Vampire 5
Das heilige Kind
von Miranda de Jessalle (Isabella Archan)
Marcus
von Thule, der Anführer der Vampire von Philadelphia, wird von einem Tibeter
erpresst, der Millionen von ihm fordert, der im Besitz von Blut von einem heiligen Kind ist.
Denn dieses spezielle Blut hat die Fähigkeit, Menschen in dämonische Kampfmaschinen zu verwandeln.
Unterdessen
bekommt es der Vampir Bruce vor einer Disco in New York City mit einen dieser Menschen
zu tun, der sich vor seinen Augen in ein Monster verwandelt und ihn angreift.
Bruce
gelingt es nach einem heftigen Kampf, das Wesen niederzuschlagen, so dass sich
das bewusstlose Monster wieder in einen Menschen verwandelt.
Zudem
entdeckt er eine Phiole, die er mitsamt dem bewusstlosen Tibeter zu Boris Baron
von Kradoc bringt.
Nachdem
der Baron in den Geist des Tibeters Shiho eingedrungen ist, erfährt er von dem
heiligen Kind, woraufhin er Bruce den Auftrag erteilt, nach Tibet zu fliegen,
um dort das Kind ausfindig zu machen und zu töten…
- Erschienen am 11. Dezember 2001
- Titelbild. Romero
- Ein Roman mit Bruce Darkness und Boris Baron von Kradoc
- Erster Auftritt von Marcus von Thule
Obwohl der Roman „DAS HEILIGE KIND“ von der Autorin ISABELLA
ARCHAN überraschend unterhaltsam geschrieben ist, macht jedoch das ganze
Szenario mit dem heiligen Kind, dessen Blut, das Menschen in Dämonen bzw.
Monster verwandelt („Dr. Jeckyll und Mr. Hyde“ lassen grüßen), sowie mit dem
Blutdämon keinen wirklichen Sinn.
Dies trifft allerdings auch auf die Serie „VAMPIRE“ selbst
zu, indem es seit dem Tod von Robert Killroy keinen Protagonisten mehr gibt,
mit dem man sich als Leser identifizieren kann. Stattdessen hat man es darin
nur noch mit unsympathischen Figuren zu tun. Was sich nicht gerade sehr positiv
auf die Serie auswirkt.
Zudem scheint nach dem Tod von Robert Killroy auch das Thema „Vampirjäger“ Vergangenheit zu sein. Denn seit Band 4 bekommen es die Vampire unter anderem mit mysteriösen dämonischen Gegnern aus anderen Dimensionen oder sonstigen dämonischen Wesen. zu tun, was (auch thematisch) überhaupt nicht zu einer Vampir-Serie passt, die sich eher als eine oberflächlich und als eine unausgereifte Misch-Masch-Serie entpuppt.
Da stellt man sich schon die Frage, ob zu der Serie überhaupt ein vernünftiges Konzept existiert hat oder ob die Autoren auch hier schreiben konnten, was sie wollten.
Mit dem Roman „DAS HEILIGE KIND“ gab die Krimi-Autorin ISABELLA ARCHAN im Jahr 2001 ihr Roman-Debüt.
„Miranda de Jessalle war mein Pseudonym, das ich für eine Heftreihe mit Vampirromanen bei Bastei wählte. Für diese Serie namens »Vampire – Imperium der Finsternis« schrieben anonymisiert sogar einige namhafte Autoren.
Der Verlag suchte nach Texten, und da ein Freund wusste, dass ich neben meiner damals aktiven Schauspielerei gerne schrieb, sagte er, ich solle mich dort doch mal bewerben. Gesagt, getan. Zuerst erschien ein Kurzkrimi und dann verfasste ich einen Heftroman als Miranda de Jessalle. Tatsächlich.
Ich bekam von Holger Kappel, der damals als Lektor für die Reihe verantwortlich zeichnete, das Figurenarsenal zugeschickt, und sollte probieren, eine Geschichte drum herum zu bauen.
Also schrieb ich ein Manuskript und sandte es ein. Die korrigierte Fassung, die ich zurückbekam, sah aus wie eine Schularbeit mit der Note ungenügend. Mit einem Minus dahinter.
Ich schreibe ja gelegentlich recht gerne lange Sätze. Die waren ALLE zusammengestrichen, ausnahmslos jeder Nebensatz wurde gekillt. Aber das Heft wurde schließlich mit dem tollen Titel »Das Blut des heiligen Kindes« [oder auch nur als »Das heilige Kind«] veröffentlicht.
Ich schrieb sogar noch ein zweites Heft, doch bevor es erschien, wurde die Reihe, Mitte der Neunziger, eingestellt. Somit war meine Karriere als Autorin romantischer Vampirstories ziemlich schnell passé.“
© by Ingo Löchel
- (1) Isabella Archan

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen