Marek der Pfähler 4
Das Blut-Manifest
von Ian Rolf Hill (Florian Hilleberg)
Petre wäre dumm, wenn er sich nicht mehr Besucher in seinem Gasthof gewünscht hätte.
Doch als die Kommandantin Veruca mit einem recht seltsamen Begleiter mit Namen
Juri, sowie weiteren Männern der Geheimpolizei Securitate die Schankstube
betraten, wäre er nur zu gerne im Erdboden versunken.
Dabei ahnt Petre nicht einmal das er sich hier einer Vampirhexe und einem weiteren blutsaufenden Monster gegenübersieht, welche seinem Leben und auch das seiner jungen Tochter Larisa ein Ende setzen werden.
Denn
eigentlich ist Veruca sogar eine weitere Schwester der toten Vampirhexe Bredica
und nun selbst hinter Frantisek Marek und seinen Sohn Alexandru Niculescu her.
Denn es geht um nichts weniger, als den Grafen Dracula selbst wieder im Körper
von Alexandru auferstehen zu lassen.
Denn
offenbar steckt sogar ein Erzfeind des Geisterjägers John Sinclair hinter
diesem Plan - der Schwarze Tod! Und Juri ist hierbei sogar der als Kind
entführte kleine Bruder von Seraphina, die immer noch mit Alexandru auf einer
Insel im Kloster von Snagov mit einer Lungenentzündung festsitzt.
Frantisek
Marek und seine Frau Marie setzen indessen alles daran, dem nun zum Vampir
gewordenen Abt Gabor weitere Informationen abzuringen, um Alexandru vor seinem
dunklen Schicksal zu bewahren. Denn Gabor scheint mehr über den Verbleib von
Pater Marin Klaus und dem Blut-Manifest von Dracula zu wissen.
Und
genau diese Informationen führen sie nun auch direkt in die Stadt Sighisoara,
dem ehemaligen Schäßburg, wohin Pater Marin vor vielen Jahren mit dem Maifest
geflohen ist. Dabei ahnen sie nicht, als sie wegen Gabor getrennt vorgehen
müssen, das sie bereits von Männern der gefährlichen Securitate genau
beobachtet werden.
Auf
der Klosterinsel von Snagov wird indessen Alexandru Überwältigt und von Veruca
und der Securitate entführt, während es der geschwächten Seraphina gelingt,
ihrem eigenen, nach Blut gierenden Bruder Juri quasi mit einer der Dienstwaffen
den halben Schädel wegzuschießen. Doch Alexandru retten kann sie damit nicht.
Seraphina,
immer noch geschwächt, aber noch gerade der Securitate entkommen, sitzt deshalb
weiterhin alleine im verlassenen Kloster der Insel fest. Dabei ahnt sie nicht,
das ihr Bruder Juri kein Mensch mehr war und dessen scheinbare Leiche hier
bereits wieder anfängt, sich erneut zu regenerieren. Und so ahnt sie die
Bedrohung noch nicht, in der sie sich immer noch befindet.
Marie
Marek ist indessen in einer Kirche in Schäßburg angekommen und stößt am Denkmal
von Graf Dracula auf einen seltsamen Mann, der sich als Geist des toten Pater
Marin herausstellt. Zwar gelingt es ihr mit Hilfe des Geist, in den Besitz des
Blut-Manifest zu gelangen, doch auch hier streckt die gefährliche Geheimpolizei
bereits ihre grausamen Finger nach ihr aus.
Und
ehe sich alle versehen, sind auch Frantisek und Marie Marek in den Klauen der Securitate und damit wie
Alexandru auch in den Händen der Vampirhexe Veruca, welche nun mit ihnen den
Weg zurück nach Petrila einschlägt...
- Erschienen am 17. Januar 2026
- Ein Roman von Ian Rolf Hill (Florian Hilleberg)
- Taschenheft Band 4 von 6
-
Erscheinungsweise
monatlich
„Juri knurrte, stieß die Hände in den Brustkorb seines Opfers und zerrte das Herz heraus. Der Leib erschlaffte. Der Untote verschlang sein Herz. Endlich fühlte er sich kräftig genug, um aufzustehen.“ (Marek der Pfähler: Band 4, "Das Blut-Manifest"/Seite 93)
Hatte ich bei den ersten beiden Bänden noch eher was zu meckern, so legt der Autor Ian Rolf Hill nach dem recht ansprechenden Band 3 nun hier mit Band 4 unter dem Titel „DAS BLUT-MANIFEST“ nochmals eine positive Steigerung hin.
Und das liegt weniger daran, dass mit der Nennung von
JOHN SINCLAIR und Co. sparsamer umgegangen wird und dass sogar dessen früherer
Erzfeind, der Schwarze Tod hier einen kurzen aber gelungenen Auftritt hinlegen
durfte.
Viel eher sind es gerade die Vampirhexe Veruca, welche
hier ihren ersten Auftritt als Kommandantin der rumänischen Geheimpolizei
hinlegt und ihr Begleiter Juri, der niemand anderes als der als Kind entführte
Bruder von Seraphina ist.
Und während Veruca recht fies ihre dunklen Pläne verfolgt
und dabei auch scheinbar mit Hilfe der Securitate alle Fäden sicher in den
Händen zu halten scheint, tut sich in Sachen Grausamkeit und dunkler
Boshaftigkeit ihr Begleiter Juri hervor.
Denn der ist kein Mensch mehr und so ahnt die
gesundheitlich schwer angeschlagene Seraphina nicht einmal, daas Juris Leiche
sich erneut regeneriert und danach alles daran setzen wird, doch noch das Blut
seiner eigenen Schwester zu trinken.
Das Sahnehäubchen dabei ist jedoch nicht so sehr, dass
diese Figuren eben dämonisch und recht böse sind, sondern wie sie im weiteren
Verlauf vorgehen und wie sie ihre Opfer in geradezu sadistischer Vorfreude
peinigen.
Aber auch sonst weiß der Autor in Band 4 die
Spannungsschraube immer etwas weiter anzuziehen, so dass es eigentlich keine
Durchhänger innerhalb der Handlung gibt und man als Leser förmlich gespannt
durch die Seiten fliegt.
Einzig das Marie Marek in der Stadt auch gleich auf den
Geist des Pater Marin stößt - bei dem sie zuerst aber noch nicht weiß, dass es
sich hier um den Geist eines Verstorbenen handelt - wirkt im Rückblick schon
etwas zu einfach gestrickt. Aber hier wäre bei diesem durchweg hohen Niveau des
Romans eine härtere Kritik wohl nicht wirklich gerechtfertigt.
© by Konrad Wolfram

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