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Mittwoch, 11. März 2026

Der Teufel in mir

Das Haus Zamis 138

Der Teufel in mir

von Logan Dee (Uwe Voehl)

Seit die Familie Zamis Coco auf wirklich üble Weise durch den Dämon im Knaben Justus und unter Einwirkung des Exorzismus des dunklen Pater auf die Seite des Bösen gezogen hat, ist sie wie verwandelt.

Und ihre Boshaftigkeit lernen im Cafe Zamis dann auch ihre bisher besten Freunde schnell am eigenen Leib kennen.

Besonders Juna leidet bald unter der Bösartigkeit von Coco, welche sie immer mehr im Cafe vor den anderen Dämonen demütigt.

An anderer Stelle beginnt ein weiterer Abschritt in dem heimtückischen Plan von Asmodi und dem dunklen Schiedsrichter Hieronymus Toth. Denn letzterer trifft sich heimlich mit Thekla Zamis, welche Juna immer noch nicht wirklich als ein Familienmitglied der Zamis akzetieren will.

Toth unterbreitet Thekla einen Plan, wie man diese Juna endlich beseitigen kann, ohne das sie Michael Zamis Zorn heraufzubeschwören. Und hierfür muss sie nun nur noch Coco in diesen hinterhältigen Plan einbeziehen.

Luna trifft kurze Zeit später auf den Zwerg Ficzko, welcher ihr seit langem wieder Freundlichkeit entgegenbringt. Und der würde sie nur zu gerne mit seiner Herrin in Kontakt bringen, welche Juna eine neue Unterkunft und Aufgabe bieten könnte.

Und da für Juna die ständigen Schikanen durch Coco und den anderen im Cafe Zamis immer unerträglicher werden, beschließt sie einem Treffen mit Ficzkos Herrin im Ungarischen Haus in der Augustinerstraße um Mitternacht nach zu kommen.

Auch Georg Zamis, welchen Luna um Hilfe ersucht hatte, trifft etwas verspätet vor dem Ungarischen Haus ein, und wird dort von Ficzko angegriffen. Nun weiß er, das er offenbar zu spät gekommen ist, um Juna noch beistehen zu können.

Juna ist indessen in einer Folterkammer im Ungarischen Haus angelangt, in der gerade die Leiche einer jungen Frau aufgehangt ausblutet.

Auch Coco ist dort und badet, wie ehemals die Blutgräfin Elisabeth Bathory im Blut ihres gefolterten weiblichen Opfers.

Entkommen kann Juna ihr auch nicht mehr, denn sie soll laut Coco ihr Leben nun hier in der Folterkammer fristen, welche auch zeitlich nicht mehr in der Gegenwart, sondern zurückversetzt im sechzehnten Jahrhundert existiert.

Indessen erzwingt Coco, wieder zurück in der Gegenwart, von ihren Eltern wieder das Wohnrecht in der Villa Zamis. Denn Michael und Thekla ahnen noch nicht, was für einen gewaltigen Fehler sie gemacht haben, als sie Coco auf die Seite des Bösen gezogen haben.

Denn Coco plant, sich nun selbst an die Spitze der Zamis-Sippe zu stellen und ihren Vater Michael eventuell zu entmachten. Hierfür sammelt sie nicht nur weitere Clans der Schwarzen Familie von Wien um sich, sondern es kommt sogar zu einer mörderischen Auseinandersetzung zwischen Coco und ihrem Bruder Georg.

  • Veröffentlichung: 28. Februar 2026
  • Autor: Logan Dee (Uwe Voehl)
  • Titelbild: Mark Freier
  • Verlag: Bastei

"Dummerchen. Es stellt nichts dar. Es ist eine Folterkammer. Du musst wissen, dass das Blut zu Tode gequälter Menschen eine ganz spezielle Magie besitzt. Wenn sie in dem Moment, in dem sie höchsten Schmerz empfinden, sterben, ist ihr Lebenssaft besonders wertvoll." (Das Haus Zamis/Band 138, "Der Teufel in mir"/Seite 49)

Dem Autor Logan Dee ist es hier gelungen, den Staffelstab von Marcus Michael Thurner problemlos zu übernehmen, ohne nun dessen etwas skurrilen Humor innerhalb der Handlung weiter zu führen.

Und der Roman fängt auch gleich recht stimmig wie böse an und nahm mich als Leser gleich gespannt mit in die vorliegende Handlung.

Die recht finstere wie bedrohliche Atmosphäre wird sogar bis zum Ende des Finale der Handlung weiter nach oben geschraubt, da die Zamis-Sippe offenbar selbst noch nicht in ihrer Überheblichkeit begriffen zu haben scheint, das sie mit Coco nun auf der Seite des Bösen, sich gleichsam eine gefährliche Gegnerin herangezogen haben.

Denn sie scheint nun im Zweifelsfall auch bei ihren Plänen über die Leichen der eigenen Familie gehen zu wollen.

An Spannung besteht im Band 138 mit dem Titel „DER TEUFEL IN MIR“ also wirklich kein Mangel. Gleichsam offenbart sie aber auch wieder einmal, wie schnell ein Michael Zamis oder seine Frau Thekla falsche Entscheidungen eben aus purer Überheblichkeit zu fällen bereit sind. Wirkliche Vorsicht z.B. gegenüber einem Hieronymus Toth sieht zumindes anders aus.

Und so wirken die Mitglieder der Zamis-Sippe bei ihren finsteren Plänen schnell wieder selbst wie Schachfiguren, die auf völlig ungeschickte Weise agieren und offenbar im Rausch ihrer hohen Stellung in der Schwarzen Familie von Wien, wieder einmal kopflos auf die nächste Falle zu rennen.

Andererseits macht eine äußerst böse Coco wirklich richtig Spaß, so dass ich hiervon gerne noch eine Weile mehr von lesen möchte.

Denn seien wir mal ehrlich, eine wirklich gute wie spannende Geschichte steht und fällt nicht unwesentlich mit den Schurken. Wirken die nicht glaubwürdig oder in ihrer Art nur geschwätzig  und dumm, reißen sie die Spannung leider auch flott ins Bodenlose.

Insgesamt war „DER TEUFEL IN MIR“ also ein sehr lesenswertes wie kurzweiliges Vergnügen und dürfte den Fans guter Horror-Geschichten sicherlich viel Freude bereiten. So darf es also gerne auch weiter gehen.

© by Konrad Wolfram  

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