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Mittwoch, 21. Januar 2026

Das Blut-Manifest

Marek der Pfähler 4

Das Blut-Manifest

von Ian Rolf Hill (Florian Hilleberg)

Petre wäre dumm, wenn er sich nicht mehr Besucher in seinem Gasthof gewünscht hätte. 

Doch als die Kommandantin Veruca mit einem recht seltsamen Begleiter mit Namen Juri, sowie weiteren Männern der Geheimpolizei Securitate die Schankstube betraten, wäre er nur zu gerne im Erdboden versunken.

Dabei ahnt Petre nicht einmal das er sich hier einer Vampirhexe und einem weiteren blutsaufenden Monster gegenübersieht, welche seinem Leben und auch das seiner jungen Tochter Larisa ein Ende setzen werden.

Denn eigentlich ist Veruca sogar eine weitere Schwester der toten Vampirhexe Bredica und nun selbst hinter Frantisek Marek und seinen Sohn Alexandru Niculescu her. Denn es geht um nichts weniger, als den Grafen Dracula selbst wieder im Körper von Alexandru auferstehen zu lassen.

Denn offenbar steckt sogar ein Erzfeind des Geisterjägers John Sinclair hinter diesem Plan - der Schwarze Tod! Und Juri ist hierbei sogar der als Kind entführte kleine Bruder von Seraphina, die immer noch mit Alexandru auf einer Insel im Kloster von Snagov mit einer Lungenentzündung festsitzt.

Frantisek Marek und seine Frau Marie setzen indessen alles daran, dem nun zum Vampir gewordenen Abt Gabor weitere Informationen abzuringen, um Alexandru vor seinem dunklen Schicksal zu bewahren. Denn Gabor scheint mehr über den Verbleib von Pater Marin Klaus und dem Blut-Manifest von Dracula zu wissen.

Und genau diese Informationen führen sie nun auch direkt in die Stadt Sighisoara, dem ehemaligen Schäßburg, wohin Pater Marin vor vielen Jahren mit dem Maifest geflohen ist. Dabei ahnen sie nicht, als sie wegen Gabor getrennt vorgehen müssen, das sie bereits von Männern der gefährlichen Securitate genau beobachtet werden.

Auf der Klosterinsel von Snagov wird indessen Alexandru Überwältigt und von Veruca und der Securitate entführt, während es der geschwächten Seraphina gelingt, ihrem eigenen, nach Blut gierenden Bruder Juri quasi mit einer der Dienstwaffen den halben Schädel wegzuschießen. Doch Alexandru retten kann sie damit nicht.

Seraphina, immer noch geschwächt, aber noch gerade der Securitate entkommen, sitzt deshalb weiterhin alleine im verlassenen Kloster der Insel fest. Dabei ahnt sie nicht, das ihr Bruder Juri kein Mensch mehr war und dessen scheinbare Leiche hier bereits wieder anfängt, sich erneut zu regenerieren. Und so ahnt sie die Bedrohung noch nicht, in der sie sich immer noch befindet.

Marie Marek ist indessen in einer Kirche in Schäßburg angekommen und stößt am Denkmal von Graf Dracula auf einen seltsamen Mann, der sich als Geist des toten Pater Marin herausstellt. Zwar gelingt es ihr mit Hilfe des Geist, in den Besitz des Blut-Manifest zu gelangen, doch auch hier streckt die gefährliche Geheimpolizei bereits ihre grausamen Finger nach ihr aus.

Und ehe sich alle versehen, sind auch Frantisek und Marie Marek  in den Klauen der Securitate und damit wie Alexandru auch in den Händen der Vampirhexe Veruca, welche nun mit ihnen den Weg zurück nach Petrila einschlägt...

  • Erschienen am 17. Januar 2026
  • Ein Roman von Ian Rolf Hill (Florian Hilleberg)
  • Taschenheft Band 4 von 6
  • Erscheinungsweise monatlich

„Juri knurrte, stieß die Hände in den Brustkorb seines Opfers und zerrte das Herz heraus. Der Leib erschlaffte. Der Untote verschlang sein Herz. Endlich fühlte er sich kräftig genug, um aufzustehen.“ (Marek der Pfähler: Band 4, "Das Blut-Manifest"/Seite 93)

Hatte ich bei den ersten beiden Bänden noch eher was zu meckern, so legt der Autor Ian Rolf Hill nach dem recht ansprechenden Band 3 nun hier mit Band 4 unter dem Titel „DAS BLUT-MANIFEST“ nochmals eine positive Steigerung hin. 

Und das liegt weniger daran, dass mit der Nennung von JOHN SINCLAIR und Co. sparsamer umgegangen wird und dass sogar dessen früherer Erzfeind, der Schwarze Tod hier einen kurzen aber gelungenen Auftritt hinlegen durfte.

Viel eher sind es gerade die Vampirhexe Veruca, welche hier ihren ersten Auftritt als Kommandantin der rumänischen Geheimpolizei hinlegt und ihr Begleiter Juri, der niemand anderes als der als Kind entführte Bruder von Seraphina ist.

Und während Veruca recht fies ihre dunklen Pläne verfolgt und dabei auch scheinbar mit Hilfe der Securitate alle Fäden sicher in den Händen zu halten scheint, tut sich in Sachen Grausamkeit und dunkler Boshaftigkeit ihr Begleiter Juri hervor.

Denn der ist kein Mensch mehr und so ahnt die gesundheitlich schwer angeschlagene Seraphina nicht einmal, daas Juris Leiche sich erneut regeneriert und danach alles daran setzen wird, doch noch das Blut seiner eigenen Schwester zu trinken.

Das Sahnehäubchen dabei ist jedoch nicht so sehr, dass diese Figuren eben dämonisch und recht böse sind, sondern wie sie im weiteren Verlauf vorgehen und wie sie ihre Opfer in geradezu sadistischer Vorfreude peinigen.

Aber auch sonst weiß der Autor in Band 4 die Spannungsschraube immer etwas weiter anzuziehen, so dass es eigentlich keine Durchhänger innerhalb der Handlung gibt und man als Leser förmlich gespannt durch die Seiten fliegt.

Einzig das Marie Marek in der Stadt auch gleich auf den Geist des Pater Marin stößt - bei dem sie zuerst aber noch nicht weiß, dass es sich hier um den Geist eines Verstorbenen handelt - wirkt im Rückblick schon etwas zu einfach gestrickt. Aber hier wäre bei diesem durchweg hohen Niveau des Romans eine härtere Kritik wohl nicht wirklich gerechtfertigt.

© by Konrad Wolfram

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