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Sonntag, 26. April 2026

Dämonenspiel

Das Haus Zamis 144

Dämonenspiel

von Logan Dee (Uwe Voehl)

Coco Zamis trifft im Luxushotel des Dämon Boris Anton Wolkow ein, der aber eigentlich Michael Zamis eingeladen hatte und in Coco nun erst einmal dessen Spionin sieht.

Denn Wolkow will auch einige weitere dämonische Sippen dazu bewegen, den Fürsten der Hölle, Asmodi, von seinem Thron zu stürzen, um diesen für sich in Beschlag nehmen zu können.

Allerdings scheint hier nun auch eine stärkere magische Kraft Cocos Hexenkräfte massiv zu unterdrücken.

Doch das hält Coco nicht davon ab, sich in Wolkows Sohn Alessandro zu verlieben und sich so immer weiter von ihrer bösen Natur wieder zu entfernen.

Aber auch die Neiddämonin Invidia ist im Hotel und hat sogar das Aussehen von Coco angenommen, um sich so als dessen Zwillingsschwester Cici auszugeben. Und Invidia würde aber auch zu gerne Coco vollständig beseitigen, um selbst den Platz der jungen Hexe einnehmen zu können.

Sollte es vielleicht sogar Invidia sein, welche die Hexenkräfte von Coco hier unterdrückt?

In Wien plagt indessen Michael Zamis weiterhin die Eifersucht. Und tatsächlich gelingt es ihm mittels eines tödlich verbrannten Taxifahrers, den er erneut magisch belebt, seinen Nebenbuhler ausfindig zu machen.

Und diesen versucht nun Michael Zamis, auch durch die Ermordung seiner Mitarbeiter, persönlich unter Druck zu setzen.

Leider macht ihm da aber der untote Taxifahrer einen Strich durch die Rechnung, der als Bezahlung mal eben den Dämon ins Jenseits verfrachtet, mit dem Thekla ihrem Ehemann Michael ja die Hörner aufgesetzt hatte.

Am Gardasee müssen indessen Coco und Alessandro versuchen, möglichst viele menschliche Gäste zu schützen, bevor sich das Hotel unter den Mitgliedern der Schwarzen Familie zum Schlachthaus entwickelt.  

  • Veröffentlichung: 18. April 2026
  • Autor: Logan Dee (Uwe Voehl)
  • Titelbild: Mark Freier
  • Verlag: Bastei

„Außerdem hatte ich einen Verdacht: War es Invidia, die dafür verantwortlich war, dass meine Hexenkräfte auf Eis lagen?“ (Das Haus Zamis/Band 144, "Dämonenspiel"/Seite 50)

Das bei Coco "die Hexenkräfte völlig auf Eis liegen", kann man so nicht behaupten. Denn wie ein Wunder (aber eben nicht wirklich logisch), blitzt dann doch hier und da die eine oder andere putzige Hexenkraft - wie z.B. der schnelle Zeitablauf - bei Coco dann doch mal passend auf. Man will als Autor die eigene Heldin ja nicht am langen Arm verhungern lassen.

Genau genommen ist bei diesem Roman aber leider auch das eingetreten, was ich schon seit dem Ende des Bandes 143 von „DAS HAUS ZAMIS“ erwartet hatte, da es nun zu Coco Zamis in ein Luxushotel am Gardasee gehen sollte.

Und so brauchte ich für diesen Roman volle drei Tage, um ihn zu lesen. Und das lag mit Sicherheit nicht daran, weil er so "spannend" gewesen wäre. Vielmehr langweilte er mich massiv.

Die Handlung begann schnell zu nerven und am liebsten hätte ich den Band 144 mit dem Titel „DÄMONENSPIEL“ von Logan Dee auch schon ab der Hälfte einfach nur abgebrochen. Zwar raffte ich mich zum Durchhalten auf, doch der Roman wurde in der zweiten Hälfte schlicht und ergreifend auch nicht besser.

Ganz im Gegenteil. Mitunter kam ich mir sogar veräppelt vor, wenn sich Coco innerhalb der Handlung sogar wundert, dass Dämonen im Kampf gegen die in Panik befindlichen Menschen sogar gewinnen könnten (siehe 59/Spalte 2). Ehrlich, Dämonen müssen am Gardasee ja wirkliche Weicheier sein. Muss an der guten Luft dort liegen ... oder?

Die Handlung an sich ist auch ziemlich kurz zusammengefasst, wie man zu Beginn meines Artikels ja feststellen kann. Und das wirft schlicht auch die Frage auf, ob der Autor hier vielleicht gerade keinen Bock auf eine interessante wie spannende Handlung hatte und hier einfach nur was aufgebläht hat, was man hätte auch auf zehn Seiten abhandeln können?

Da haben wir nämlich eine Heldin, die sich locker flockig wieder in das weiße Lämmchen unter den dämonischen schwarzen Schafen zurückentwickelt. Und auf der Gegenseite z.B. eine intrigante Neiddämonin, die als Hauptgegnerin hier schlicht der Hexe Gundel Gaukeley (aus den Donald Duck Comics) den Rang ablaufen möchte. Spannung oder gar eine gruselige Atmosphäre ... weitgehend Fehlanzeige!

Zumindest habe ich ja noch die Hoffnung, das bis zur Einstellung der Serie „DAS HAUS ZAMIS“ im Bastei Verlag noch ein paar bessere Romane meinen Weg kreuzen. Denn den Roman „DÄMONENSPIEL“ hätte man sich gleich ganz sparen können.

© by Konrad Wolfram

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