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Sonntag, 15. Februar 2026

Gefangen

Das Haus Zamis 134

Gefangen

von Logan Dee (Uwe Voehl)

Coco Zamis erhält hier endlich die Antwort von Baal selbst darauf, wer oder besser was ihre ehemals tote Schwester Vera ist.

Denn eigentlich ist sie nur eine lebendig gewordene Projektion aus den Gedanken und Erinnerungen der Zamis-Sippe.

Doch zur Flucht verhilft dies Coco trotzdem nicht, denn nur zu schnell wird sie von den Schwärmen aus Fliegen von Baal auch wieder unter die Klauen der Hexe Oana und ihrem Sohn, dem Wehrhund Radu gebracht.

Dabei versucht Radu sogar, sich an Coco zu vergehen, was ihm allerdings nicht gelingt. Gleichsam haben die Callas, Karl, Tschick und Vlatko die Temeschburg erreicht, um ihrerseits Coco zu finden. Doch auch sie werden von Unmengen von Fliegen attackiert.

Da dabei auch Karl schwere Verbrennungen erfährt, ist man bald auf der Suche nach einem geeigneten Arzt. Doch im magischen Wald von Hoia' Baciu treffen sie da eher auf ein Dorf voller hinterlistiger Bewohner, die zum Teil sogar verstümmelt sind. Und die sind insgeheim gierig auf das Fleisch der Lebenden.

Zeit also für Vlatko dem Speiteufel, seinen inneren Egoismus und seine Feigheit zu überwinden, um nicht nur die herannahenden Schwärme von Fliegen erneut mit Feuer zu bekämpfen um seine Freunde zu retten.

Indessen trifft auch Thekla auf Vera. Doch sie ahnt, dass dies niemals wirklich ihre Tochter sein kann und flieht kopflos durch den magischen Wald. Doch hierbei wird sie auch von einem anderen Wesen niedergeschlagen.

Als Thekla in einer Erdhöhle erwacht, sieht sie sich einem grünen Gnom mit Namen Alvin gegenüber. Doch Alvin ist weder menschlich noch dämonisch, sondern ein Naturwesen, dessen Gattung hier ebenfalls grausam unter dem Einfluss von Baal zu leiden hat.

Alvin  seinerseits ist bereit, Thekla in ein Dorf zu bringen, in dem sich eventuell ein weiterer Zamis befinden könnte. Als Thekla dort Coco vorfindet, gilt es erst einmal, die eigene Tochter aus der Gewalt von Oana und Radu zu befreien.

Zwar sind sie noch immer ihrer magischen Kräfte beraubt, doch sowohl Thekla als auch Coco schicken sich an, durch einer Hexensalbe von Oana unsichtbar gemacht, den Thronsaal von Baal zu stürmen um ihn zu besiegen und dem magischen Wald zu entkommen.

Ihnen zu Hilfe eilen hierzu auch die wilde Horde der Gnome, die seltsamer Weise aber Thekla und Coco sehen können, trotz der magischen Hexensalbe. Baal indessen ist weg, doch dafür finden sie Michael Zamis und Coco, während es draußen zu einer Schlacht zwischen Dämonen und hunderten von Gnomen kommt.

Doch bevor durch Baals eingreifen der gesamte Kopmlex in die Tiefe gerissen wird, finden die Zamis auch Cocos Freunde wie die Callas oder Tschick wieder.

Gemeinsam machen sie sich nun auf nach Wien, um dort den Kampf gegen Baalthasar Zebub und Skarabäus Toth aufnehmen zu können.  

  • Veröffentlichung: Am 29. November 2025
  • Autor: Logan Dee (Uwe Voehl)
  • Titelbild: Mark Frieier
  • Verlag: Bastei

"Ahnst du es wirklich nicht? Wer könnte so mächtig sein, mich wieder und wieder zu erschaffen, wenn nicht Baal?"

"Baal?"

"Baalthasar Zebub, Beelzebub, Baal ... mein Herr hat viele Namen ..." (Das Haus Zamis/Band 134, "Gefangen"/Seite 1)

Genau genommen hatte ich beim lesen des Roman „GEFANGEN“ von Logan Dee irgendwie den Verdacht, es hier nun zuerst mit einer Art Lückenfüller zu tun zu haben.

Zwar wird man als Leser hier gleich mit mehreren Schauplätzen bedient, weil die Zamis und die Freunde von Coco sich an verschiedenen Orten befinden und Baal offenbar auch Zeit und Raum nach Belieben manipulieren kann. Aber Spannung bleibt trotzdem eher Mangelware.

Und dann zaubert uns der Autor dann auch noch eine "wilde Horde" von Naturwesen aus dem Hut, die ebenfalls hier mächtig zwischen den Stühlen sitzen. Klar das Thekla Zamis bei Alvin da erst einmal den Keim des Widerstand säen muss.

Aber ehrlich, wirklich mitfiebern konnte ich hier als Leser nicht, auch wenn es da die eine oder andere kuriose Entwicklung gibt. Denn hier passen zu viele Dinge plötzlich einfach unglaubwürdig wie zu perfekt zusammen, so dass man das Wort Logik eigentlich vergessen sollte.

Und gerade hier merkt man mal wieder deutlich, dass genau diese sich so mächtig gebende Zamis-Family innerhalb der Schwarzen Familie ohne die Hilfe von anderen eigentlich massiv schlechte Karten hat.

Weshalb dann auch vom Autor mal flott weitere seltsame Kreaturen aus dem Hut gezogen werden wie dieses Naturwesen Alvin und seine Horden, um den Zamis zum Sieg zu verhelfen.

Leider führt dieses Gefühl, es hier eigentlich nur mit einem eher unglaubwürdigen Füllroman zu tun zu haben auch dazu, dass ich ihn mit locker zwei längeren Unterbrechungen gelesen hatte, weil er mich als Leser eher kaum noch wirklich mitfiebern ließ.

Das liegt aber auch daran, weil der eigentliche und interessante Gegenspieler Baal hier eher in eine Statistenrolle verkommt, was den Vorgängerromanen daher leider auch in Sachen Spannung und Atmosphäre nicht mehr gerecht wird.

Genau genommen entwickelte sich die vorliegende Handlung des Roman „GEFANGEN“ für mich sogar wie eine recht skurrile Neuinterpretation von Alice im Wunderland an. Nur eben ohne Alice, dem Hutmacher, der Grinsekatze oder dem weißen Kaninchen mit Zeitproblemen.

Denn ohne Zugriff auf die eigenen magischen Kräfte, nur mit etwas Hexensalbe um sich Unsichtbar zu machen und plötzlich auftauchenden kämpferischen Gnomen, eilen Coco und Thekla plötzlich von einem Erfolg zum nächsten.

Das aber nenne ich dann doch eher einen unglaubwürdigen Handlungsverlauf, da wohl dem Autor gerade in diesem Roman die wirklich guten Ideen ausgegangen zu sein scheinen. Sorry, aber der Roman war eine glatte Enttäuschung auf der ganzen Linie.

 © by Konrad Wolfram

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