Das Haus Zamis 138
Der Teufel in mir
von Logan Dee
(Uwe Voehl)
Seit
die Familie Zamis Coco auf wirklich üble Weise durch den Dämon im Knaben Justus
und unter Einwirkung des Exorzismus des dunklen Pater auf die Seite des Bösen
gezogen hat, ist sie wie verwandelt.
Und ihre Boshaftigkeit lernen im Cafe Zamis dann auch ihre bisher besten Freunde schnell am eigenen Leib kennen.
Besonders Juna leidet bald unter der Bösartigkeit von Coco, welche sie immer mehr im Cafe vor den anderen Dämonen demütigt.
An
anderer Stelle beginnt ein weiterer Abschritt in dem heimtückischen Plan von
Asmodi und dem dunklen Schiedsrichter Hieronymus Toth. Denn letzterer trifft
sich heimlich mit Thekla Zamis, welche Juna immer noch nicht wirklich als ein
Familienmitglied der Zamis akzetieren will.
Toth
unterbreitet Thekla einen Plan, wie man diese Juna endlich beseitigen kann,
ohne das sie Michael Zamis Zorn heraufzubeschwören. Und hierfür muss sie nun
nur noch Coco in diesen hinterhältigen Plan einbeziehen.
Luna
trifft kurze Zeit später auf den Zwerg Ficzko, welcher ihr seit langem wieder
Freundlichkeit entgegenbringt. Und der würde sie nur zu gerne mit seiner Herrin
in Kontakt bringen, welche Juna eine neue Unterkunft und Aufgabe bieten könnte.
Und
da für Juna die ständigen Schikanen durch Coco und den anderen im Cafe Zamis
immer unerträglicher werden, beschließt sie einem Treffen mit Ficzkos Herrin im
Ungarischen Haus in der Augustinerstraße um Mitternacht nach zu kommen.
Auch
Georg Zamis, welchen Luna um Hilfe ersucht hatte, trifft etwas verspätet vor
dem Ungarischen Haus ein, und wird dort von Ficzko angegriffen. Nun weiß er,
das er offenbar zu spät gekommen ist, um Juna noch beistehen zu können.
Juna
ist indessen in einer Folterkammer im Ungarischen Haus angelangt, in der gerade
die Leiche einer jungen Frau aufgehangt ausblutet.
Auch
Coco ist dort und badet, wie ehemals die Blutgräfin Elisabeth Bathory im Blut
ihres gefolterten weiblichen Opfers.
Entkommen
kann Juna ihr auch nicht mehr, denn sie soll laut Coco ihr Leben nun hier in
der Folterkammer fristen, welche auch zeitlich nicht mehr in der Gegenwart,
sondern zurückversetzt im sechzehnten Jahrhundert existiert.
Indessen
erzwingt Coco, wieder zurück in der Gegenwart, von ihren Eltern wieder das
Wohnrecht in der Villa Zamis. Denn Michael und Thekla ahnen noch nicht, was für
einen gewaltigen Fehler sie gemacht haben, als sie Coco auf die Seite des Bösen
gezogen haben.
Denn
Coco plant, sich nun selbst an die Spitze der Zamis-Sippe zu stellen und ihren
Vater Michael eventuell zu entmachten. Hierfür sammelt sie nicht nur weitere
Clans der Schwarzen Familie von Wien um sich, sondern es kommt sogar zu einer
mörderischen Auseinandersetzung zwischen Coco und ihrem Bruder Georg.
- Veröffentlichung: 28. Februar 2026
- Autor: Logan Dee (Uwe Voehl)
- Titelbild: Mark Freier
-
Verlag:
Bastei
"Dummerchen. Es stellt nichts dar. Es ist eine Folterkammer. Du musst wissen, dass das Blut zu Tode gequälter Menschen eine ganz spezielle Magie besitzt. Wenn sie in dem Moment, in dem sie höchsten Schmerz empfinden, sterben, ist ihr Lebenssaft besonders wertvoll." (Das Haus Zamis/Band 138, "Der Teufel in mir"/Seite 49)
Dem Autor Logan Dee ist es hier gelungen, den Staffelstab
von Marcus Michael Thurner problemlos zu übernehmen, ohne nun dessen etwas
skurrilen Humor innerhalb der Handlung weiter zu führen.
Und der Roman fängt auch gleich recht stimmig wie böse an
und nahm mich als Leser gleich gespannt mit in die vorliegende Handlung.
Die recht finstere wie bedrohliche Atmosphäre wird sogar
bis zum Ende des Finale der Handlung weiter nach oben geschraubt, da die
Zamis-Sippe offenbar selbst noch nicht in ihrer Überheblichkeit begriffen zu
haben scheint, das sie mit Coco nun auf der Seite des Bösen, sich gleichsam
eine gefährliche Gegnerin herangezogen haben.
Denn sie scheint nun im Zweifelsfall auch bei ihren
Plänen über die Leichen der eigenen Familie gehen zu wollen.
An Spannung besteht im Band 138 mit dem Titel „DER TEUFEL
IN MIR“ also wirklich kein Mangel. Gleichsam offenbart sie aber auch wieder
einmal, wie schnell ein Michael Zamis oder seine Frau Thekla falsche
Entscheidungen eben aus purer Überheblichkeit zu fällen bereit sind. Wirkliche
Vorsicht z.B. gegenüber einem Hieronymus Toth sieht zumindes anders aus.
Und so wirken die Mitglieder der Zamis-Sippe bei ihren
finsteren Plänen schnell wieder selbst wie Schachfiguren, die auf völlig
ungeschickte Weise agieren und offenbar im Rausch ihrer hohen Stellung in der
Schwarzen Familie von Wien, wieder einmal kopflos auf die nächste Falle zu rennen.
Andererseits macht eine äußerst böse Coco wirklich
richtig Spaß, so dass ich hiervon gerne noch eine Weile mehr von lesen möchte.
Denn seien wir mal ehrlich, eine wirklich gute wie
spannende Geschichte steht und fällt nicht unwesentlich mit den Schurken.
Wirken die nicht glaubwürdig oder in ihrer Art nur geschwätzig und dumm, reißen sie die Spannung leider auch
flott ins Bodenlose.
Insgesamt war „DER TEUFEL IN MIR“ also ein sehr
lesenswertes wie kurzweiliges Vergnügen und dürfte den Fans guter
Horror-Geschichten sicherlich viel Freude bereiten. So darf es also gerne auch
weiter gehen.
© by Konrad Wolfram

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