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Mittwoch, 10. Dezember 2025

Isbrant

Dorian Hunter 190

Isbrant

von Frank Rehfeld

Die Vampirin und ehemalige Fürstin der Finsternis Rebecca bekommt in ihrem Exil Besuch von einem Unbekannten, der ihr anbietet, ihr zu helfen und ihr ein neues Domizil zu besorgen. Nach einigem Hin und Her willigt sie ein.

Der Archivar Zakum sucht währenddessen den Engel Larissa auf, die sich nach Nathaniels Tod zusammen mit Abi Flindt ebenfalls in einem Exil versteckt hält.

Nach einem kurzen Kampf tötet Zakum Flindt und nimmt Larissa in seine Obhut, um ihr Potential für sich zu nutzen.

Kurz darauf bekommt auch Coco Zamis Besuch von dem Unbekannten, der sich ihr als Isbrant vorstellt. Dieser erscheint genau in dem Moment, als Phillip plötzlich auf ihren Sohn Martin losgeht und ihn töten will, wobei er wieder orakelhafte Bemerkungen macht.

Isbrant hilft Coco dabei, Martin vor dem tobenden Phillip zu beschützen und bietet an, ihn in Sicherheit zu bringen.

Als ihr klar wird, dass der Fremde sie in ihrem Entschluss beeinflusst hat, stellt sie ihn zur Rede und er offenbart ihr, dass Phillip Martin angriff, um die Welt vor einer neuen Bedrohung zu bewahren, die von dem Jungen ausgeht.

  • Erschienen am 6. Dezember 2025

Mit diesem ersten Roman eines neuen, größeren Abschnitts gibt Frank Rehfeld sein Debüt in der „Dorian Hunter“-Serie, der unter anderem an Serien wie “Der Hexer” und “Dino Land” mitgeschrieben hat.

In seinem ersten Hunter-Roman kommt Hunter selbst zwar nur am Rande vor, dafür gelingt es dem Autor, Coco Zamis so darzustellen, wie man sie kennt und schätzt. Zwar gibt ihr leichtsinniges Verhalten und das blinde Vertrauen in einen Fremden hier zunächst Rätsel auf, allerdings wird das später mit dem Einfluss des mysteriösen Isbrant erklärt.

Was dieser genau plant, oder warum er überhaupt wie aus dem Nichts auftaucht und sich für die Belange der Schwarzen Familie interessiert bzw. sich einmischt, bleibt hier noch im Dunkeln.

Ebenso weiß man noch nicht, was genau Zakum mit Larissa vorhat, bei der es sich um die Tochter von Nathaniel und somit um einen Engel handelt. Bei der Suche nach ihr gerät er an ihren Gefährten Abi Flindt, der nach einem kurzen Kampf von seiner eigenen Axt geköpft wird.

Dass die Macher hier mal eben in ein paar Sätzen eine Figur abservieren, die zwar nicht unbedingt zu den beliebtesten aber doch zu den ältesten der Serie gehörte, wirkt doch etwas übereilt und undurchdacht.

Schließlich ist Abi nach einer lang und breit geschilderten Entwicklung, welche der Figur wohl wieder etwas mehr Profil verleihen sollte, gerade erst dem Tod von der Schippe gesprungen und wird nun mal eben von Zakum buchstäblich einen Kopf kürzer gemacht.

Und das nachdem mit Yoshi gerade erst eine weitere Figur aus der klassischen Ära sterben musste. Offenbar will man hier wohl alte Zöpfe abschneiden.

Abgesehen von einer eher mäßig spannenden Nebenhandlung gelingt Rehfeld hier aber ein durchaus packender Start in den neuen Abschnitt, auch wenn das Ende recht unspektakulär ohne Kämpfe und Action ausfällt und nur mit der für den Leser bereits vorhersehbaren Erkenntnis aufwartet, dass Isbrant Coco zu einer alten Bekannten von ihr bringt. 

Dennoch darf man gespannt sein, wie es weitergeht und was es mit den Andeutungen Isbrant in Bezug auf Hunters Sohn Martin auf sich hat.

© by Stefan Robijn

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