Das Relikt des Terrors
von G. S. Foster
Eigentlich dürfte bei Penelope „Penny“ Archer und ihrem Freund Nick Sanders selbst in dieser winterlichen Stimmung in Washington D.C. die Sonne scheinen.
Doch der Schein trügt.
Denn Nick hat finanzielle Probleme und mit seinen
Büchern läuft es auch nicht mehr rund, während Penny beruflich nun als
Uber-Fahrerin die US-Hauptstadt unsicher macht.
Und dann ist da noch der Lehmkopf, den Nicks ehemaliger Kamerad Zane Tucker bei ihm quasi untergestellt hatte.
Nur den scheint Tucker, der plötzlich nirgendwo mehr auffindbar scheint, auch nicht mehr abholen zu wollen. Und das hat einen verdammt guten Grund ... Angst!
Der Kopf selbst stammt nämlich aus dem Warschauer
Ghetto des Jahres 1943 und soll, ähnlich wie der Golem aus der jüdischen
Mythologie Wünsche erfüllen können, wenn man diese auf einem Zettel geschrieben
in seinen offenen Mund schiebt.
Doch bei diesem Kopf sollte man sich genau
überlegen, was man sich wünscht, denn bisher ist der Wunsch meist negativ
erfüllt worden und danach trachtet dieser Golem auch dem Menschen nach dem
Leben, welcher den Wunsch geäußert hatte.
Penny, die bisher reichlich Erfahrungen mit
verfluchten Relikten hatte, ergreift deshalb die Initiative und wirft den
Golem-Kopf in den nächsten Müllcontainer, da Nick ihr diesen Wunsch
offensichtlich nicht erfüllen will.
Dabei hat der Lehmkopf bereits in dem
fünfzehnjährigen Babysitter der Familie Butler sein erstes blutiges Opfer
gefunden. Doch das wissen Penny und Nick noch nicht, die sich mit den Butlers
angefreundet hatten, die bereits eine süße einjährige Tochter mit Namen Coco
haben.
Doch dann überschlagen sich die Ereignisse als
Lindsay Butler am Morgen den Lehmkopf im Müllcontainer auffindet und ihn mit
zur Arbeit im Smithsonian Naturkundemuseum mitnimmt, um ihn dort zu
untersuchen.
Aber es gibt offenbar zu viele Menschen im Umfeld,
die wegen ihrer persönlichen Sorgen nur zu gerne bereit sind, mit einem Wunsch
es eben auch einmal mit der Mythologie des jüdischen Golem zu versuchen. Denn
wenn das nicht funktioniert, wäre es ja eigentlich auch kein großer Verlust.
Doch dabei ahnen sie nicht, das sie mit ihrem Wunsch
nicht nur ihr eigenes Todesurteil unterschrieben haben. Und selbst Nick, der
eigentlich nicht einmal wirklich an die Erfüllung der Wünsche durch den
Lehmkopf glaubt, lässt sich zu einer gewaltigen Dummheit hinreißen, um Penny
nichts von seinen Problemen erzählen zu müssen.
Die hat inzwischen allerdings Kontakt zum
Geisterjäger Dalton Garland aufgenommen. Und was der hinsichtlich des
Lehmkopfes herausgefunden hat, lässt bei Penny nun alle Alarmglocken klingeln.
Wird etwa auch Nick zu einem weiteren Opfer dieses Golem, dessen Kopf sich
offensichtlich nicht einmal zerstören lässt?
- Das Relikt des Terrors
- Veröffentlichung: 18. Oktober 2026
- Autor: G. S. Foster
- Band 10 der Penny-Archer-Reihe
- ISBN: 979-8-17675359-2
- Taschenbuch ca. 420 Seiten
-
Copyright u. Verlag Sebastian Förster
„Der Schmerz war so unerträglich, dass es für Chase einer Erlösung gleichkam, als seine beiden Augäpfel zerplatzten und er das Bewusstsein verlor, bevor die zwei monströsen Pranken ihm Stücke seiner zerberstenden Schädeldecke ins Gehirn pressten.“ Das Relikt des Terrors/Seite 109/Band 10 der Penny-Archer-Reihe)
Ich muss gestehen, dass ich
nicht nur jedem weiteren Roman des Autor G. S. Foster (Sebastian Förster)
entgegen fiebere, sondern dass dies auch ganz besonders für seine
Penny-Archer-Buchreihe gilt, die ich bisher mit Begeisterung verschlungen
hatte.
Und da macht auch der zehnte
Band mit dem Titel „DAS RELIKT DES TERRORS“ keine Ausnahme. Denn mittlerweile
hat man als Fan und Leser längst ab der ersten Seite eines jeden neuen Roman
aus dem Bereich Thriller/Horror gleich das Gefühl, als treffe man bei der
Hauptfigur Penny Archer nicht nur auf eine alte Freundin, sondern man scheint
sogar schon fasst zur Familie zu gehören.
Und an Spannung mangelt es auch
dieses mal wieder nicht, auch wenn ihr Freund Nick Sanders meist nur
widerwillig an die Schrecken durch paranormale Phänomene glauben möchte.
Dabei müsste gerade er, der nun
mit Penny in Washington D.C. zusammengezogen ist, es eigentlich aus leidlicher
Erfahrung in der Vergangenheit besser wissen (siehe hierzu Band 2, „Der Dämonin den Dünen“).
Es ist hierbei schlicht auch
der recht lebendige Stil des Autor G. S. Foster, welcher seine Protagonistin
für die Leserschaft so verlockend nahbar macht. Aber dies gilt auch durchaus
für die anderen Figuren innerhalb eines Bandes der Penny-Archer-Reihe, welche
niemals wie aufgesetzt wirken, so als wären sie eher ein unlogischer
Fremdkörper im komplexen Handlungsaufbau.
Aber auch die düsteren,
übernatürlichen Elemente weiß der Autor stets in einer positiven Form in die
Handlung einzubetten. Gerade so als wären sie Teil der Realität und weniger ein
Element der Phantastik.
Genau dies ist allerdings auch
eine Fertigkeit, die nicht jeder Autorin bzw. jedem Autor immer so perfekt
gelingen will. Und genau das macht eben hier in dieser Buchreihe auch die stets
wachsende Spannung aus, selbst wenn in dem einen oder anderen Kapitel auch mal
ein wenig Ruhe einkehrt.
Von daher fiebere ich nun auch
schon bereits dem nächsten Band der Penny-Archer-Reihe entgegen, auch wenn
dieser erst irgendwo im Zeitraum des Jahres 2027 erscheinen dürfte. Und das ist
das eigentlich schlimme an dieser Buchreihe, denn sie macht einfach gnadenlos
süchtig nach mehr.
© by Konrad Wolfram

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