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Dienstag, 16. Juni 2026

Tatkammers Sündenfall

Das Haus Zamis 148

Tatkammers Sündenfall

von Logan Dee (Uwe Voehl)

Michael Zamis Ehe ist gerettet, was Thekla ihn auch im Ehebett mehr als intensiv spüren gelassen hat. 

Doch am Morgen überkommt ihn eine seltsame Vorahnung, welche ihn die direkte Nachbarschaft untersuchen lässt.

Und dort trifft er auf Monsignore Tatkammer, welcher ihm den ersten Teil einer seltsamen Prophezeiung offenbart, bevor er wieder verschwindet.

Zwar kann Michael mit diesem finsteren Dämon nichts anfangenm, doch trotz seiner wieder sprichwörtlichen Überheblichkeit bereitet ihm und Thekla diese Prophezeiung dann doch einige Sorgenfalten.

Dann aber taucht Asmodi selbst vor seiner Tür auf und bürdet Michael und Thekla eine ganz neue Aufgabe auf, um seinen Machtanspruch überall zu untermauern. Und hier merkt Michael erst, das er seine gesamte Familie benötigt, um hier bestehen zu können. Doch wo befinden sich Coco, Georg und Juna?

Zu einer anderen Zeit in einer ganz anderen Welt hält Monsignore Tatkammer in seiner Gemeinde in Bamberrg flammende Reden für seinen Gott Abraxas. Doch selbst in seinen Träumen versucht der Teuffel ihn immer wieder auf den dunklen Pfad zu verführen.

Als dann jedoch die missgestaltete Corinna Baumeister gegenüber Tatkammer ihre eigene hübsche Schwester, deren Geliebten und selbst die eigenen Eltern der Hexerei und der Buhlschaft mit dem Bösen bezichtigt, nimmt auch sein eigenes Unglück Fahrt auf.

Denn nur zu gerne würde Tatkammer Corinnas schöne Schwester ganz alleine der Folter unterziehen, um ihr das Böse aus dem Leib austreiben zu können. Auf der anderen Seite muss Tatkammer sich aber auch vor dem Amtsträger der Inquisition, Johannes Curtius und seinen Bütteln in Acht nehmen.

Im Kampf gegen das angebliche Böse steht ihm dabei nur sein Mesmer Franz, der auch ab und an für ihn von der Kanzel herab die Predigten hält, zur Seite. Doch Tatkammer ahnt nicht einmal, wie sehr ihn der Teuffel bereits auf die dunkle Seite zieht.

In unserer Dimension hat Michael Zamis einigen blutigen Spaß während der Fahrt zu seinem Sohn Adalmar in Richtung der Abruzzen. Und dort angekommen eröffnet Adalmar ihm seine neuste Erfindung, mit der er sogar weltweit Einfluss auf Menschen wie Dämonen nehmen kann mittels eines dämonischen Internet. Doch wo Coco, Georg und Juna sind, kann auch er nicht auf Anhieb herausfinden.

Tatkammer wiederum scheint gesundheitlich immer mehr zu schwächeln und verfällt sogar der hässlichen Corinna, die doch eigentlich im Kerker des Amtsträger Curtius sitzen müsste.

Und dieser Umstand lässt ihn an seinem Gott Abraxas immer mehr zweifeln, während er auch der fleischlichen Sünde von Corinna anheimfällt. Doch was passiert, wenn sein Verrat Abraxas dazu zwingt, göttliche Rache zu üben?

  • Veröffentlichung: Am 13. Juni 2026
  • Autor: Logan Dee (Uwe Voehl)
  • Titelbild: Mark Freier
  • Verlag: Bastei

„Bevor er die Tür erreichte und sie aufstieß, schaute er noch einmal zurück: Die Hexe stand hoch oben auf der Kanzel und schändete das Gotteshaus, indem sie grünen Schleim erbrach.“ (Das Haus Zamis/Band 148, "Tatkammers Sündenfall"/Seite 45)

„TATKAMMER SÜNDENFALL“ des Autors Logan Dee wusste mich endlich mal wieder zu begeistern, was aber vielleicht auch daran lag, weil die Handlung wieder weitestgehend vom Bösewicht selbst ausgefüllt wurde.

Michael Zamis lässt indessen zuerst wieder einmal den Überheblichen raushängen. Allerdings schaffte er es, mich in dem Abschnitt sogar etwas zum Lächeln zu bringen, als er sich auf dem Weg in die Abruzzen auf der Fahrbahn austobt. Das mag aber vielleicht auch an meinem tief sitzenden schwarzen Humor liegen.

Was Monsignore Tatkammer betrifft, so erhalten wir hier eine ganz neue Sichtweise auf eine Zeit, in der in seiner Welt noch die Hexenverfolgung vorherrscht und Abraxas der einzig wahre Gott ist.

Das hört sich vielleicht seltsam an, doch ist dies offensichtlich nicht unsere Welt und unsere Dimension. Vielmehr eröffnet uns der Autor hier seine ganz eigene Version eines Multiversums, in dem Tatkammer auf perfide Weise in seiner Kirche in "Bamberrg" auf den dunklen Pfad des "Teuffels" geführt wird.

Das liest sich recht flott und spannend, hat aber auch einen perfekten Anteil hinsichtlich einer düsteren Atmosphäre, von dem ein Gruselroman ja auch eigentlich lebt.

Das hier Bamberg als Bamberg und der Teufel als Teufel mit jeweils einem doppelten Buchstaben geschrieben wird, ist übrigens kein Fehler von mir, sondern scheint die gebräuchliche Form der Schreibweise und Aussprache in dieser besagten Welt in dieser Dimension zu sein. Und ähnliche Welten gibt es laut Aussage - wie sich das für ein Multiversum gehört - in unbekannter Menge.

Besonders interessant ist hier aber auch beschrieben, wie ein doch äußerst gottesfürchtiger Mann wie Tatkammer in die Fänge des Bösen geraten kann, ohne überhaupt zu merken, wie weit er bereits den dunklen Pfaden folgt.

Insgesamt also wusste der Roman mich nun wieder durchweg an die Seiten zu fesseln, was mich ja nach den eher sehr schwachen Vorgängern der Gruselreihe wieder versöhnlich stimmt.

Und offenbar scheinen meine selbst eher etwas kritischen Rezensionen in „THE BLACK STONE MAGAZINE“ dem Autor Uwe Voehl zu gefallen, denn auch meine Kritik zum Band 141 der Serie „DAS HAUS ZAMIS“ fand wieder Erwähnung auf der Seite der „MYSTERY-PRESS“ des vorliegenden Band 148 unter dem Titel „TATKAMMERS SÜNDENFALL“.

Aber die Fans der Serie erhalten auch wieder erneute Hinweise zu den noch ausstehenden drei Taschenbüchern mit insgesamt sechs Romanen der Reihe „DAS HAUS ZAMIS“, welche zwar bereits geschrieben, aber nicht in der Bastei-Reihe veröffentlicht werden.

Denn die sollen eben im Zaubermond Verlag selbst erscheinen. Letzteres wirft aber auch Fragen zu möglichen Abos als Unterstützung der Serie, als auch wieder den anderen finanziellen Unterstützungen auf, was sich besonders an die Fans richtet.

 © by Konrad Wolfram

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