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Montag, 24. August 2026

Die Rächer entzweit

Marvel Origins

The Avengers 10

Die Rächer entzweit

Captain America kommt weiterhin psychisch nicht damit klar, das vor vielen Jahren Zemo seinen Freund Bucky getötet hatte.

Und so weigert sich Captain America auch sofort dagegen, als Iron Man den anderen Avengers vorschlägt, Rick Jones ein Kostüm zu verpassen und ihn umgehend in den Stand eines vollwertigen Mitglied der Avengers zu erheben.

Auch tief im Amazonas in der Festung von Zemo wissen die Masters of Evil noch nicht, wie sie endlich die Avengers vernichten können. Denn bisher waren ja alle Versuche bereits fehlgeschlagen.

Doch dann empfängt die Enchantress den sich nähernden Immortus, welcher sich im Zeit-Limbus aufhält und so Zugriff auf jede Epoche der Menschheit besitzt. Also sowohl Vergangenheit als auch Zukunft.

Und genau der will sich den Masters of Evil anschließen, um endlich die Avengers zu vernichten. Doch was liegt diesem Immortus eigentlich an einer solchen entgültigen Auseinandersetzung mit den Avengers?

Da der Henker jedoch erst einen Beweis in Form des Todes eines Avengers von Immortus verlangt, schreitet der Herr der Zeit auch sogleich zur Tat, indem er gerade Rick Jones ins Jahr 1760 entführt, wo er ihn in den Tower of London sperrt.

Denn er will so Captain America unter Druck setzen und  gleichzeitig Zwietracht zu den Avengers sähen. Denn er versucht Captain America nicht nur vorzumachen, das ihm die anderen Avengers noch nie wirklich vertraut haben, sondern auch, das er Rick Jones nur lebend wiedersehen wird, wenn er sich durch Immortus in der Vergangenheit einem inszenierten Kampf auf Leben und Tod stellt.

Doch Immortus will sicher gehen und hetzt auch gegen jeden der anderen Avengers in der Gegenwart einen besonderen Gegner aus der Vergangenheit. Und so befindet sich Giant-Man bald im Kampf gegen Goliath, Iron Man gegen Merlin dem Zauberer oder Thor trifft auf den griechischen Halbgott Herkules.

Und dann glauben ab einem gewissen Punkt die Masters of Evil auch selbst wieder aktiv in den Kampf eingreifen zu können, um so jetzt den vernichtenden Schlag gegen die Avengers zu führen. Denn ohne Captain America an ihrer Seite sehen sie die Avengers geschwächt.

Doch in der Vergangenheit gelingt es Captain America indessen, Rick Jones zu befreien. Aus diesem Grund hält Immortus sein Versprechen und versetzt sowohl Cap. America als auch Rick Jones zurück in ihre Zeit.

 Und genau das verändert das kräftemäßige Gleichgewicht in der Gegenwart. Denn auch die Masters of Evil hätten fasst die anderen Avengers besiegt, doch mit dem eingreifen von Captain America in diese laufenden Kämpfe hatten sie nicht gerechnet, so das sie kurz darauf gezwungen sind, wieder vor der gebalten Macht der Avengers zu fliehen.

Um daher einer sicheren Niederlage zu entgehen, versetzt die Enchantress alle wieder mit ihrer Zauberkraft zeitlich so weit zurück, bevor Immortus Kontakt zu Zemo, der Enchantress und dem Henker aufgenommen hatten.

Und so ist es auch für die Avengers durch diese Zeitanomalie nie zu dieser Auseinandersetzung gekommen.

  • Erschienen im Oktober 1964
  • Autor: Stan Lee
  • Zeichner: Don Heck & Dick Ayers
  • Vertrieb: Hachette Collections SNC
  • Auftritt von Kang dem Eroberer in einer anderen Rolle

Damals, als man diese Ausgabe der Serie „DIE RÄCHER“ im Williams Verlag gelesen hatte, fragte man sich schon irgendwie, wie viele Schurken es gibt, die wild in der Zeit herum reisen. Denn Kang der Eroberer war ja auch in der Serie bereits bekannt.

Nun, man musste sich schon damals auch übergreifend bei den anderen Serien seitens Marvel etwas auskennen. Denn Immortus ist, ähnlich wie der Gegner der Fantastic Four mit Namen Rama Tut, eigentlich nichts anderes als zwei andere Inkarnationen von eben diesem Kang dem Eroberer.

Oder anders gesagt, er agierte schon zu allen Zeiten in verschiedenen Formen und unter verschiedenen Namen. Das macht diese zehnte Ausgabe allerdings nicht besser. Denn irgendwie konnte mich schon damals in den 1970er Jahren diese Ausgabe in Sachen Spannung nicht wirklich mitnehmen.

 Und warum Iron Man nun unbedingt Rick Jones zu einem vollwertigen Avenger machen wollte, war auch nicht wirklich logisch. Schließlich handelt es sich hier ja weiterhin nur um einen Teenager ohne jegliche besonderen Kräfte oder Fähigkeiten, wenn man es genau betrachtet.

An sich sorgte Kang der Eroberer auch sonst bei Marvel für einige Verwirrungen. Denn auch zur Figur des Dr. Doom, einem der Erzfeinde der Fantastic Four, scheint er ja gewisse Verbindungen zu besitzen.

Lustig hingegen ist, das Giant-Man gegen den biblischen Goliath antreten muss. Und genau den Namen nimmt Hank Pym ja späterhin selbst an (THE AVENGERS Ausgabe 28). Und Herkules ähnelt in keiner Weise dem Herkules, der ebenfalls späterhin in den Reihen der Avengers für die Gerechtigkeit kämpft (THE AVENGERS Ausgabe 38).

Das da auch Merlin mitmischt, da kann man indessen bei den US-Comics locker mal eben ein Auge zudrücken. Denn irgendwie scheint man in den USA diesen Merlin bzw. der Sache mit der Tafelrunde und den Rittern wie einen Fetisch zu pflegen (übrigens auch in so manchen Romanheftserien in Deutschland wie etwa „PROFESSOR ZAMORRA“).

Für mich war sein auftauchen in dieser Ausgabe allerdings eher ein gewaltiger Minuspunkt und hat so meine Meinung gerade über diese inhaltlich doch sehr magere Handlung nicht mal im Ansatz etwas gebessert.

© by Konrad Wolfram

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