Treibjagd
von G. S. Foster
Das junge Paar
Blake und Zoe Grissom ziehen einen Bankraub durch, um endlich auch mal ein
helles Licht am finanziellen Horizont sehen zu können. Doch dann erschießt Zoe
aus Rache den Filialleiter Herold Greene, der sie mal unter Drohungen vergewaltigt
hatte.
Da das FBI jegliches Entkommen über eine sichere Grenze noch unmöglich macht, nisten sich Blake und Zoe daher unter dem falschen Familienamen Singleton in der Kleinstadt Cravenville in einem leerstehenden Haus ein, wo sie auch gleich Kontakt zu den Nachbarn Quinn und Becky Fowler knüpfen.
Allerdings sollte klar für beide sein, das man dem örtlichen weiblichen Sheriff Samantha "Sam" Kamen nicht gleich quer unter die Augen kommen sollte.
Aber die hat auch ihre persönlichen Baustellen
wie ihren Deputy Fallon, mit dem sie mal eine Affäre hatte, oder der
Bürgermeisterin, die alles tut, um möglichst keine Finanzen locker machen zu
müssen und dabei trotzdem das Image der Stadt samt ihrem eigenen möglichst
sauber halten möchte. Dabei ist es ihr auch egal, wenn dafür Bürger der Stadt
sterben müssen.
Doch bald wird
alles anders kommen als gedacht, denn in den Wäldern um Cravenville, direkt in
den Höhlen der Lost Rocks hausen schon seit vielen Jahrzehnten Kreaturen, die
beim ersten Anblick durchaus an Bigfoots erinnern könnten.
Doch was wirklich hinter diesen Kreaturen steckt, weiß eigentlich nur ein einziger Bewohner der Stadt. Denn er hat wie schon sein Vater und Urgroßvater vor ihm diese Kreaturen regelmäßig mit jeder Menge Fleischabfälle ernährt.
Als dann aber
eine vierköpfige Familie in ihrem Wohnmobil auf bestialische Weise ermordet
wird und zwei der Leichen spurlos verschwinden, zieht sich auch für Blake und
Zoe bald der Strick um den eigenen Hals langsam zu. Denn auch sie werden mit
einer dieser animalischen Kreaturen konfrontiert, welche groß und über
gewaltige Kräfte verfügen.
Und diese
Kreaturen haben einen unermesslichen Hunger entwickelt, wobei die einfachste
Beute außerhalb des Waldes die Bewohner von Cravenville sind. Dabei schrecken
diese Kreaturen auch nicht davor zurück, gleich auch zwei weitere Deputys bei
den Lost Rocks über die Klinge springen zu lassen.
Als diese
Kreaturen allerdings in der Nacht einen Frontalangriff auf die hilflosen Bürger
von Cravenville starten, hat Sheriff Kamen nicht nur mit den Monstern, ihrem
Hinterhältigen Deputy Fallon und einer korrupten Bürgermeisterin zu kämpfen.
Denn bei einem
Vergleich der Fingerabdrücke geraten Blake und Zoe als Bankräuber und Mörder
gleich auch noch ins Visier.
Doch statt
einfach zu verschwinden, als das blutige Chaos am größten ist, kann Blake es
nicht an sich halten und versucht mit Quinn gemeinsam dessen Frau Becky wieder
aus den Fängen der Bestien zu befreien.
Doch kann es
überhaupt noch ein entkommen für Blake und Zoe Grissom geben, oder werden sie
gar selbst Opfer dieser blutgierigen Bestien aus den Höhlen der Lost Rocks?
- Treibjagd - Menschen sind leichte Beute ...
- Autor: G. S. Foster (Sebastian Förster)
- ISBN: 979-8-1838-3305-8
- Taschenbuch, ca. 396 Seiten
- Coverdesign: Giessel Design
-
Copyright u.
Verlag Sebastian Förster/2026
„Eine dreckige, haarige Pranke legte sich ihr auf die Stirn und riss ihren Kopf in den Nacken. Sie sah noch so etwas wie eine aus Stein gefertigte Klinge im Licht der Parkplatzbeleuchtung aufblitzen, dann wurde ihr die Kehle aufgeschlitzt.“ (Treibjagd - Menschen sind leichte Beute ... /Seite 219)
Und da wären wir wieder in der Kleinstadt Cravenville, die wir bereits in
den Romanen „PARAST“ oder „MITTERNACHTSMEMOIREN“ besuchen durften. Und offenbar
scheint von Zeit zu Zeit immer mal wieder eine recht blutige wie übernatürliche
Katastrophe diese Kleinstadt heimzusuchen.
Ob wir es hier nun aber wirklich mit den Bigfoots, Yetis oder auch
Sasquatsch genannten, haarigen Monstern zu tun haben, werde ich euch nun
wirklich nicht verraten.
Allerdings ist der Autor G. S. Foster in seinen Romanen auch dafür bekannt,
in den Handlungsverläufen schon mal einige Hinweise zu streuen, welche seine
Leserschaft erst einmal in eine ganz falsche Richtung schicken. Die Spannung
will ja schließlich bis zum Finale recht hoch gehalten werden.
Doch was hier offenbar auf menschliches Fleisch steht (oder vielleicht doch
nur auf Leichen), das müsst ihr natürlich selbst herausfinden. Ich kann aber
schon mal verraten, Veganer sind die nicht.
Insgesamt geht der Autor aber auch bei diesem aktuell neuen Roman mit einem ersten Einblick in die Handlung gleich wieder in die Vollen und legt die Latte der Spannung damit auch gleich wieder ordentlich hoch.
Dabei sind die einzelnen Figuren ebenfalls wieder sehr nachvollziehbar mit
allen ihren Stärken, Schwächen und Fehlern beschrieben, so dass man sich als
Leser schnell in sie hineinversetzen kann.
Ein wenig sah ich mich sogar positiv überrascht an Romane wie etwa „IN DEN FINSTEREN WÄLDERN“ vom Autor Richard
Laymon oder „BEUTEZEIT“ vom Autor Jack Ketchum erinnert, was die lebendige
Handlung und die düstere Atmosphäre betrifft.
Dabei überzieht der Autor hier auch nicht den Bogen des Paranormalen bis
ins Unglaubwürdige, sondern packt uns hier ein Brett von einer Handlung hin,
welches wir beim Lesen problemlos als durchaus realistisch akzeptieren können,
ohne lange darüber nachzudenken.
Nachdem ich bisher alle Romane des Autor G. S. Foster gelesen habe, frage
ich mich trotzdem immer wieder aufs Neue, wo dieser Autor nur immer diese
geilen Ideen herholt? Für mich ist G. S. Foster jedenfalls schon längst der
wirklich überragende deutsche Autor, der es locker mit einem Stephen King
aufnehmen kann.
© by Konrad Wolfram

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