Tony Ballard 92
Schreie aus dem Sarg
von A. F. Morland (Friedrich Tenkrat)
Nachdem
sich Tony Ballard von Pater Severin verabschiedet hat, der durch das Eingreifen
von Terence Pasquanell wieder geheilt wurde (siehe „Ein Geist kehrt zurück“), will
er gerade seinen Wagen starten, als er die Dämonenratte mit dem Augen des
getöteten Werwolf-Jäger bemerkt, in der sich auch dessen Seele befindet, die
sich in seinem Auto versteckt hat.
Ballard wird von der Ratte angegriffen und dabei auch mehrmals gebissen. Zwar gelingt es ihm aus dem Auto zu gelangen, aber die Dämonenratte gibt nicht auf und setzt ihren Angriff fort.
Im
weiteren Verlauf des Kampfes gelingt es ihm, an sein magisches Feuerzeug zu
gelangen und die Dämonenratte mit einer magischen Flammenlohe zu vernichten.
Doch mit der Tötung der Ratte ist auch Terence Pasquanells Seele vernichtet.
Als
Tony Ballard bemerkt, dass das Rattengift beginnt, seine Wirkung zu zeigen.
Zwar will er ins Pfarrhaus zu Pater Severin zurückkehren, um sich von Mr.
Silver durch dessen Silbermagie heilen zu lassen, doch entdeckt er den Zombie Terence
Pasquanell, der flieht.
Daraufhin
nimmt Ballard die Verfolgung auf. Doch auf einemSchrottplatz gerät er eine
Falle von Terence Pasquanell.
Unterdessen
wird ein Mann namens Calano, ein Dämonenbeschwörer, von den beiden Gangstern Bill
O'Hara und Erroll Cosby zu ihrem Boss Chet Bosco gebracht.
Calano
soll im Auftrag des Gangsterbosses einen Mann namens Roc Natwick, den Freund
seiner Schwester Petula, am Leben erhalten, den er niedergeschossen hat. Doch
diese Fähigkeit besitzt der Mann nicht. Aus diesem Grund schlägt Calano vor,
Yora, die Totenpriesterin, herbeizurufen.
Als
Yora bei Bosco auftaucht, verwandelt sie Natwick in einem Zombie. Dabei kommt
der Gangsterboss auf die Idee auch George Quinn und Brian Hawke in Zombies zu verwandeln.
Danach
soll das Zombie-Trio Juwelen stehlen, unter denen sich auch die Augen des Todes
befinden, die für Yora bestimmt sind, hinter denen allerdings auch Arma her
ist, die sich ebenfalls in London aufhält…
- Erschienen am 28. März 1986
-
Ein Roman Terence
Pasquanell, Yora und Arma
Nachdem Terence Pasquanell im Vorgängerband vom
Höllendieb im Krankenhaus getötet wurde und er danach sein Herz und seine Seele
verlor (die sich nun in dem Körper einer Dämonenratte befindet) und als Zombie von
den Toten zurückkehrte, wird die Geschichte mit der Dämonenratte und dem
untoten Werwolf-Jäger in dem Roman „SCHREIE AUS DEM SARG“ fortgesetzt.
Leider hat der Horror-Roman mit einigen Längen und
Ungereimtheiten zu kämpfen zumal diverse Nebenhandlung und die Parallelhandlung
mit den Gangstern und dem Gangsterboss Chet Bosco sowie Yora viel zu viel Raum
einnehmen, so dass die Handlung mit Tony Ballard dadurch zeitweise in den
Hintergrund gerückt wird.
So entpuppt sich das „TONY BALLARD“-Abenteuer „SCHREIE
AUS DEM SARG“ letztendlich als ziemlich wirres Spektakel, in dem gegen Ende
auch noch Cruv, Mr. Silver, Roxane und Boram, der Nesselvampir, mitmischen.
Zudem fragt man sich beim Lesen des Romans schon, wie
groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass Tony Ballard, während er dem Zombie Terence
Pasquanell verfolgt, dabei ausgerechnet auf
die Leute von Chet Bosco stößt, die ihn zu ihrem Boss und zu Yora
bringen.
Auch manche Szenen des Romans regen zum Nachdenken an.
Denn unter anderem stellt man sich bei der
Dämonenratte-Szene schon die Frage, wie es Tony Ballard überhaupt gelingt, eine
geschlossene Wagentür mit seinen Beinen zu öffnen. Meines Wissens gelingt so
etwas nur, wenn eine Autotür offen bzw. nicht ganz geschlossen ist.
„Es fiel in den Fußraum. Ich zog blitzschnell die Beine an und öffnete die Tür. Ich sprang nicht aus dem Auto, sondern ließ mich hinausfallen.
Ich hatte die Tür gleich wieder ins Schloß werfen und die Ratte im Innenraum einschließen wollen, doch das Tier war schneller. Sie flitzte heraus und landete auf meiner Brust.“
Am Ende des Horror-Romans macht Yora, die
Totenpriesterin, Terence Pasquanell zu ihrem Diener, die ihm die beiden
Höllendiamanten, die Augen des Todes, in dessen Augenhöhlen einsetzt.
Danach können Yora und Pasquanell fliehen, was das Ballard-Teamm trotz vereinter Kräfte, mal wieder nicht verhindern kann.
© by Ingo Löchel

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen