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Montag, 23. März 2026

Sturm auf Petrila

Marek der Pfähler 6

Sturm auf Petrila

von Ian Rolf Hill (Florian Hilleberg)

In dem Dorf Petrila überschlagen sich die Ereignisse immer mehr, zumal Dracula längst die Überhand über den Körper von Alexandru, dem Sohn der Mareks hat. 

Aber Dracula zieht mittels des Blutsteins auch die Armee der Schwarzen Vampire unter der Führung von Myxin dem Magier auf seine Seite.

Damit wirkt auch der atlantische Magier und Dämon Myxin schnell wie ein Kaiser ohne Kleider. als dann später auch noch der Schwarze Tod auftaucht und Myxin in der Küche der Mareks angreift, landet der Magier erst mal für einige Zeit ausgeknockt unter deren Küchentisch.

Marie Marek versucht indessen die Menschen des Dorfs in dem Sägewerk zu sammeln, um einen Plan gegen den drohenden Angriff der Vampirfledermäuse zu schmieden, welche Dracula von Myxin mithilfe des Blutstein auf seine Seite ziehen konnte.

So langsam dämmert es aber auch Frantisek Marek, dass Dracula und die Hexe Veruca sich nicht in den dunklen Schlossruinen, sondern im Rathaus von Petrila aufhalten. Und hier kommt es schnell zu Unstimmigkeiten zwischen Veruca und Dracula.

Denn der Fürst der Vampire will unbedingt Seraphina zu seiner Braut machen, anstatt sich erst hinsichtlich der Pläne des Schwarzen Tod zu kümmern. Und so kommt es bald zur Auseinandersetzung zwischen Dracula und Veruca, wobei die Megäre des Schwarzen Tod recht schnell ihr Ende findet.

Aber auch Seraphina verwandelt sich indessen in eine Werwölfin und greift ebenfalls Dracula an.

Und während die Menschen sich im Sägewerk mit Hilfe von Marie Marek gegen die Armee der Schwarzen Vampire zur Wehr setzen müssen, befinden sich Frantisek Marek, Dracula, Seraphina und auch Myxin der Magier in den Ruinen des dunklen Schloss in der letzten großen Auseinandersetzung.

Hierbei gewinnt Myxin die Führung über die Armee der Schwarzen Vampire zurück. Aber auch der Geist von Alexandru bäumt sich noch einmal in seinem Körper auf, um so Dracula entscheidend zu schwächen.

Retten kann Frantisek Marek seinen Sohn allerdings nicht. Dafür ist der Blutstein verloren und Alesandru lebt nicht mehr. Jedoch ist es nun Myxin, welcher den Mareks nun einige Erinnerungen nimmt, um die verlorene Hoffnung und ihre Trauer um den einzigen Sohn zu mildern.

Seraphina geht indessen zurück ins Kloster Snagov, um dort als Nonne Bernadette ihr weiteres Leben zu leben. 

  • Erschienen am 14. März 2026
  • Ein Roman von Ian Rolf Hill (Florian Hilleberg)
  • Titelbild: Thomas Greiwe
  • Taschenheft Band 6 von 6
  • Erscheinungsweise monatlich

„Die Vampirin heulte auf und schlug sich die Hände vors Gesicht. Rauch drang zwischen ihren Fingern hervor, die in der zähen Masse kleben blieben. Die Schreie der Wiedergängerin erstickten darin. Sie kippte zurück und krümmte sich vor Qualen, während sich der ätzende Schleim durch die Haut fraß.“ (Marek der Pfähler: Band 6, "Sturm auf Petrila"/Seite 81)

Gut, ich gebe es zu. Auch wenn sich der Autor Ian Rolf Hill hier alle Mühe gab, ein rasantes Finale auf die Beine zu stellen, hatte ich so meine Schwierigkeiten mit diesem letzten Taschenhaft von „MAREK DER PFÄHLER“.

Und das lag nicht nur daran, dass (wohl zwecks Werbung für die Romanserie „JOHN SINCLAIR“) gefühlt alle 20 Seiten die Mareks oder wer auch immer, den Geisterjäger JOHN SINCLAIR in London anrufen wollte.

Des Weiteren erinnerte der Aufmarsch an höllischen bis recht seltsamen Kreaturen in der sechsteiligen Reihe eh schon mehr an einen dämonischen Eintopf, in dem man alles verwertet, was einem Autor eben noch in den Sinn kommen könnte.

Das allerdings macht trotzdem nicht alles wirklich logisch. Wie etwa der Schwarze Tod, der Myxin hier als seinen Erzfeind hätte mühelos beseitigen können.

Und warum kommt Myxin der Magier überhaupt mit einer Armee von schwarzen Fledermausvampiren daher, die Dracula/Alexandru mit Leichtigkeit durch den Blutstein auf seine Seite ziehen kann. Am Ende aber gelingt es Dracula dann plötzlich nicht mehr. Seltsam, aber so steht es leider geschrieben.

Was die Hexe Varuca (samt ihren Schwestern) nun wirklich ist, daraus wurde ich auch nie wirklich schlau, zumal Veruca in ihrer dämonischen Gestalt wohl wie eine vierarmige Version der Kröte Kühlwalda aussieht, während Frantisek Marek locker in der Gegend rumflitzt wie Catweazle.

Seraphina wiederum, die ja wegen ihrem Bruder den Keim des Werwolf in sich trägt, verwandelt sich dann auch zur Werwölfin im Kampf gegen Dracula und wandelt am Ende im Kloster Snagov zur (angehenden) Nonne Bernadette.

Diese Info dürfte zumindest für die Fans bestimmt interessant sein, die in der Romanserie JOHN SINCLAIR (Band 2484 mit dem Titel „DAS WERWOLF-KLOSTER“) sich  gefragten haben könnten, was die Nonne Bernadette denn mit dem mittlerweile verstorbenen Frantisek Marek zu tun gehabt hatte.

Am Ende entpuppte sich die Miniserie gesamt betrachtet so doch eher als eine wirre Mischung aus einem dämonischen Resteeintopf, obwohl man mit den Standardzutaten für einen Vampirroman auch eine spannende und atmosphärisch sogar bessere Handlung hätte zaubern können.

Und wenn man schon Dracula höchst persönlich aus der Versenkung holt, dann sollte man damit auch eine gute Gruselgeschichte aufbauen können, statt die meiste Zeit nur über ihn zu reden. Eines Myxins oder eines Schwarzen Tods hätte es dann sicherlich auch nicht bedurft.

Insgesamt stütze ich mich bei der Vorstellung des Inhalts von Band 6 wirklich nur noch auf wesentliche Eckpunkte der Handlung und bin eher froh, die Miniserie „MAREK DER PFÄHLER“ damit abgeschlossen zu haben. In der Reihe gab es durchaus wirklich gute Ideen und Ansätze.

Unter dem Strich konnte mich die Ausführung dieser Miniserie aber nicht überzeugen.

© by Konrad Wolfram

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