Perry Rhodan - SOS im Weltraum
von Clark Darlton
(Walter Ernsting)
Der
Flug zum Mond durch Intercosmo unter dem Kommando von Major Perry Rhodan sowie
Captain Reginald Bull, dem Triebwerksspezialisten Captain Flipper und dem
Bordarzt Dr. Manoli, erfolgt nicht etwa aus Forschungszwecken.
Vielmehr geht es
um ein sehr wertvollen Metall, welches ein mehrfaches des Atomgewicht von
Kobald oder Uran aufweist.
Aber auch Homer Arkin, der Boss einer internationalen Verbrecherorganisationen weiß um den eigentlich geheimgehaltenen Hintergrund der Mission zum Mond...
...und will
sich seinerseits das lukrative Geschäft mit dem unbekannten Rohstoff unter den
Nagel reißen.
Doch
auf dem Mond selbst machen Rhodan und Co. dann eher unfreiwillig eine
Entdeckung, die wohl niemand vorher wirklich vorausgesehen hatte. Denn dort ist
ein gewaltiges Kugelraumschiff gestrandet, auf dem sich neben Robotern auch die
Arkoniden Crest und Thora befinden. Doch Crest ist an der Blutkrankheit
Leukämie erkrankt, die man auf dem fernen Planeten Arkon offenbar nicht kennt.
Da
Crest nicht mehr wirklich lange zu leben hat, wenn nicht schnell etwas
unternommen wird, reisen Rhodan mit seinen Männer, sowie den Arkoniden Thora
und Crest mit einem Beiboot der Außerirdischen zur Erde und direkt in eine
afrikanische Wüste.
Doch
dort werden sie schnell von einer militärischen Patrouille entdeckt, was ihnen
späterhin noch einige Schwierigkeiten mit dem Militär bescheren wird, welche
nun ebenfalls hinter der unbekannten Technik der humanoiden Außerirdischen her
ist.
Rhodan
und Bully machen sich indessen nach Mombasa auf, um dort Professor Haggard aus
seinem Institut herbeizuholen, welcher bereits ein wirksames Serum gegen
Leukämie entwickelt hat.
Hierbei
geraten sie aber erst einmal an einige miese Schurken um den schmierigen
Händler Sariman, der an die Diamanten heran will, die Thora Rhodan als
Zahlungsmittel mitgegeben hatte.
Als
sie dann endlich Professor Haggard samt Dr. Sheridan sowie die Krankenschwester
Silvia mitnehmen, um möglichst schnell am ausgemachten Treffpunkt mit dem
Beiboot der Arkoniden zu gelangen, vergisst Rhodan jedoch eines der ihm
mitgegebenen arkonidischen Geräte, welches so in die Hände des Verbrechers
Arkin fällt.
Zwischenzeitig
gelingt es Arkin sogar, Rhodan in seine Gewalt zu bringen. Bei der anstehenden
Flucht geht nicht nur das arkonidische Gerät zu bruch, sondern verschlägt
Rhodan auch irgendwo in die Wüste und damit gleich in die Hände einer
Räuberbande.
An Bord des arkonidischen Beiboot, beginnt Professor Haggard indessen bereits mit der Bluttransfusion bei Crest. Doch danach stellt sich heraus, dass Captain Flipper ein Verräter ist, der von Homer Arkin bezahlt wird.
Aber auch bei
Haggard, Dr. Sheridan und Schwester Silvia handelt es sich in Wirklichkeit um Mitglieder
der Bande von Arkins, um so das Raumschiff der Arkoniden im Handstreich übernehmen
zu können. Dieser Plan geht jedoch schief, so dass ein von Thora
herbeigerufener Roboter die Gangster beseitigt, während Flipper Thora dann doch
noch entführen kann.
Mit
Hilfe des geschwächten Crest startet Rhodan nach kurzzeitigem Beschuss durch
das Militär mit dem Kugelraumer und peilt als Zielpunkt die Gehirnströme von
Thora an. Die ist mittlerweile auf der Insel, wo Arkin und Flipper versuchen,
sie unter Druck zu setzen.
Dabei
setzen sie auch den echten Professor Haggard als Druckmittel ein. Als jedoch
das arkonidische Raumschiff über der Insel auftaucht, fliehen die anderen
Verbrecher Hals über Kopf von der Insel und lassen Arkin und Flipper alleine
zum sterben zurück.
Am
Ende befindet man sich wieder auf dem Mutterschiff der Arkoniden auf dem Mond,
wo Crest durch Professor Haggard gerettet wird und Rhodan und Thora sich ihre
Zuneigung gestehen. Danach brechen Rhodan, Bully und Manoli wieder auf, um nun
auf der Erde Hilfe zu holen, damit das Mutterschiff der Arkoniden repariert und
so den Heimflug nach Arkon antreten kann.
- Perry Rhodan - SOS im Weltraum
- Einzelroman zum Film von Clark Darlton (Walter Ernsting)
- Erstauflage/Taschenbuch: 1967 im Moewig-Verlag
- Zweite Auflag/Taschenheft: 2014 im Pabel-Moewig-Verlag
Jeder Fan von Deutschlands größter SciFi-Romansere „PERRY RHODAN“ dürfte zumindest schon einmal von dem Versuch der Verfilmung aus demJahre 1967 mit Lang Jeffries als Perry Rhodan und Essy Persson als wirklich
hübschen arkonidischen Blickfang Thora gehört haben.
Die Neuauflage als Taschenheft kam dann in der Reihe „PERRY
RHODAN PLANETENROMANE“ (2014/Band 30) dabei noch mit einer Einleitung und einer
Kurzgeschichte daher.
Das macht die Handlung allerdings auch nicht besser. Denn
nicht nur der Film, sondern auch der Roman zum Film wirkte nur wie ein
kläglicher Abklatsch zur originalen und bis heute erfolgreichen Romanserie.
Als kleines Beispiel einer unüberlegten Handlung reicht
hier schon, was auf dem Mond im luftleeren Raum und der dort bestehenden
Schwerelosigkeit mit Rhodan und Bully hätte passieren müssen, wenn sie dort
"ihre Maschinenpistolen" abgefeuern. Daüber will ich hier aber lieber
einfach mal betreten schweigen.
Überhaupt verwirrten hier so einige Passagen der Handlung
innerhalb der Handlung durch ihre
Unlogik. Denn ist zuerst kein Raumschiff zur Rettung auf der Erde vorhanden, so
stetzt die Intercosmo späterhin offenbar eine ganze Flotte zum Mond in Bewegung,
quasi als kosmischen Reparaturdienst für das Mutterschiff der Arkoniden.
Doch was soll ich mich hier nachträglich noch aufregen?
Wer diesen eher lieblosen Roman zum Film wirklich noch mal als PR-Fan lesen
will, müsste eh schon eine gewisse masochistische Ader besitzt.
Alternativ hat man aber wirklich nichts Wichtiges
verpasst und sollte sich eher wieder bei Interesse auf die frühen
Originalromane der Serie konzentrieren, die generell vom Inhalt her mehr Sinn
machen und auch wesentlich spannender sind.
© by Konrad Wolfram


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen