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Mittwoch, 7. Januar 2026

Eine dunkle Prophezeiung

Dorian Hunter 192

Eine dunkle Prophezeiung

von Frank Rehfeld

Um den Kristallschirm zu umgehen, der das Schloss vor magischen Aktivitäten schützt, erschafft der Hexer d'arcy ein Portal, das ihn und die zu ihm übergelaufenen Vampire direkt ins Schloss zu Rebecca und Coco bringt.

Diese haben der Übermacht nicht viel entgegenzusetzen und so kann Coco nicht verhindern, dass ihr Sohn Martin aus dem Schloss entführt wird. 

Anschließend öffnet d'arcy Zakums Archiv und kann nach dem Kampf gegen einen Wächter die Prophezeiung an sich nehmen.

Ab hier : Spoilerwarnung!

Hunter gelangt ebenfalls durch das Portal ins Schloss, kann aber Martins Entführung nicht verhindern.

Schließlich gelingt es ihm, Coco zu retten und die meisten Vampire zu vernichten. Als dann das Portal verschwindet, kann d'arcy keine Magie mehr anwenden und wird von dem Wächter getötet, worauf Rebecca den letzten überlebenden Vampir und damit sich selbst tötet.

Hunter nimmt die Prophezeiung an sich und kann sie später entschlüsseln. Daraus geht hervor, wer als der neue Fürst der Finsternis vorgesehen ist: Sein Sohn Martin

Nach dem etwas handlungsarmen zweiten Teil hat dieser finale Teil rund um Martin und die ominöse Prophezeiung schon wesentlich mehr zu bieten. Sowohl was den Fortschritt der Handlung als auch die langsam zunehmende Spannung und gebotene Action betrifft.

Gerade im letzten Drittel überschlagen sich die Ereignisse und es kommt zu einem packenden Showdown, während die Nebenhandlung um die Dorfbewohner zum Glück nur noch wenige Seiten beansprucht.

Dass die Vampirin Rebecca hier ihr Ende findet, ist nicht unbedingt vorhersehbar aber spätestens zu erahnen, als fast alle ihre Diener tot sind, die ja ihre Lebensspanne garantieren. Ihr selbst gewähltes Ende ist somit konsequent und überzeugend.

Auch Hunter macht zwar im Großen und Ganzen eine gute Figur, allerdings fragt man sich, warum er dabei zusieht, wie sein Sohn entführt wird, nur weil die Vampire zu zahlreich sind.

Einen Dämonenkiller hat so ein Umstand sonst auch nicht davon abgehalten, es zumindest zu versuchen, zumal er anschließend dann fast alle Vampire auf einen Streich vernichtet.

Aber natürlich verlangt der Plot, dass die Dinge ihren Lauf nehmen, und dazu gehört, wie man am Ende erfährt, dass Martin wohl für lange Zeit verschwunden bleibt, da er als neuer Fürst der Finsternis vorgesehen ist.

Ob sich die Prophezeiung dann wirklich erfüllt, ist eine spannende Frage. Ebenso, wie die Frage, was der mysteriöse Isbrant mit all dem zu tun hat. Auf die Antworten wird der Leser wohl noch warten müssen.

© by Stefan Robijn

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