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Samstag, 10. Januar 2026

Roman: Perry Rhodan - SOS im Weltraum

Perry Rhodan - SOS im Weltraum

von Clark Darlton (Walter Ernsting)

Der Flug zum Mond durch Intercosmo unter dem Kommando von Major Perry Rhodan sowie Captain Reginald Bull, dem Triebwerksspezialisten Captain Flipper und dem Bordarzt Dr. Manoli, erfolgt nicht etwa aus Forschungszwecken.

Vielmehr geht es um ein sehr wertvollen Metall, welches ein mehrfaches des Atomgewicht von Kobald oder Uran aufweist.

Aber auch Homer Arkin, der Boss einer internationalen Verbrecherorganisationen weiß um den eigentlich geheimgehaltenen Hintergrund der Mission zum Mond...

...und will sich seinerseits das lukrative Geschäft mit dem unbekannten Rohstoff unter den Nagel reißen.

Doch auf dem Mond selbst machen Rhodan und Co. dann eher unfreiwillig eine Entdeckung, die wohl niemand vorher wirklich vorausgesehen hatte. Denn dort ist ein gewaltiges Kugelraumschiff gestrandet, auf dem sich neben Robotern auch die Arkoniden Crest und Thora befinden. Doch Crest ist an der Blutkrankheit Leukämie erkrankt, die man auf dem fernen Planeten Arkon offenbar nicht kennt.

Da Crest nicht mehr wirklich lange zu leben hat, wenn nicht schnell etwas unternommen wird, reisen Rhodan mit seinen Männer, sowie den Arkoniden Thora und Crest mit einem Beiboot der Außerirdischen zur Erde und direkt in eine afrikanische Wüste.

Doch dort werden sie schnell von einer militärischen Patrouille entdeckt, was ihnen späterhin noch einige Schwierigkeiten mit dem Militär bescheren wird, welche nun ebenfalls hinter der unbekannten Technik der humanoiden Außerirdischen her ist.

Rhodan und Bully machen sich indessen nach Mombasa auf, um dort Professor Haggard aus seinem Institut herbeizuholen, welcher bereits ein wirksames Serum gegen Leukämie entwickelt hat.

Hierbei geraten sie aber erst einmal an einige miese Schurken um den schmierigen Händler Sariman, der an die Diamanten heran will, die Thora Rhodan als Zahlungsmittel mitgegeben hatte.

Als sie dann endlich Professor Haggard samt Dr. Sheridan sowie die Krankenschwester Silvia mitnehmen, um möglichst schnell am ausgemachten Treffpunkt mit dem Beiboot der Arkoniden zu gelangen, vergisst Rhodan jedoch eines der ihm mitgegebenen arkonidischen Geräte, welches so in die Hände des Verbrechers Arkin fällt.

Zwischenzeitig gelingt es Arkin sogar, Rhodan in seine Gewalt zu bringen. Bei der anstehenden Flucht geht nicht nur das arkonidische Gerät zu bruch, sondern verschlägt Rhodan auch irgendwo in die Wüste und damit gleich in die Hände einer Räuberbande. 

An Bord des arkonidischen Beiboot, beginnt Professor Haggard indessen bereits mit der Bluttransfusion bei Crest. Doch danach stellt sich heraus, dass Captain Flipper ein Verräter ist, der von Homer Arkin bezahlt wird. 

Aber auch bei Haggard, Dr. Sheridan und Schwester Silvia handelt es sich in Wirklichkeit um Mitglieder der Bande von Arkins, um so das Raumschiff der Arkoniden im Handstreich übernehmen zu können. Dieser Plan geht jedoch schief, so dass ein von Thora herbeigerufener Roboter die Gangster beseitigt, während Flipper Thora dann doch noch entführen kann.

Mit Hilfe des geschwächten Crest startet Rhodan nach kurzzeitigem Beschuss durch das Militär mit dem Kugelraumer und peilt als Zielpunkt die Gehirnströme von Thora an. Die ist mittlerweile auf der Insel, wo Arkin und Flipper versuchen, sie unter Druck zu setzen.

Dabei setzen sie auch den echten Professor Haggard als Druckmittel ein. Als jedoch das arkonidische Raumschiff über der Insel auftaucht, fliehen die anderen Verbrecher Hals über Kopf von der Insel und lassen Arkin und Flipper alleine zum sterben zurück.

Am Ende befindet man sich wieder auf dem Mutterschiff der Arkoniden auf dem Mond, wo Crest durch Professor Haggard gerettet wird und Rhodan und Thora sich ihre Zuneigung gestehen. Danach brechen Rhodan, Bully und Manoli wieder auf, um nun auf der Erde Hilfe zu holen, damit das Mutterschiff der Arkoniden repariert und so den Heimflug nach Arkon antreten kann.

  • Perry Rhodan - SOS im Weltraum
  • Einzelroman zum Film von Clark Darlton (Walter Ernsting)
  • Erstauflage/Taschenbuch: 1967 im Moewig-Verlag
  • Zweite Auflag/Taschenheft: 2014 im Pabel-Moewig-Verlag

Jeder Fan von Deutschlands größter SciFi-Romansere „PERRY RHODAN“ dürfte zumindest schon einmal von dem Versuch der Verfilmung aus demJahre 1967 mit Lang Jeffries als Perry Rhodan und Essy Persson als wirklich hübschen arkonidischen Blickfang Thora gehört haben.

Generell basiert dieser Roman und die Verfilmung eher nur sehr lose auf den originalen Romanen der Perry Rhodan Romanserie (1961) mit den Titeln „UNTERNEHMEN STARDUST“, „DIE DRITTE MACHT“ sowie „DIE STRAHLENDE KUPPEL“, was die Fans der Romanreihe selbst aber wohl damals eher nicht zu Freudensprüngen anregte.

Die Neuauflage als Taschenheft kam dann in der Reihe „PERRY RHODAN PLANETENROMANE“ (2014/Band 30) dabei noch mit einer Einleitung und einer Kurzgeschichte daher.

Das macht die Handlung allerdings auch nicht besser. Denn nicht nur der Film, sondern auch der Roman zum Film wirkte nur wie ein kläglicher Abklatsch zur originalen und bis heute erfolgreichen Romanserie.

Als kleines Beispiel einer unüberlegten Handlung reicht hier schon, was auf dem Mond im luftleeren Raum und der dort bestehenden Schwerelosigkeit mit Rhodan und Bully hätte passieren müssen, wenn sie dort "ihre Maschinenpistolen" abgefeuern. Daüber will ich hier aber lieber einfach mal betreten schweigen.

Überhaupt verwirrten hier so einige Passagen der Handlung innerhalb der Handlung  durch ihre Unlogik. Denn ist zuerst kein Raumschiff zur Rettung auf der Erde vorhanden, so stetzt die Intercosmo späterhin offenbar eine ganze Flotte zum Mond in Bewegung, quasi als kosmischen Reparaturdienst für das Mutterschiff der Arkoniden.

Doch was soll ich mich hier nachträglich noch aufregen? Wer diesen eher lieblosen Roman zum Film wirklich noch mal als PR-Fan lesen will, müsste eh schon eine gewisse masochistische Ader besitzt.

Alternativ hat man aber wirklich nichts Wichtiges verpasst und sollte sich eher wieder bei Interesse auf die frühen Originalromane der Serie konzentrieren, die generell vom Inhalt her mehr Sinn machen und auch wesentlich spannender sind.

© by Konrad Wolfram

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