessen gesamtem Umfeld auf
der Ebene der Materiekonvertierung zeitweise erschaffen werden können.
Bei den Fans der Serie THE AVENGERS als auch des
Marvel-Comic-Universum schlechthin, war dieses Comic aber auch ein kleiner
Schreckmoment, denn hier droht eine Heldin am Ende durch eine Kugel der Gegner
plötzlich das Leben zu verlieren. Mal abgesehen davon, dass die Wasp nicht nur
bis jetzt das einzige weibliche Mitglied ist, so galt sie (neben Rick Jones)
durchaus auch bei den Fans der Serie "THE AVENGERS" als das wohl schwächste Glied
der orginalen Helden-Truppe.
Heute wissen die Fans von Marvel wie DC Comics indessen,
das der Tod von Helden mitunter eher nur eine "kreative Pause"
darstellt und nur selten, wie es eigentlich die Regel ist, endgültig währt.
Damals aber war so eine Gefahr für einen Held oder eine
Heldin, selbst sterben zu können oder zu müssen, noch ein unerwarteter
Cliffhanger, welcher den Anreiz nach der Fortsetzung der Serie bei den Fans
enorm puschen konnte.
© by Konrad Wolfram

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