Der Hexer 2
Der Seelenfresser
von Wolfgang Hohlbein
Ein
Fluch, der seit 200 Jahren über dem Ort Innsmouth liegt, bewirkt, dass alle
männlichen Nachkommen mit Verkrüppelungen und Entstellungen geboren werden.
Von
diesem Fluch ist auch der neugeborene Sohn von Lowry Temples betroffen, der danach
den Entschluss fällt, sich an den Hexer Roderick Andara zu rächen, von dem angenommen wird, dass er
für diesen Fluch verantwortlich ist.
Daher stellt Templess gemeinsam mit einigen anderen entstellten Einwohner und Freunden aus Innsmouth Robert Craven eine Falle...
...von dem sie fälschlicherweise annehmen,
dass es sich bei ihm um Roderick Andara handelt.
Als
Craven zusammen mit Howard Lovecraft nach Innsmouth zurückkehrt, tappen die
beiden Männer prompt in deren Falle. Diese zünden das Haus an, in dem sich
Craven und Howard aufhalten. Die beiden können zwar vor dem Feuer in die Kanalisation
fliehen, werden aber überwältigt und zu Lowry
gebracht, der Craven töten will, obwohl er erkennen muss, dass es sich bei
Robert um den Sohn von Roderick Andara handelt.
Unterdessen
kommt es zum Streit zwischen Necron und DeVries, da sich der alte Hexenmeister nicht
an das Abkommen halten will, das die beiden Männer geschlossen haben.
Daraufhin beschließt DeVries Necron zu töten. Zusammen mit seinen elf Männern will er am Abend die Wachen ausschalten und danach die Mordtat begehen. Doch der Plan scheitert, als der alten Hexenmeister seine Skelettkrieger auf sie hetzt…
- Erschienen am 30. April 1985
- Titelbild: Les Edwards
Mit dem Roman „DER SEELENFRESSER“ präsentiert der Autor
WOLFGANG HOHLBEIN einen etwas gewöhnungsbedürftiges und auf weite Strecken recht
langweiliges „HEXER“-Abenteuer, in dessen nicht gerade sehr unterhaltsamem Haupthandlung
mit Robert Craven weder eine richtige Spannung noch die interessante „HEXER“-Atmosphäre
aus den „GESPENSTER-KRIMI“-Romanen aufkommen will.
Das liegt unter anderem auch daran, dass das Szenario mit
dem Fluch handlungstechnisch nicht allzu viel hergibt, an dessen Ende ich immer
noch nicht wusste, wer denn nun der titelgebende Seelenfresser gewesen ist.
Ein bisschen Abwechslung kommt allerdings durch die
Parallelhandlung mit Necron und DeVries auf, die weit interessanter und unterhaltsamer
aufgebaut ist, als die misslungene 08/15-Handlung mit Robert Craven. Aber auch
in dieser Parallelhandlung weiß man als Leser am Ende nicht, was das Ganze
überhaupt soll.
© by Ingo Löchel

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