Marvel Origins
The Avengers 10
Die Rächer entzweit
Captain
America kommt weiterhin psychisch nicht damit klar, das vor vielen Jahren Zemo
seinen Freund Bucky getötet hatte.
Und so weigert
sich Captain America auch sofort dagegen, als Iron Man den anderen Avengers
vorschlägt, Rick Jones ein Kostüm zu verpassen und ihn umgehend in den Stand
eines vollwertigen Mitglied der Avengers zu erheben.
Auch tief im Amazonas in der Festung von Zemo wissen die Masters of Evil noch nicht, wie sie endlich die Avengers vernichten können. Denn bisher waren ja alle Versuche bereits fehlgeschlagen.
Doch dann
empfängt die Enchantress den sich nähernden Immortus, welcher sich im
Zeit-Limbus aufhält und so Zugriff auf jede Epoche der Menschheit besitzt. Also
sowohl Vergangenheit als auch Zukunft.
Und genau der
will sich den Masters of Evil anschließen, um endlich die Avengers zu
vernichten. Doch was liegt diesem Immortus eigentlich an einer solchen
entgültigen Auseinandersetzung mit den Avengers?
Da der Henker
jedoch erst einen Beweis in Form des Todes eines Avengers von Immortus
verlangt, schreitet der Herr der Zeit auch sogleich zur Tat, indem er gerade
Rick Jones ins Jahr 1760 entführt, wo er ihn in den Tower of London sperrt.
Denn er will
so Captain America unter Druck setzen und
gleichzeitig Zwietracht zu den Avengers sähen. Denn er versucht Captain America
nicht nur vorzumachen, das ihm die anderen Avengers noch nie wirklich vertraut
haben, sondern auch, das er Rick Jones nur lebend wiedersehen wird, wenn er
sich durch Immortus in der Vergangenheit einem inszenierten Kampf auf Leben und
Tod stellt.
Doch Immortus
will sicher gehen und hetzt auch gegen jeden der anderen Avengers in der
Gegenwart einen besonderen Gegner aus der Vergangenheit. Und so befindet sich
Giant-Man bald im Kampf gegen Goliath, Iron Man gegen Merlin dem Zauberer oder
Thor trifft auf den griechischen Halbgott Herkules.
Und dann
glauben ab einem gewissen Punkt die Masters of Evil auch selbst wieder aktiv in
den Kampf eingreifen zu können, um so jetzt den vernichtenden Schlag gegen die
Avengers zu führen. Denn ohne Captain America an ihrer Seite sehen sie die
Avengers geschwächt.
Doch in der Vergangenheit gelingt es Captain America indessen, Rick Jones zu befreien. Aus diesem Grund hält Immortus sein Versprechen und versetzt sowohl Cap. America als auch Rick Jones zurück in ihre Zeit.
Und genau das
verändert das kräftemäßige Gleichgewicht in der Gegenwart. Denn auch die
Masters of Evil hätten fasst die anderen Avengers besiegt, doch mit dem
eingreifen von Captain America in diese laufenden Kämpfe hatten sie nicht
gerechnet, so das sie kurz darauf gezwungen sind, wieder vor der gebalten Macht
der Avengers zu fliehen.
Um daher einer
sicheren Niederlage zu entgehen, versetzt die Enchantress alle wieder mit ihrer
Zauberkraft zeitlich so weit zurück, bevor Immortus Kontakt zu Zemo, der
Enchantress und dem Henker aufgenommen hatten.
Und so ist es
auch für die Avengers durch diese Zeitanomalie nie zu dieser Auseinandersetzung
gekommen.
- Erschienen im Oktober 1964
- Autor: Stan Lee
- Zeichner: Don Heck & Dick Ayers
- Vertrieb: Hachette Collections SNC
-
Auftritt von
Kang dem Eroberer in einer anderen Rolle
Damals, als man diese Ausgabe der Serie „DIE RÄCHER“ im Williams Verlag
gelesen hatte, fragte man sich schon irgendwie, wie viele Schurken es gibt, die
wild in der Zeit herum reisen. Denn Kang der Eroberer war ja auch in der Serie
bereits bekannt.
Nun, man musste sich schon damals auch übergreifend bei den anderen Serien
seitens Marvel etwas auskennen. Denn Immortus ist, ähnlich wie der Gegner der
Fantastic Four mit Namen Rama Tut, eigentlich nichts anderes als zwei andere
Inkarnationen von eben diesem Kang dem Eroberer.
Oder anders gesagt, er agierte schon zu allen Zeiten in verschiedenen Formen und unter verschiedenen Namen. Das macht diese zehnte Ausgabe allerdings nicht besser. Denn irgendwie konnte mich schon damals in den 1970er Jahren diese Ausgabe in Sachen Spannung nicht wirklich mitnehmen.
Und warum Iron Man nun unbedingt Rick Jones zu einem vollwertigen Avenger
machen wollte, war auch nicht wirklich logisch. Schließlich handelt es sich
hier ja weiterhin nur um einen Teenager ohne jegliche besonderen Kräfte oder
Fähigkeiten, wenn man es genau betrachtet.
An sich sorgte Kang der Eroberer auch sonst bei Marvel für einige
Verwirrungen. Denn auch zur Figur des Dr. Doom, einem der Erzfeinde der
Fantastic Four, scheint er ja gewisse Verbindungen zu besitzen.
Lustig hingegen ist, das Giant-Man gegen den biblischen Goliath antreten
muss. Und genau den Namen nimmt Hank Pym ja späterhin selbst an (THE AVENGERS
Ausgabe 28). Und Herkules ähnelt in keiner Weise dem Herkules, der ebenfalls
späterhin in den Reihen der Avengers für die Gerechtigkeit kämpft (THE AVENGERS
Ausgabe 38).
Das da auch Merlin mitmischt, da kann man indessen bei den US-Comics locker
mal eben ein Auge zudrücken. Denn irgendwie scheint man in den USA diesen
Merlin bzw. der Sache mit der Tafelrunde und den Rittern wie einen Fetisch zu
pflegen (übrigens auch in so manchen Romanheftserien in Deutschland wie etwa „PROFESSOR
ZAMORRA“).
Für mich war sein auftauchen in dieser Ausgabe allerdings eher ein
gewaltiger Minuspunkt und hat so meine Meinung gerade über diese inhaltlich
doch sehr magere Handlung nicht mal im Ansatz etwas gebessert.
© by Konrad Wolfram

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