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Freitag, 20. März 2026

Im Bluthaus

Das Haus Zamis 139

Im Bluthaus

von Susanne Wilhelm

Juna findet sich als Hausmagd der Blutgräfin Elisabeth Bathory in der Zeit um 1600 wieder, von wo sie nur mit ihrer Fähigkeit fliehen kann, die sie aus eigenem Skrupel jedoch nicht benutzen will.

Denn diese Kraft der Wünsche ist für ihr Umfeld meist ein bösartiger Fluch.

Allerdings gelingt es ihr auch, das Geheimnis des Zwerg Ficzko herauszufinden. Denn der ködert junge Frauen auch für sich, um sie dann mit einem bestimmten magischen Ritual in lebende Puppen zu verwandeln.

Doch als Juna versucht, auf bitten der Puppe Magda, einer ehemaligen jungen Magd, sie aus ihren Käfigen zu befreien, welche im Dachgebälk hängen, kommt ihr Ficzko auf die Schliche. Und so verwandelt er auch sie in eine seiner lebendigen Puppen.

Doch diese Magie stammt nicht von ungefähr und ist für Ficzko mit einer erschreckenden Gegenleistung verbunden. Denn so ist er von einem schattenhaften Dämon abhängig, welcher seinerseits von dem Zwerg selbst lebende hübsche Puppen verlangt. Und diese setzt der Dämon offensichtlich ein um kleine Kinder in seine blutige Falle zu locken.

In der Gegenwart ist es indessen Coco Zamis, welche ihren Plan, ihren eigenen Vater als Oberhaupt der Schwarzen Familie zu entmachten und an seine Stelle zu treten, weiter verfolgt.

Und eine Möglichkeit hierzu ist eine eher bizarre Modenschau der Thanner-Sippe, welche aus Hexern und Vampiren besteht. Und so setzt Coco auch alles daran, selbst eine persönliche Einladung zu diesem Event der Dämonen zu erhalten.

Denn eines ist für Coco klar, wenn man an die Spitze der Schwarzen Familien in Wien will, sollte man Asmodi selbst ebenfalls im Rücken haben. Ein Umstand, den auch Georg Zamis weiß, welcher sich nun auch auf diese Veranstaltung schmuggeln will. Denn er versucht immer noch Juna zu retten, auch wenn er noch nicht weiß, was Coco mit ihr angestellt hat.

Doch auch sonst läuft es für Coco nicht wirklich rund auf der Veranstaltung. Denn Asmodi ist noch nicht erschienen, und unerwartet sind auch ihre Eltern Michael und Thekla Zamis auf der Veranstaltung von Carl Thanner präsent.

Und dann bringt genau dieser auch noch eine Anzahl von lebenden Puppen auf die Bühne, welche vor Jahrhunderten ihr Vorfahre Rudolphus Thanner in seinen Besitz gebracht hatte.

Und genau hier erkennt Georg in einer der Puppen Juna wieder und setzt nun alles auf eine Karte, um sie aus den Klauen der Thanner-Sippe, als auch vor seiner eigenen Schwester Coco zu retten.

  • Veröffentlichung: Am 7. Februar 2026
  • Autor: Susanne Wilhelm
  • Titelbild: Mark Freier
  • Verlag: Bastei

„Nach und nach spickte die Blutgräfin ihr Opfer mit Nadeln, immer darauf bedacht, dabei keine lebenswichtigen Organe zu treffen. Ficzko wusste nicht mehr, wann sie begonnen hatte, Gefallen daran zu finden, ihre Opfer zu foltern.“ (Das Haus Zamis/Band 139, "Im Bluthaus"/Seite 44)

Vorab sei hier jedoch zuerst darauf hingewiesen, dass bei den Daten zum letzten von mir verfassten Artikel des Bandes 138 mit dem Titel „DER TEUFEL IN MIR“, ein Fehler meinerseits beim Erscheinungsdatum vorlag.

Denn der Roman erschien nicht wie dort angegeben am 28. Februar 2026, sondern bereits am 24. Januar 2026 im Bastei Verlag. Man wird halt älter ... irgendwie.

Aber nun zum vorliegenden Roman mit dem Titel „IM BLUTHAUS“ von der Autorin Susanne Wilhelm. Die Handlung selbst liest sich recht interessant, zumal der eher wichtigste Teil der Handlung sich um die Zeit 1600 dreht, in der Juna mit dem Zwerg Ficzko Dank Coco Zamis gelandet ist.

Und so bekommen wir sowohl einen Einblick in das Wesen und das sadistische Verhalten der Blutgräfin Elisabeth Bathory geboten, als auch in das bizarre Geheimnis des Zwerg Ficzko, der hübsche Mädchen in lebende Puppen verwandelt.

Und irgendwo hier schließt sich am Ende dann auch der Kreis wieder zur Gegenwart, in der Coco Zamis nun versucht, nicht nur ihren Vater als Oberhaupt der Schwarzen Familie von Wien zu ersetzen, sondern wohl auch Ambitionen zu zeigen beginnt, Asmodi selbst vom Thron der Hölle zu stürzen, um so dessen Platz einnehmen zu können.

Nur so richtig mitreißen konnte mich die Handlung allerdings mitunter nur bedingt, weil man irgendwie das Gefühl nicht los wurde, es hier einmal wieder mit einem Lückenfüller zu tun zu haben, bei dem die Autorin nicht wirklich bei der Handlung in die Vollen gehen konnte oder vielleicht nicht durfte.

Allerdings ist die Handlung auch nicht schlecht und durchaus lesenswert mit einer recht positiven gruseligen Atmosphäre. Nur bringt der Roman die Handlung an sich kaum wirklich weiter. Denn was die Zamis-Sippe betrifft, wartet man ja eigentlich schon auf einen großen Knall.

So aber haben weder Michael noch Thekla Zamis immer noch nicht bemerkt, dass sie mal wieder auf eine Hinterlist seitens Asmodi und Hieronymus Toth hereingefallen sind, als sie Coco so bereitwillig auf die Seite des Bösen zogen.

An anderer Stelle nervt es aber auch ein wenig, ständig über die Skrupel von Juna zu lesen, die ihre einzige magische Fähigkeit nicht einsetzen will, nur weil diese für ihr direktes Umfeld schreckliche Folgen haben könnte. Und als sie es dann doch will, da klappt es dann eben nicht mehr, weil sie nun offensichtlich eine Puppe ist.

Da frage ich mich schon etwas, warum man ihr diese Fähigkeit überhaupt zugeschrieben hat?

Denn wenn man schon im Haus der Blutgräfin und einem bösartigen Zwerg in der Vergangenheit gefangen ist, sollte einem doch das Hemd näher sein als die Hose, um es mal salopp auszudrücken.

 © by Konrad Wolfram

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