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Dienstag, 17. Februar 2026

Das Werwolf-Kloster

John Sinclair 2484

Das Werwolf-Kloster

von Ian Rolf Hill (Florian Hilleberg)

„Sehr geehrter Mr Sinclair,  mein Name ist Bernadette, und ich lebe als Nonne im Kloster Snagov, in der gleichnamigen Gemeinde, zirka 40 Kilometer nördlich von Bukarest. 

Der Grund, aus dem ich Ihnen schreibe, ist simpel: Ich benötige Ihre Hilfe!

Ich diene dem Allmächtigen nämlich nicht nur als Nonne, sondern auch als Wächterin eines düsteren Geheimnisses, das eng mit Dracula und seinen Nachkommen verknüpft ist.

 Wir kennen uns nicht, und ich kann daher verstehen, wenn Sie skeptisch sind. Ich hätte Sie wahrscheinlich auch nicht kontaktiert, wenn ein guter Freund von mir noch unter den Lebenden weilen würde. Sie kannten ihn gut, Mr Sinclair, denn er war auch Ihr Freund.

Frantisek Marek, der Pfähler!  Bitte kommen Sie unverzüglich zu mir nach Snagov. Stehen Sie mir bei. Draculas Vermächtnis darf nicht in falsche Hände fallen. Bernadette.“

Aufgrund dieses Schreibens reist der Geisterjäger John Sinclair zusammen mit Bill Conolly nach Rumänien, um mit der Nonne Bernadette im Kloster Snagov  zu sprechen.

Doch das Gespräch erweist sich als wenig informativ, zumal die Nonne dem Geisterjäger ständig ausweicht, insbesondere was das Erbe von Dracula betrifft, was  ihn ärgert  bzw. verärgert.

Während einer Führung durchs Kloster, wird John Sinclair auf eine unbekannte Frau aufmerksam, der er folgt.

Die junge Frau entpuppt sich als Hexe Lulu, einer Dienerin von Lilith, die sich nicht nur im Besitz des verschollenen Vampir-Pendels befindet, das die Fähigkeit besitzt, Vampire aufzuspüren, sondern auch Assungas Zaubermantel trägt.

Lulu setzt ihre Magie ein und verschwindet, bevor John Sinclair eingreifen kann, die zusammen mit ihren beiden Hexenschwestern Polina und Fae in einer Herberge in Snagov wohnt, die hinter einem Artefakt her ist.

Während sich John Sinclair im Kloster aufhält, ist Bill Conolly im Ort Snagov unterwegs, wo er auf die Hexe Fae trifft, die ihm von einem Werwolf erzählt, der in der Nähe des Ortes sein Unwesen treiben soll, die den Reporter verhext und danach mit zu ihren beiden Hexenschwestern in die Herberge nimmt.   

Unterdessen bricht der Geisterjäger in die Bibliothek des Klosters ein, wo er ein Buch mit dem Titel „In Search of Dracula“ auf einem Sekretär findet, in dem sich Notizen von Frantisek Marek befinden…

  • Erschienen am 14. Februar 2026
  • Ein Roman mit Bill Conolly

Letztendlich entpuppt sich das substanzlose und sehr handlungsarme „JOHN SINCLAIR“-Abenteuer „DAS WERWOLF-KLOSTER“ als ziemlich langweilige und wirre Mischung aus Hexen-und Zombie-Roman und was weiß ich nicht alles, in dem der Autor IAN ROLF HILL (aus welchen Gründen auch immer) mehr auf die Handlungen vergangener „JOHN SINCLAIR“-Romane eingeht, als die Geschichte seines eigenen Romans in irgendeiner Weise voranzubringen.

Hierbei sorgt insbesondere auch die Parallelhandlung mit den drei Hexen Lulu, Polina und Fae und dem verzauberten Bill Conolly ebenfalls nur dafür, dass sich die Geschichte des Romans wie ein Kaugummi zieht und künstlich in die Länge gezogen wird, und man dadurch immer wieder den Drang verspürt, diesen äußerst langweiligen Roman einfach beiseite zu legen, damit man ihn nicht weiterlesen muss.   

