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Sonntag, 23. August 2026

Roman: Treibjagd

Treibjagd

von G. S. Foster

Das junge Paar Blake und Zoe Grissom ziehen einen Bankraub durch, um endlich auch mal ein helles Licht am finanziellen Horizont sehen zu können. Doch dann erschießt Zoe aus Rache den Filialleiter Herold Greene, der sie mal unter Drohungen vergewaltigt hatte.

Da das FBI jegliches Entkommen über eine sichere Grenze noch unmöglich macht, nisten sich Blake und Zoe daher unter dem falschen Familienamen Singleton in der Kleinstadt Cravenville in einem leerstehenden Haus ein, wo sie auch gleich Kontakt zu den Nachbarn Quinn und Becky Fowler knüpfen.

 Allerdings sollte klar für beide sein, das man dem örtlichen weiblichen Sheriff Samantha "Sam" Kamen  nicht gleich quer unter die Augen kommen sollte. 

Aber die hat auch ihre persönlichen Baustellen wie ihren Deputy Fallon, mit dem sie mal eine Affäre hatte, oder der Bürgermeisterin, die alles tut, um möglichst keine Finanzen locker machen zu müssen und dabei trotzdem das Image der Stadt samt ihrem eigenen möglichst sauber halten möchte. Dabei ist es ihr auch egal, wenn dafür Bürger der Stadt sterben müssen.

Doch bald wird alles anders kommen als gedacht, denn in den Wäldern um Cravenville, direkt in den Höhlen der Lost Rocks hausen schon seit vielen Jahrzehnten Kreaturen, die beim ersten Anblick durchaus an Bigfoots erinnern könnten.

Doch was wirklich hinter diesen Kreaturen steckt, weiß eigentlich nur ein einziger Bewohner der Stadt. Denn er hat wie schon sein Vater und Urgroßvater vor ihm diese Kreaturen regelmäßig mit jeder Menge Fleischabfälle ernährt.

Als dann aber eine vierköpfige Familie in ihrem Wohnmobil auf bestialische Weise ermordet wird und zwei der Leichen spurlos verschwinden, zieht sich auch für Blake und Zoe bald der Strick um den eigenen Hals langsam zu. Denn auch sie werden mit einer dieser animalischen Kreaturen konfrontiert, welche groß und über gewaltige Kräfte verfügen.

Und diese Kreaturen haben einen unermesslichen Hunger entwickelt, wobei die einfachste Beute außerhalb des Waldes die Bewohner von Cravenville sind. Dabei schrecken diese Kreaturen auch nicht davor zurück, gleich auch zwei weitere Deputys bei den Lost Rocks über die Klinge springen zu lassen.

Als diese Kreaturen allerdings in der Nacht einen Frontalangriff auf die hilflosen Bürger von Cravenville starten, hat Sheriff Kamen nicht nur mit den Monstern, ihrem Hinterhältigen Deputy Fallon und einer korrupten Bürgermeisterin zu kämpfen.

Denn bei einem Vergleich der Fingerabdrücke geraten Blake und Zoe als Bankräuber und Mörder gleich auch noch ins Visier.

Doch statt einfach zu verschwinden, als das blutige Chaos am größten ist, kann Blake es nicht an sich halten und versucht mit Quinn gemeinsam dessen Frau Becky wieder aus den Fängen der Bestien zu befreien.

Doch kann es überhaupt noch ein entkommen für Blake und Zoe Grissom geben, oder werden sie gar selbst Opfer dieser blutgierigen Bestien aus den Höhlen der Lost Rocks?

  • Treibjagd - Menschen sind leichte Beute ...
  • Autor: G. S. Foster (Sebastian Förster)
  • ISBN: 979-8-1838-3305-8
  • Taschenbuch, ca. 396 Seiten
  • Coverdesign: Giessel Design
  • Copyright u. Verlag Sebastian Förster/2026

„Eine dreckige, haarige Pranke legte sich ihr auf die Stirn und riss ihren Kopf in den Nacken. Sie sah noch so etwas wie eine aus Stein gefertigte Klinge im Licht der Parkplatzbeleuchtung aufblitzen, dann wurde ihr die Kehle aufgeschlitzt.“ (Treibjagd - Menschen sind leichte Beute ... /Seite 219)

Und da wären wir wieder in der Kleinstadt Cravenville, die wir bereits in den Romanen „PARAST“ oder „MITTERNACHTSMEMOIREN“ besuchen durften. Und offenbar scheint von Zeit zu Zeit immer mal wieder eine recht blutige wie übernatürliche Katastrophe diese Kleinstadt heimzusuchen.

Ob wir es hier nun aber wirklich mit den Bigfoots, Yetis oder auch Sasquatsch genannten, haarigen Monstern zu tun haben, werde ich euch nun wirklich nicht verraten.

Allerdings ist der Autor G. S. Foster in seinen Romanen auch dafür bekannt, in den Handlungsverläufen schon mal einige Hinweise zu streuen, welche seine Leserschaft erst einmal in eine ganz falsche Richtung schicken. Die Spannung will ja schließlich bis zum Finale recht hoch gehalten werden.

Doch was hier offenbar auf menschliches Fleisch steht (oder vielleicht doch nur auf Leichen), das müsst ihr natürlich selbst herausfinden. Ich kann aber schon mal verraten, Veganer sind die nicht.

Insgesamt geht der Autor aber auch bei diesem aktuell neuen Roman mit einem ersten Einblick in die Handlung gleich wieder in die Vollen und legt die Latte der Spannung damit auch gleich wieder ordentlich hoch.

Dabei sind die einzelnen Figuren ebenfalls wieder sehr nachvollziehbar mit allen ihren Stärken, Schwächen und Fehlern beschrieben, so dass man sich als Leser schnell in sie hineinversetzen kann.

Ein wenig sah ich mich sogar positiv überrascht an Romane wie etwa  „IN DEN FINSTEREN WÄLDERN“ vom Autor Richard Laymon oder „BEUTEZEIT“ vom Autor Jack Ketchum erinnert, was die lebendige Handlung und die düstere Atmosphäre betrifft.

Dabei überzieht der Autor hier auch nicht den Bogen des Paranormalen bis ins Unglaubwürdige, sondern packt uns hier ein Brett von einer Handlung hin, welches wir beim Lesen problemlos als durchaus realistisch akzeptieren können, ohne lange darüber nachzudenken.

Nachdem ich bisher alle Romane des Autor G. S. Foster gelesen habe, frage ich mich trotzdem immer wieder aufs Neue, wo dieser Autor nur immer diese geilen Ideen herholt? Für mich ist G. S. Foster jedenfalls schon längst der wirklich überragende deutsche Autor, der es locker mit einem Stephen King aufnehmen kann.

© by Konrad Wolfram

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