Das Haus Zamis 144
Dämonenspiel
von Logan Dee
(Uwe Voehl)
Coco
Zamis trifft im Luxushotel des Dämon Boris Anton Wolkow ein, der aber
eigentlich Michael Zamis eingeladen hatte und in Coco nun erst einmal dessen
Spionin sieht.
Denn
Wolkow will auch einige weitere dämonische Sippen dazu bewegen, den Fürsten der
Hölle, Asmodi, von seinem Thron zu stürzen, um diesen für sich in Beschlag
nehmen zu können.
Allerdings scheint hier nun auch eine stärkere magische Kraft Cocos Hexenkräfte massiv zu unterdrücken.
Doch
das hält Coco nicht davon ab, sich in Wolkows Sohn Alessandro zu verlieben und
sich so immer weiter von ihrer bösen Natur wieder zu entfernen.
Aber
auch die Neiddämonin Invidia ist im Hotel und hat sogar das Aussehen von Coco
angenommen, um sich so als dessen Zwillingsschwester Cici auszugeben. Und
Invidia würde aber auch zu gerne Coco vollständig beseitigen, um selbst den
Platz der jungen Hexe einnehmen zu können.
Sollte
es vielleicht sogar Invidia sein, welche die Hexenkräfte von Coco hier
unterdrückt?
In
Wien plagt indessen Michael Zamis weiterhin die Eifersucht. Und tatsächlich
gelingt es ihm mittels eines tödlich verbrannten Taxifahrers, den er erneut
magisch belebt, seinen Nebenbuhler ausfindig zu machen.
Und
diesen versucht nun Michael Zamis, auch durch die Ermordung seiner Mitarbeiter,
persönlich unter Druck zu setzen.
Leider
macht ihm da aber der untote Taxifahrer einen Strich durch die Rechnung, der
als Bezahlung mal eben den Dämon ins Jenseits verfrachtet, mit dem Thekla ihrem
Ehemann Michael ja die Hörner aufgesetzt hatte.
Am
Gardasee müssen indessen Coco und Alessandro versuchen, möglichst viele
menschliche Gäste zu schützen, bevor sich das Hotel unter den Mitgliedern der
Schwarzen Familie zum Schlachthaus entwickelt.
- Veröffentlichung: 18. April 2026
- Autor: Logan Dee (Uwe Voehl)
- Titelbild: Mark Freier
-
Verlag:
Bastei
„Außerdem
hatte ich einen Verdacht: War es Invidia, die dafür verantwortlich war, dass meine
Hexenkräfte auf Eis lagen?“ (Das Haus Zamis/Band 144,
"Dämonenspiel"/Seite 50)
Das bei Coco "die Hexenkräfte völlig auf Eis
liegen", kann man so nicht behaupten. Denn wie ein Wunder (aber eben nicht
wirklich logisch), blitzt dann doch hier und da die eine oder andere putzige
Hexenkraft - wie z.B. der schnelle Zeitablauf - bei Coco dann doch mal passend
auf. Man will als Autor die eigene Heldin ja nicht am langen Arm verhungern
lassen.
Genau genommen ist bei diesem Roman aber leider auch das
eingetreten, was ich schon seit dem Ende des Bandes 143 von „DAS HAUS ZAMIS“
erwartet hatte, da es nun zu Coco Zamis in ein Luxushotel am Gardasee gehen
sollte.
Und so brauchte ich für diesen Roman volle drei Tage, um
ihn zu lesen. Und das lag mit Sicherheit nicht daran, weil er so
"spannend" gewesen wäre. Vielmehr langweilte er mich massiv.
Die Handlung begann schnell zu nerven und am liebsten
hätte ich den Band 144 mit dem Titel „DÄMONENSPIEL“ von Logan Dee auch schon ab
der Hälfte einfach nur abgebrochen. Zwar raffte ich mich zum Durchhalten auf, doch der Roman
wurde in der zweiten Hälfte schlicht und ergreifend auch nicht besser.
Ganz im Gegenteil. Mitunter kam ich mir sogar veräppelt
vor, wenn sich Coco innerhalb der Handlung sogar wundert, dass Dämonen im Kampf
gegen die in Panik befindlichen Menschen sogar gewinnen könnten (siehe
59/Spalte 2). Ehrlich, Dämonen müssen am Gardasee ja wirkliche Weicheier sein.
Muss an der guten Luft dort liegen ... oder?
Die Handlung an sich ist auch ziemlich kurz
zusammengefasst, wie man zu Beginn meines Artikels ja feststellen kann. Und das
wirft schlicht auch die Frage auf, ob der Autor hier vielleicht gerade keinen
Bock auf eine interessante wie spannende Handlung hatte und hier einfach nur
was aufgebläht hat, was man hätte auch auf zehn Seiten abhandeln können?
Da haben wir nämlich eine Heldin, die sich locker flockig
wieder in das weiße Lämmchen unter den dämonischen schwarzen Schafen
zurückentwickelt. Und auf der Gegenseite z.B. eine intrigante Neiddämonin, die
als Hauptgegnerin hier schlicht der Hexe Gundel Gaukeley (aus den Donald Duck
Comics) den Rang ablaufen möchte. Spannung oder gar eine gruselige Atmosphäre
... weitgehend Fehlanzeige!
Zumindest habe ich ja noch die Hoffnung, das bis zur
Einstellung der Serie „DAS HAUS ZAMIS“ im Bastei Verlag noch ein paar bessere
Romane meinen Weg kreuzen. Denn den Roman „DÄMONENSPIEL“ hätte man sich gleich
ganz sparen können.
© by Konrad Wolfram

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen