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Samstag, 14. Februar 2026

Das pfeifende Zimmer

Das pfeifende Zimmer

von William Hope Hodgson

Carnacki wird von dem Amerikaner Sid K. Tassoc gebeten, der vor einiger Zeit das Schloss Iastrae, etwa 20 Meilen nordöstlich von Galway, gekauft hat, ein unheimliches, pfeifendes Geräusch in einen der Zimmer des Schlosses zu untersuchen.

Der Geister-Detektiv übernimmt die Nachforschungen und durchsucht die gesamten Räumlichkeiten, kann aber keine Erklärung für das pfeifende Geräusch finden.  

Als er sich dem großen Kamin des Zimmers nähert, beginnt plötzlich das Pfeifen, und ein unnatürliches Wesen manifestiert sich. 

Aber Carnacki gelingt die Flucht aus dem Raum und verschließt hinter sich die Tür.  Als das Pfeifen erneut ertönt, entscheidet er sich dafür, von außen einen Blick ins Zimmer zu werfen und steigt dafür auf eine Leiter.  

Als er die Hilfeschreie von Sid K. Tassoc aus dem Zimmer hört, steigt er durch das Fenster in den Raum.

Aber Carnacki wurde getäuscht, denn ein außerordentlich gefährliches übernatürliches Wesen hat die Stimme des Mannes imitiert.

Plötzlich hört er, wie in dem Zimmer leise, aber vernehmlich die letzte Zeile des Saama-Rituals aufgesagt wird, der das pfeifende Wesen vorübergehend machtlos macht, woraufhin Carnacki die Flucht durch das Zimmer gelingt.

Nach diesem Zwischenfall lässt er am nächsten Tag den Raum abreißen und alle Teile in einem Hochofen innerhalb eines schützenden Pentagramms verbrennen, einschließlich einer alten Inschrift in keltischer Sprache.

  • Carnacki, der Geisterdetektiv 3
  • Deutsche Veröffentlichung: In „Carnacki, der Geisterdetektiv“, Festa Verlag
  • Origingaltitel: The Whistling Room
  • Originalveröffentlichung: Im Jahr 1910 im Magazin "The Idler" 

Mit „DAS PFEIFENDE ZIMMER“ präsentiert der Autor WILLIAM HOPE HODGSON eine weitere Abwandlung der “Geisterhaus-Geschichten” mit seinem Protagonisten Carnacki, in dem sich der Geisterdetektiv aber nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

Nicht nur dass er viele Wochen braucht, um endlich ans Ziel zu gelangen, sondern er geht auch noch so gut wie ungeschützt ins Spuk-Zimmer, weil er durch die Spuk-Erscheinung getäuscht wurde.

Nur durch das Eingreifen eines weiteren Wesens (das der Autor während der Handlung aus dem Hut zaubert) wird Carnacki vor der bösartigen Wesenheit gerettet, was allerdings nicht sehr glaubwürdig und stimmig erscheint.

"Es ist eine unserer wichtigsten Erkenntnisse, dass es in gewissen Sphären nicht unbemerkt bleibt, wenn eine menschliche Seele in die Hand einer übernatürlichen Bestie zu geraten droht.

Werden ihre Schwingungen schwächer – und das geschieht in einem solchen Fall zweifellos –, dann schreiten jene geheimnisvollen Mächte ein, die die Welt weit außerhalb unserer Planetensphäre regieren.

Jedwedes Ungeheuer jener und noch entfernterer Sphären kann durch diese Schutzmacht in die Schranken gewiesen werden, doch ihr schützendes Eingreifen gilt, wohlgemerkt, der Seele, nicht etwa dem Körper."

© by Ingo Löchel

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