Friedhof für Fremde
von Mark Dawson
Auf einem alten Friedhof in der Nähe eines verlassenen
Dorfes findet man die Leichen einiger jüngerer Mordopfer, bei denen es zunächst
keine Verbindung zu geben scheint.
Darunter die Leichen einiger junger Mädchen und die eines
Mannes, den Atticus Priest in seiner Zeit als Cop verfolgte, weshalb er die
Polizei erneut unterstützt.
Nebenbei nimmt er den Auftrag eines Mannes an, dessen
Tochter vermisst wird.
Nachdem eine Spur ihn ins Drogenmilieu führt, findet er sie zwar recht schnell...
...allerdings stellt sich dann heraus, dass es auch bei
diesem Fall einen Zusammenhang mit den auf dem alten Friedhof entdeckten
Leichen gibt…
- Erschienen am 6. Juni 2022
- Atticus Priest 2
-
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Selfpublishing
Mit dem zweiten Fall des Privatdetektivs Atticus Priest gelingt dem Autor eine Steigerung sowohl in Bezug auf die Komplexität der Handlung, als auch die Spannung, welche diesmal konstant im oberen Bereich bleibt.
Das liegt vor allem daran, dass es hier keine Gerichtsverhandlung gibt,
die sich über das gesamte erste Buch erstreckte, was stellenweise etwas
ermüdend war.
Ebenso wird der im ersten Buch nur angedeutete rote Faden
hier weitergesponnen und mit dem Fall um die auf dem alten Friedhof entdeckten
Leichen verknüpft, da es eine Verbindung zu dem geheimnisvollen Schachgegner
gibt, mit dem Atticus bereits im ersten Fall zu tun hatte.
Zwar muss man den ersten Band nicht unbedingt gelesen
haben, um die Handlung zu verstehen, es empfiehlt sich aber, da der Abschluss
des ersten Falles sich erheblich auf die Arbeit und das Umfeld der Hauptfigur
auswirken.
So verfügt Priest nun über die finanziellen Mittel, um
sich seine Klienten aussuchen zu können, ist aufgrund seines Erfolges bekannt,
und auch sein Ruf hat sich verbessert, was sich auch auf den Umgang mit den
Cops auswirkt, mit denen er hier wieder zusammenarbeiten muss.
Ebenso spielt hier eine Figur eine zentrale Rolle, die im
ersten Buch nur erwähnt wurde, weil sie aus der Zeit stammt, als Priest noch
selbst ein Cop war und die besagte Figur verfolgte.
Hier ist sie nun eines der Opfer, was den Fall umso
spannender macht, da man die Zusammenhänge lange nicht erkennt.
Bemängeln könnte man vielleicht, dass die Lösung in Bezug
auf die Rolle des Auftraggebers eine gewisse Ähnlichkeit mit jener aus dem
ersten Buch aufweist, da der Fall aber in eine ganz andere Richtung geht, kann
man diesen Umstand verzeihen.
Eine weitere Änderung ist das diesmal mehr oder weniger
offene Ende, da sich herausstellt, dass der Fall wohl einen größeren Hintergrund
hat, als man zunächst glaubt.
Da die nachfolgenden Bände aber für einen akzeptablen
Preis zur Verfügung stehen, kann man diesen Umstand auch positiv werten, da die
Handlung langsam komplexer wird.
© by Stefan Robijn

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