Zudem zaubert der Autor IAN ROLF HILL in seinem Roman nicht nur das verschollene Vampir-Pendel und Assungas Zaubermantel, der eigentlich zerstört wurde, aus dem Hut, sondern es tauchen auch noch ein ominöses Buch mit dem Titel „In Search of Dracula“ und ominöse Notizen von Frantisek Marek auf, die im Buch versteckt sind, hinter denen anscheinend Lilith her ist.

Am Ende des Romans ist man im Grunde so schlau wie zuvor und  man fragt sich als Leser nicht ohne Grund, was der Autor überhaupt mit diesem völlig belanglosen Roman aus der Serie „GEISTERJÄGER JOHN SINCLAIR“ bezwecken wollte, und wieso das „JOHN SINCLAIR“-Abenteuer überhaupt mit dem Titel „DAS WERWOLF-KLOSTER“ versehen wurde. 

Zudem weist dieser Roman von IAN ROLF HILL einige Diskrepanzen zu den Romanen von HELMUT RELLERGERD auf.

Denn in seinem Roman  behauptet IAN ROLF HILL unter anderem, dass Dracula ein Vampir gewesen ist.

„Dann ist Ihnen auch bekannt, dass Dracula tatsächlich ein Vampir gewesen ist.«

 »Ja, so wie viele andere aus seiner Sippe, darunter auch sein Neffe Kalurac.«

»Kalurac«, murmelte Bernadette und drehte ihre Tasse in den Händen. »Den Namen erwähnte Frantisek des Öfteren. Sie haben ihn vernichtet, nicht wahr?“ („Das Werwolf-Kloster, JS 2484)

Dies steht allerdings im Widerspruch zu den Romanen von HELMUT RELLERGERD.

Denn in „HÜTE DICH VOR DRACULA“ weist HELMUT RELLERGERD unter anderem eindeutig darauf hin, dass Dracula kein Vampir gewesen ist, sondern ein ganz ‚normaler‘ Mensch war, der das alte Blut als Erbe hinterlassen hat, verseuchtes Blut, das über Jahrhunderte hinweg aufbewahrt wurde, wodurch Will Mallmann zu Dracula II wurde.

»Nur war Dracula selbst kein Vampir gewesen, auch wenn er oft so dargestellt wurde.“ (Hüte dich vor Dracula, JS Taschenbuch 99)

Am Schluss noch ein paar Worte zur Figur des Frantisek Marek.

Frantisek Marek gab im “JOHN SINCLAIR”-Roman “DER PFÄHLER”, JS 33, erschienen am 20. Februar 1979, dem ersten Teil der ersten Vampir-Trilogie der Horror-Serie „GEISTERJÄGER JOHN SINCLAIR“, sein Debüt.

Das ist nun schon 47 Jahre her.

In diesem Dreiteiler kämpfte John Sinclair und seine Mitstreiter sowie Marek der Pfähler gegen den Vampir Kalurac.

Gestorben ist Frantisek Marek im Roman „BLUTRAUSCH“, JS 1416, erschienen am 29. August 2005, was wiederum auch schon 20 Jahre her ist.

Da fragt man sich schon, wieso der Autor IAN ROLF HILL so ollen Kram aus der „JOHN SINCLAIR“-Mottenkiste holt.

Denn wieso nimmt man  bei einer Mini-Serie wie „MAREK DER PFÄHLER“ nicht die Chance wahr, eine neue Figur, einen neuen Vampir-Jäger, aufzubauen und in die Serie zu integrieren, der das Erbe von Frantisek Marek übernimmt, um dadurch auch etwas frischen Wind in Horror-Serie zu bringen.

Dies würde doch eher neue Leser zur Serie locken, als eine Mini-Serie mit Frantisek Marek, der  seit 20 Jahren nicht mehr in der Horror-Serie „GEISTERJÄGER JOHN SINCLAIR“ mitspielt…

© by Ingo Löchel

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