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Montag, 26. Januar 2026

Das Galgenhaus

Das Haus Zamis 132

Das Galgenhaus

von Catalina Corvo (Carolina Möbis)

Sowohl Georg, als auch sein Bruder Adalmar und seine Schwester Lydia empfangen plötzlich und völlig unvorbereitet die Todesimpulse ihrer Eltern und ihrer Schwester Coco.

Und dem nicht genug steht auch gleich Skarabäus Toth auf der Türschwelle des Zamis-Hauses, um noch vor Ankunft von Lydia und Adalmar das schwarze Testament zu öffnen.

Das Michael Zamis hier Georg zum neuen Oberhaupt der Zamis-Sippe erhebt, dürfte dabei noch das kleinere Übel für die dämonischen Geschwister sein.

Denn es gilt nun Rache zu nehmen und alle Hinweise deuten hier auf die Karabaczek-Sippe hin, die vor kurzem in das verrufene glagenhaus gezogen sind.

1838 wurde diese damals prunkvolle Stadtvilla von Eugen Bermann errichtet und mit seiner Frau Emilie bewohnt. Es sind glückliche Zeiten, bei denen auch ihre vier Kinder gesund das Licht der Welt erblicken.

Doch die folgenden Jahrzehnte sind für Eugen nicht immer mit Glück gekrönt, denn Kriesen und Aufstände lodern auf und verwandeln ihre private Idille in einen Hort des Schreckens. Und in diesen grausamen Zeiten finden sowohl seinefrau Emilie als auch die Kinder den Tod durch fremde Hände.

Vom Leid durch das Leben geplagt, erhängt sich Eugen Bermann selbst in seiner Villa. Doch er ist immer noch da. Bildet eine unheilige Einheit mit den Mauern und den Räumen der Stadtvilla und ist nun ein ruheloser und wirklich nicht gerade netter Geist.

Denn Eugen will über die vielen Jahrzehnte seine Ruhe, und wer diese stört, hat wahrlich kein langes Leben, zumal mit jedem Toten auch seine dunkle Macht wächst.

Dies wäre für ihn auch eigentlich kein Problem, wäre da nicht eines Tages die Karabaczek-Sippe, die in seine Villa zieht. Denn die sind keine Menschen, sondern Dämonen und Cynthia, die kaltblütige wie schöne Ehefrau weiß wie man dunkle Geister bändigt und sie für die eigenen Zwecke einsetzt.

Indessen machen sich die Zamis-Geschwister an die anderen Mitglieder der Karabaczek-Sippe heran, welche aus dem Vater Geza und den hübschen Töchtern Aithne und Melisande besteht. Denn deren Tod als Rache ist seit einem kleinen Hinweis von Skarabäus Toth für die Zamis eigentlich schon beschlossene Sache.

Jedoch fängt gerade Georg als neues Oberhaupt der Zamis-Familie an, hierbei tiefere Gefühle für die junge Melisande zu entwickeln, welche einer tödlichen Rache schnell im Wege stehen könnten.

Hat diese aufkeimende Liebe jedoch wirklich eine Chance, oder bleibt Georg am Ende das, was er immer war und ist, ein Dämon dem Grausamkeiten und Vernichtung näher stehen als jegliche Empathie?

  • Veröffentlichung: Am 1. November 2025
  • Autorin: Catalina Corvo
  • Titelbild: Mark Freier
  • Verlag: Bastei

„Spätestens zu diesem Zeitpunkt schrien die Opfer wie am spieß, winselten um Gnade, nässten sich ein oder versuchten in einem verzweifelten Akt zu fliehen.“ (Das Haus Zamis/Band 132, "Das Galgenhaus"/Seite 40)

So einige stille Hinweise im Internet (Fotos usw.) lassen ja darauf schließen, dass der Name Catalina Corvo ein Pseudonym ist und es sich dahinter um die Autorin Carolina Möbis handelt. Aber gut, wirklich eindeutig kann ich dies hier noch nicht bestätigen, aber vielleicht weiß da ja jemand mehr.

Das ändert aber an der recht interessanten Handlung des Bandes 132 mit dem Titel „DAS GALGENHAUS“ aus der Serie „DAS HAUS ZAMIS“ nichts, welcher sich recht spannend lesen ließ.

Dabei könnte man hier auch den Aufbau des Romans als kleines Überraschungsei bezeichnen, denn neben der Spannung kriegt man hier quasi gleich zwei Geschichten geliefert, die auch einzeln glatt zu einer eigenen Romanhandlung getaugt hätten.

Den auf der einen Seite haben wir die Geschwister Georg, Adalmar und Lydia Zamis, welche nicht nur den Todesimpuls ihrer Eltern bzw. ihrer Schwester Coco empfangen, worauf kurz danach Skarabäus Toth mit dem magischen Testament von Michael Zamis vor der tür steht.

Und zum anderen geht es zuerst zurück ins Jahr 1838, wo Eugen Bermann und seine geliebte Emilie ihre neue Stadtvilla in Hietzing bei Schönbrunn beziehen. Doch was so glücklich startete, wandelt sich bald ins Grauen, bis das sich Eugen selbst vor den Trümmern seines Lebens sich selbst im Haus erhängt.

Dabei stehen beide Seiten vor einer ersten großen Aufgabe, bzw. einem Schicksal, welches nicht immer identisch mit der Wahrheit ist. 

Denn ist wirklich Cinthiy Karabaczek und ihr Mann samt ihren zwei Töchtern am plötzlichen Tod von einem Teil der Zamis-Familie schuldig und kann der dunkle Geist von Eugen Bermann, der nun in der Villa umhergeistert, wirklich alle ungebetenen Gäste brutal beseitigen?

Nun, als Leser wissen wir ja schon, dass hier eine mächtige Intrige gerade in Sachen der dämonischen Zamis-Sippe abläuft. Spannend hierbei ist allerdings, das Georg Zamis sich in eine der Töchter der Karabaczek verliebt, während er ihr andererseits aus Rache heraus nach ihrem Leben trachtet.

Und so folgt man hier einerseits nur zu gerne den Zamis-Geschwistern, welche auch untereinander sich nicht immer grün sind und andererseits über die Epochen der Zeit hinweg dem Geist in der längst in Wien verschrienen Geistervilla, welches im Volksmund auch den Namen "Galgenhaus" trägt.

Spannung ist jedenfalls genügend vorhanden, so das hier weder Flauten noch Langeweile den Lesegenuss stören könnten. Und offenbar geht die finstere Intrige des Baalthasar Zebub mit Hilfe von Skarabäus Toth in die nächste blutige Runde.

 © by Konrad Wolfram

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