Das Haus Zamis 148
Tatkammers Sündenfall
von Logan Dee
(Uwe Voehl)
Michael Zamis Ehe ist gerettet, was Thekla ihn auch im Ehebett mehr als intensiv spüren gelassen hat.
Doch am Morgen überkommt ihn eine seltsame Vorahnung, welche ihn
die direkte Nachbarschaft untersuchen lässt.
Und dort trifft er auf Monsignore Tatkammer, welcher ihm den ersten Teil einer seltsamen Prophezeiung offenbart, bevor er wieder verschwindet.
Zwar
kann Michael mit diesem finsteren Dämon nichts anfangenm, doch trotz seiner
wieder sprichwörtlichen Überheblichkeit bereitet ihm und Thekla diese Prophezeiung
dann doch einige Sorgenfalten.
Dann
aber taucht Asmodi selbst vor seiner Tür auf und bürdet Michael und Thekla eine
ganz neue Aufgabe auf, um seinen Machtanspruch überall zu untermauern. Und hier
merkt Michael erst, das er seine gesamte Familie benötigt, um hier bestehen zu
können. Doch wo befinden sich Coco, Georg und Juna?
Zu
einer anderen Zeit in einer ganz anderen Welt hält Monsignore Tatkammer in
seiner Gemeinde in Bamberrg flammende Reden für seinen Gott Abraxas. Doch
selbst in seinen Träumen versucht der Teuffel ihn immer wieder auf den dunklen
Pfad zu verführen.
Als
dann jedoch die missgestaltete Corinna Baumeister gegenüber Tatkammer ihre
eigene hübsche Schwester, deren Geliebten und selbst die eigenen Eltern der
Hexerei und der Buhlschaft mit dem Bösen bezichtigt, nimmt auch sein eigenes
Unglück Fahrt auf.
Denn
nur zu gerne würde Tatkammer Corinnas schöne Schwester ganz alleine der Folter
unterziehen, um ihr das Böse aus dem Leib austreiben zu können. Auf der anderen
Seite muss Tatkammer sich aber auch vor dem Amtsträger der Inquisition,
Johannes Curtius und seinen Bütteln in Acht nehmen.
Im
Kampf gegen das angebliche Böse steht ihm dabei nur sein Mesmer Franz, der auch
ab und an für ihn von der Kanzel herab die Predigten hält, zur Seite. Doch
Tatkammer ahnt nicht einmal, wie sehr ihn der Teuffel bereits auf die dunkle
Seite zieht.
In
unserer Dimension hat Michael Zamis einigen blutigen Spaß während der Fahrt zu
seinem Sohn Adalmar in Richtung der Abruzzen. Und dort angekommen eröffnet
Adalmar ihm seine neuste Erfindung, mit der er sogar weltweit Einfluss auf
Menschen wie Dämonen nehmen kann mittels eines dämonischen Internet. Doch wo
Coco, Georg und Juna sind, kann auch er nicht auf Anhieb herausfinden.
Tatkammer
wiederum scheint gesundheitlich immer mehr zu schwächeln und verfällt sogar der
hässlichen Corinna, die doch eigentlich im Kerker des Amtsträger Curtius sitzen
müsste.
Und
dieser Umstand lässt ihn an seinem Gott Abraxas immer mehr zweifeln, während er
auch der fleischlichen Sünde von Corinna anheimfällt. Doch was passiert, wenn
sein Verrat Abraxas dazu zwingt, göttliche Rache zu üben?
- Veröffentlichung: Am 13. Juni 2026
- Autor: Logan Dee (Uwe Voehl)
- Titelbild: Mark Freier
-
Verlag:
Bastei
„Bevor er die Tür erreichte und sie aufstieß, schaute er noch einmal zurück: Die Hexe stand hoch oben auf der Kanzel und schändete das Gotteshaus, indem sie grünen Schleim erbrach.“ (Das Haus Zamis/Band 148, "Tatkammers Sündenfall"/Seite 45)
„TATKAMMER SÜNDENFALL“ des Autors Logan Dee wusste mich
endlich mal wieder zu begeistern, was aber vielleicht auch daran lag, weil die
Handlung wieder weitestgehend vom Bösewicht selbst ausgefüllt wurde.
Michael Zamis lässt indessen zuerst wieder einmal den Überheblichen
raushängen. Allerdings schaffte er es, mich in dem Abschnitt sogar etwas zum Lächeln
zu bringen, als er sich auf dem Weg in die Abruzzen auf der Fahrbahn austobt.
Das mag aber vielleicht auch an meinem tief sitzenden schwarzen Humor liegen.
Was Monsignore Tatkammer betrifft, so erhalten wir hier
eine ganz neue Sichtweise auf eine Zeit, in der in seiner Welt noch die
Hexenverfolgung vorherrscht und Abraxas der einzig wahre Gott ist.
Das hört sich vielleicht seltsam an, doch ist dies
offensichtlich nicht unsere Welt und unsere Dimension. Vielmehr eröffnet uns
der Autor hier seine ganz eigene Version eines Multiversums, in dem Tatkammer
auf perfide Weise in seiner Kirche in "Bamberrg" auf den dunklen Pfad
des "Teuffels" geführt wird.
Das liest sich recht flott und spannend, hat aber auch
einen perfekten Anteil hinsichtlich einer düsteren Atmosphäre, von dem ein
Gruselroman ja auch eigentlich lebt.
Das hier Bamberg als Bamberg und der Teufel als Teufel
mit jeweils einem doppelten Buchstaben geschrieben wird, ist übrigens kein
Fehler von mir, sondern scheint die gebräuchliche Form der Schreibweise und
Aussprache in dieser besagten Welt in dieser Dimension zu sein. Und ähnliche
Welten gibt es laut Aussage - wie sich das für ein Multiversum gehört - in
unbekannter Menge.
Besonders interessant ist hier aber auch beschrieben, wie
ein doch äußerst gottesfürchtiger Mann wie Tatkammer in die Fänge des Bösen
geraten kann, ohne überhaupt zu merken, wie weit er bereits den dunklen Pfaden
folgt.
Insgesamt also wusste der Roman mich nun wieder durchweg
an die Seiten zu fesseln, was mich ja nach den eher sehr schwachen Vorgängern
der Gruselreihe wieder versöhnlich stimmt.
Und offenbar scheinen meine selbst eher etwas kritischen
Rezensionen in „THE BLACK STONE MAGAZINE“ dem Autor Uwe Voehl zu gefallen, denn
auch meine Kritik zum Band 141 der Serie „DAS HAUS ZAMIS“ fand wieder Erwähnung
auf der Seite der „MYSTERY-PRESS“ des vorliegenden Band 148 unter dem Titel „TATKAMMERS
SÜNDENFALL“.
Aber die Fans der Serie erhalten auch wieder erneute
Hinweise zu den noch ausstehenden drei Taschenbüchern mit insgesamt sechs
Romanen der Reihe „DAS HAUS ZAMIS“, welche zwar bereits geschrieben, aber nicht
in der Bastei-Reihe veröffentlicht werden.
Denn die sollen eben im Zaubermond Verlag selbst
erscheinen. Letzteres wirft aber auch Fragen zu möglichen Abos als
Unterstützung der Serie, als auch wieder den anderen finanziellen
Unterstützungen auf, was sich besonders an die Fans richtet.
© by Konrad Wolfram

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