Diener der Finsternis
von Dennis Wheatley
Nicholas, der Herzog von Richleau trifft sich mit seinem amerikanischen Freund Rex Van Ryn.
In letzter Zeit jedoch macht sich Nicholas so einige Sorgen um den
gemeinsamen jüdischen Freund Simon Aron, der seltsamer Weise seit längerem den
Kontakt zu Nicholas schleifen lässt. Deshalb suchen er und Rex ihn auch
sogleich gemeinsam auf.
Hierbei muss jedoch gerade Nicholas, der sich mit Okkulten auskennt, mit Schrecken feststellen, das Simon sich mit Satanisten eingelassen hat, bei denen der skrupellose Hohepriester Mocata bei einem seltsamen Empfang den Ton angibt.
Mit
diesem soll man nämlich in der Lange sein, die vier Reiter der Apokalypse
herbeizurufen, um durch sie Katastrophen und verheerende Kriege über die
Menschheit zu bringen.
Als
dann auch Rex noch versucht, die junge wie hübsche Tanith aus der geistigen
Umarmung von Mocata zu lösen, bietet dieser alle seine Kräfte des Bösen auf, um
sowohl Simon als auch sein bestes Medium Tanith wieder unter seine Kontrolle zu
bekommen.
Als
es Mocata trotzdem nicht gelingt, Simon, der bei den Eatons - einem
befreundeten Ehepaar von Nicholas - unterschlupf gefunden hat, wieder unter
seine dunkle Macht zu zwingen, wendet er sich an einem anderen Ort Tanith zu.
Die
ist nämlich zurück ins Hotel geflohen, als Rex im Wald eingeschlafen ist. Dabei
hat auch sie sich in ihn verliebt, glaubt aber fest daran, dass sie das kommende
Jahr nicht mehr lebend erleben wird. Im Hotel jedoch gelingt es Mocata, sie
völlig unter seine Kontrolle zu bringen damit sie den "Engel des
Todes" herbeiruft, um nun den entscheidenden Schlag gegen Nicholas de
Richleau und seine Freunde im Haus der Eatons
auszuführen.
Dieser
greift auch sofort an, kann jedoch im letzten Augenblick durch einen mächtigen
Bannspruch zurückgeschlagen werden. Da der Engel des Todes jedoch nicht ohne
ein Opfer in sein finsteres Reich zurückkehren kann, kehrt sich die Anrufung
auf grausame Weise um, so dass der Tod nun Taniths Leben fordert.
Als
Mocata Fleur, die kleine Tochter der
Eatons aus dem Haus verschleppt wird, gilt es für Nicholas und die anderen, den
dunklen Magier direkt anzugreifen.
Als
Simon sich für Fleur versucht, selbst Mocata auszuliefern, damit dieser das
kleine Mädchen wieder frei lässt, gerät auch er erneut unter die geistige Macht
des Satanisten. Damit wird die Zeit knapp für Nicholas, Rex und die Eatons,
denn Mocata wird durch die Opferung der kleinen Fleur bei einer schwarzen Messe
versuchen, nach dem Prinzip "eine Seele für eine Seele" auch Tanith
wieder ins Leben zu rufen, da er auf sein mächtigstes Medium nicht verzichten
will.
Tatsächlich
gelingt es ihnen, einen versteckten Tempel der Satanisten ausfindig zu machen,
wo sie allerdings nur noch auf den bewusstlosen Simon treffen.
Zwar
überschlagen sich die Ereignisse nun immer mehr, doch am Ende scheinen sie
hilflos mit ansehen zu müssen, wie Mocata bei der nun folgenden schwarzen Messe
die kleine Fleur opfern will, um durch den Teufel dafür Tanith wieder ins Leben
zu holen. Nun kann dem Kind nur noch ein Wunder helfen.
- Diener der Finsternis
- Autor: Dennis Wheatley
- ISBN: 978-3-7485-0243-2
- Taschenbuch, ca. 276 Seiten
- Verlag: Apex
-
Originalausgabe:
1934
„Ein durchdringender Schrei voller Wut, Furcht und Schmerz wie der eines Tieres, das mit einem weißglühenden Eisen gebrannt wird, zerriss die Stille. Die Lichter flackerten, gingen mehrmals an und aus, als ob zwei starke Kräfte miteinander ringen würden.
Der eisige Wind erstarb. Noch während der Schrei von den Wänden widerhallte, ergriff de Richleau Rex beim Arm und zerrte ihn auf die Tür zu. Gleich darauf rannten beide in panischem Schrecken die Treppe hinunter.“ (Dennis Wheatley: Diener der Finsternis/Seite 41)
Nun, da ich auch den betreffenden Roman von Dennis Wheatley mit dem deutschen Titel „DIENER DER FINSTERNIS“ (Apex Verlag) mit
steigender Spannung gelesen habe, kann ich durchaus bestätigen, dass der
Schriftsteller Richard Matheson sich bei der Drehbuchfassung durchaus recht eng
an die Romanhandlung gehalten hatte.
Der Film seitens der Hammer-Filmproduktion unter dem
Titel „THE DEVIL RIDES OUT“ hatte jedoch trotz seiner durchaus sehr
ansprechenden Umsetzung hier und da einige kleine Ungereimtheiten, wie etwa dem
Umstand, dass hier nicht erklärt wurde, weshalb Richleau und die anderen sich
Zeitversetzt nun nach dem Endkampf wieder im Haus der Eatons befanden und damit
Tanith auch nie gestorben war. Auch fehlt z.B. die Verfolgung nach Frankreich
und anschließend nach Griechenland hier völlig im Film.
Für den Fan des Old-School-Horrors lohnt es sich indessen
durchaus, neben der Verfilmung seitens Hammer aus dem Jahre 1968 auch den Roman
von Dennis Wheatley aus dem Jahre 1934 zu lesen.
Unterschiede zwischen Roman und Film bestehen indessen in
den Einzelheiten. Richleau hängt dem jungen Simon im Film ein silbernes Kreuz
als Schutz um den Hals, im Roman wiederum ist es jedoch ein goldenes, mit
Edelsteinen besetztes Hakenkreuz (als buddhistisches Symbol des Sonnenrad).
Hinter der Figur des Mocata versteckte sich bei Wheatley indessen der Okkultist
Aleister Crowley.
Aber auch die Figurenzeichnungen innerhalb der Romane
sind bei Wheatley durchaus sehr interessant, denn seine "Helden" sind
eben keine Supermänner, die furchtlos sich jeder Gefahr stellen oder über
magische Waffen verfügen, mit denen sie dem Unhold einfach mal den Boden unter
den Füßen wegziehen können.
Aber auch der Bösewicht hält sich nicht die meiste Zeit
mit markigen Dialogen über Wasser, um am Ende dann eher unspektakulär das
Zeitliche zu segnen. Von mir gibt es auch daher für diesen Roman eine glatte
Leseempfehlung.
© by Konrad Wolfram

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