Das Haus Zamis 145
1889
von Simon Borner (Christian Humberg)
Im Jahre 1888 gelingt es für eine gewisse Zeit dem Zwerg Ficzko außerhalb von Paris mit der Puppe Juna bei der dämonischen Sippe von Alexandre de Blanquet unterzukommen.
Denn Monsignore Tatkammer sucht ihn immer noch wegen Juna in
ganz Paris.
Georg Zamis indessen kann sich in Paris eher frei bewegen, wendet sich jedoch im Künstlerviertel des Montmartre bald wieder dem Alkohol zu...
...da auch er nicht
weiß, wo er den Zwerg samt Juna noch suchen soll. Dafür
steht wegen eines dämonischen Anschlags die Kathedrale Notre Dame im Jahre 2019
in Flammen. Und selbst das SEK gegen dämonische Umtriebe war nicht in der Lage,
diesen Anschlag vorher zu vereiteln.
Doch
dann tritt aus der brennenden Kathedrale
ein schwarzhaariger junger Mann heraus, welcher eine ebenfalls junge Frau auf
seinen Armen trägt.
Und
die werden zwar von besagtem SEK unter Leitung von Alain Jospin sofort gefangen
gesetzt und verhört. Und auch wenn Jospin sicher ist, es hier eigentlich mit
dämonischen Wesen zu tun zu haben, scheinen Beide jedoch jegliche Erinnerung
verloren zu haben.
In
Paris des Jahres 1889 reist indessen aus Russland der Dämon Mikhail Zamis an,
um bei der „Exposition Demoniaque“ teilzunehmen, welche Asmodi, der Fürst der
Finsternis und Skarabäus Toth als dunkle Alternative zur Weltausstellung in
Paris aufführen wollen.
Inzwischen
trifft Georg Zamis wieder auf Ficzko, mit dem er erneut die Juna-Puppe befreien
muss. Denn der Dämon Alexandre de Blanquet hat sich Juna unter den Nagel
gerissen und Ficzko davongejagt, um mit der Teufelspuppe den Wettstreit der
Schwarzen Familien seitens Asmodi zu gewinnen.
Doch
wie es der Zufall will, trifft Georg auf seinen Vater Michael Zamis, der sich
hier aber noch Mikhail nennt und nicht weiß, dass Georg in der Zukunft einmal
sein eigener Sohn sein wird.
Doch
durch ihn erfahren Georg und Ficzko, das Mikhail Zamis den Wettstreit von
Asmodi damit zu gewinnen versucht, indem er Notre Dame mittels Zeitreise-Magie
in die Zukunft versetzen will.
Nun
weiß Georg, wie er eventuell mit Juna wieder zurück in seine zeitliche Epoche
kommen könnten und verstecken sich deshalb gemeinsam mit Ficzko in der
Kathedrale.
Doch
bei dem magischen Akt scheint bei Mikhail Zamis nicht alles so zu verlaufen,
wie dieser es sich zuerst gedacht hatte. Und dann taucht in der Kathedrale auch
der teuflische Monsignore Tatkammer auf und will Juna wieder in seine Gewalt
bringen.
Allerdings
scheint Notre Dame plötzlich und ohne Grund in Flammen zu stehen. Ist es Georg
und Juna vielleicht doch gelungen, wieder in ihre Zeit versetzt worden zu
sein?
- Veröffentlichung: Am 2. Mai 2026
- Autor: Simon Borner (Christian Humberg)
- Titelbild: Mark Freier
-
Verlag:
Bastei
„Jospin presste Robin das Kreuz auf die Stirn. Die Haut des Dämons qualmte und zischte, und es stank nach verkohlter Brandleiche. Robin schrie vor Schmerz.“ (Das Haus Zamis/Band 145, "1889"/Seite 7)
Gut, wer da mit der jungen Frau auf den Armen aus der
brennenden Kathedrale des Jahres 2019 kommt, kann sich der Leser schon ab Seite
30 des Roman mit dem Titel "1889" an seinen Zehen abzählen. Und das,
ohne das die Spannungskurve deshalb massiv nach unten abgleitet. Denn diese
Spannungskurve liegt durchgängig im ganzen Roman nicht wirklich sehr hoch.
Genau genommen hatte ich diesen Band 145 der Reihe „DAS
HAUS ZAMIS“ auch erst einmal vor mich hingeschoben, nachdem mich der Band 144
von Logan Dee mit dem Titel „DÄMONENSPIEL“ so heftig enttäuscht hatte.
Und der vorliegende Band des Autor Simon Borner konnte
sich auch nicht wirklich bei mir besser einschmeicheln, weshalb ich schon davon
ausgehe, dass der Wurm eher schon im Exposé der laufenden Handlung selbst angelegt sein
dürfte.
Denn auch in "1889" ist die Handlung selbst relativ leicht durchschaubar und das Auftreten eines auf dämonische Umtriebe spezialisiertes Sondereinsatzkommando (SEK) in Paris hat auch irgendwie etwas, als hätte man bei Bastei den G-Man „JERRY COTTON“ und etwas magischen Hokuspokus in einen Mixer gepackt um alles irgendwie dann noch ansprechend gruselig aufhübschen zu können.
Gut ein Totalausfall wie der vorherige Roman „DÄMONENSPIEL“
ist dieser Roman von Simon Borner vielleicht bei mir nun nicht, aber es gelingt
ihm auch nicht, mein Interesse an der Reihe „DAS HAUS ZAMIS“ an diesem Punkt
wieder merklich zu heben.
Und das liegt schlicht daran, dass es hier zum
wiederholten Male offenbar nicht wirklich gelingt, in einem Gruselroman eine
spannende und entsprechend dem Genre gut zu Gesicht stehende düstere Atmosphäre
aufzubauen.
Oder anders gesagt, wenn das Cover des Romans zum zweiten
Mal mehr Atmosphäre eines Gruselromans versprüht als die ganze Handlung, dann
hat die Serie irgendwie gerade ein Problem, welches die Autoren bzw. der
Verfasser möglicher Exposés vielleicht mal überdenken sollten.
© by Konrad Wolfram

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