Damien: Das Omen II
von Joseph Howard
Sieben
Jahren nach den Ereignissen von „DAS OMEN“. Damien Thorn steht nun faktisch vor
seinem dreizehnten Geburtstag, welcher in vielen frühen Kulturen als der
Übergang vom Kind zum Mann angesehen wurde.
Damien
ist die letzten Jahre bei seinem Onkel Richard Thorn und seiner Frau Ann aufgewachsen, welcher auch Besitzer des
multinationalen Konzern Thorn Industries ist. Dabei besucht er mit seinem
Cousin Mark (welcher aus einer Ehe von Richard Thorn vor der Heirat mit Ann
stammt) eine Militärakademie.
Dort aber bemerkt Damien zum ersten Mal, das er scheinbar über seltsame Fähigkeiten verfügt, kann diese allerdings noch nicht wirklich einordnen.
Die
Satanisten haben aber auch hier längst ihre Helfer entsandt und so ist es sein
Zugführer, Sergeant Neff, der Damien dazu anhält, das Buch der Offenbarung in
der Bibel zu studieren, um seine wahre Herkunft und damit auch seine Bestimmung
zu erkennen.
Aber
auch sonst ist das Böse wachsam. Und so sterben mit der Zeit alle die, die dem
Jungen gefährlich werden könnten, bald eines unnatürlichen Todes. Aber auch mit
der Erkenntnis wächst die Kontrolle über die eigene Macht bei Damien und so ist
es dann auch er selbst, welcher jeden aus dem Weg räumt, der ihm nach dem Leben
trachtet, oder der Durchführung seiner Ziele im Wege stehen könnte.
So
wird Damien auch zum Mörder an Mark, der ihn bisher wie einen Bruder vergöttert
hatte. nun allerdings, nachdem Mark klar geworden ist das Damien der Antichrist
ist, ihm die Gefolgschaft verweigert.
Als
sein Cousin Mark dann ebenfalls zufällig mitbekommt, das Damien der Antichrist
ist und dessen Mutter in Wahrheit ein Schakal gewesen sein soll, wendet auch er
sich von Damien ab. Und auch wenn Damien Mark bittet an seiner Seite zu stehen,
weil er in ihm einen Bruder sehe, so führt auch diese Weigerung seitens Mark zu
einem tödlichen Zwischenfall, der sich sogar recht einfach medizinisch erklären
lässt.
Sein
Onkel mag zuerst die Hinweise und Warnungen nicht akzeptieren wollen das Damien
der Sohn Satans ist, doch als sich jetzt die grausamen Vorfälle bis hin zu
seinem leiblichen Sohn Mark steigern, gelingt es ihm immer weniger, die
Warnungen vor Damien zu ignorieren.
Als
er durch Charles Warren mit dem Gesicht des Antichristen auf Jigaels Mauer
konfrontiert wird, fasst er den Entschluss, seinen Adoptivsohn zu töten, bevor
er alle Macht im Konzern an sich reißen kann und so die Welt in seine
Abhängigkeit stürzt.
Hierzu
benötigt er die sieben Dolche, die Warren im Thorn Museum aufbewahrt hat, um
Damien mit diesen vernichten zu können. Ann, die insgeheim zu den Satanisten
zählt, ersticht als Reaktion daher mit diesen Dolchen (welche als einzige laut
Handlung den Antichristen zu stoppen vermögen) ihren eigenen Mann und ruft dann
Damiens Namen.
Auch
Damien ist bereits im Museum eingetroffen, doch wendet er sich wieder ab,
nachdem er für eine Explosion gesorgt hat, in dessen Flammen auch Ann bei
lebendigem Leibe verbrennt.
- Damien: Das Omen II
- Autor: Joseph Howard
- ISBN: 978-3-74383776-8
- Taschenbuch, ca. 192 Seiten
- Verlag: Apex
-
Veröffentlichung:
2018
„Wo sich ihre Augen befunden hatten, waren nun zwei blutige Höhlen, aufgerissen und zerfetzt, während blutige Rinnsale wie Tränenströme über ihr Gesicht liefen. Dann breitete der Rabe seine Flügel aus und schwebte davon, hochhinauf in den Himmel wie ein Rachedämon aus der Hölle.“ (Damien: Das Omen II./Seite 86)
Man kann zu dem Roman zum zweiten Teil der filmischen
Trilogie festhalten, dass sich der Autor Joseph Howard durchaus sehr eng an der
Filmvorlage hält. Dabei ist die vorliegende Ausgabe seitens des APEX Verlag
nicht die Erstveröffentlichung in Deutschland.
Die hatte nämlich vorher der Goldmann Verlag abgeliefert.
Und hier dürfte die damalige Normierung der Seitenzahl als Kosten-Nutzen-Rechnung
wohl auch ein kleines Manko gewesen sein.
Was jedoch bei APEX sträflichst fehlt, ist der dritte
Roman zur filmischen Trilogie mit dem Filmtitel „BARBARAS BABY: OMEN III,“ der
im englischen den Titel „THE FINAL CONFLICT“ trug und von Gordon McGill
verfasst worden ist.
Dies mag aber auch daran gelegen haben, dass der dritte
Film der Trilogie nicht mehr an den Erfolg anknüpfen konnte, den die ersten
zwei Filme vorgelegt hatten. Dies lag damals aber auch daran, dass man hier die
Handlung in Sachen Finale insgesamt so strickte, um damit die diversen religiösen
Gruppen in den USA zufriedengestellt wurden, welche die Dreharbeiten zu den
Omen-Filmen eh schon recht kritisch begleitet hatten.
Den Film „OMEN IV: DAS ERWACHEN“ (von 1991) kann man
hierbei sicherlich im literarischen Sinne eher außer Acht lassen, auch wenn er
den Faden eigentlich nach dem Film „BARBARAS BABY: OMEN III“ von 1981
weiterspinnt. Denn der Film war eine reine Fernsehproduktion und soll als Roman
zum Film wohl ebenfalls seitens Gordon McGill verfasst worden sein.
Der Roman „DAMIEN: DAS OMEN II“ ist durchaus eine sehr flüssig und spannend zu lesende Genre-Adaption, auch für die, welche die Filme durchaus schon kennen. Schließlich geht auch Howard hier viel intensiver auf die einzelnen Charaktere ein, während der Film hier auch vom zeitlichen Umfang her wohl einige Abstriche machen musste.
So arbeitet Howard hier auch nachvollziehbar heraus, das
Damien durchaus über sein weiteres Schicksal zuerst selbst erschrocken ist, als
er durch die Offenbarung in der Bibel erfährt, wer er eigentlich ist.
Das einzige, was den Spaß am Roman wirklich etwas trüben
kann, sind wieder einmal so einige schon kuriose Fehler, wenn man z.B. auf
Seite 145 etwas von einem "roten Dr. Kane" liest, was aber in
Wirklichkeit "toten Dr. Kane" heißen sollte.
Es ist daher wohl eher eine Frage, ob der APEX Verlag
sich mit solchen fehlerbehafteten Veröffentlichungen wirklich viele Freunde
macht. Der Roman selbst ist es inhaltlich aber für jeden Fan des
Okkulten-Horrors jederzeit Wert, gelesen zu werden.
© by Konrad Wolfram


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