Die Entstehung der Sturmfels-Chroniken
Ein Blick hinter die Kulissen (Teil 2)
von Samuel Sommer
Im Anschluss widmete ich mich dann einer sorgfältigen Überarbeitung des Textes: Ich prüfte den Erzählfluss, verstärkte Spannungsbögen dort, wo sie noch nicht ganz überzeugten, und verfeinerte Dialoge sowie Beschreibungen mit Blick auf Authentizität und Atmosphäre.
Besonders wichtig ist es mir dabei stets, dass – trotz wachsender Komplexität – alles zugänglich bleibt. Die Arbeiten dauerten bis Mitte Juni 2022.
Nach einer solchen Phase lasse ich ein Buch gerne etwas ruhen, um Abstand zum Text zu gewinnen.
So fällt es mir später leichter,
vorhandene Texte zu bearbeiten und gnadenlos zu streichen, was nicht mehr
unbedingt hinein muss. So war es auch bei der Krone der Finsternis. Wer den
Roman gelesen hat, der erinnert sich vielleicht noch an den Charakter Belric
Flammenklinge.
Er hat nur im Finale noch einen kurzen Auftritt, aber
ursprünglich hatte er einen eigenen Handlungsstrang. Seine komplette
Hintergrundgeschichte wurde Opfer einer Kürzung, da ich den Fokus auf Falk und
die Reisegemeinschaft, sowie Thold legen wollte. Ein weiterer Nebencharakter,
der ohnehin keine Rolle mehr für die Bände 9 und 10 spielt, hatte einfach
keinen Platz.
Diese zweite Überarbeitung fand dann im Oktober 2024
statt. Wer jetzt fragend die Hand hebt, um anzumerken, dass dies aber eine
lange Zeit ist, der hat Recht. Tatsächlich liegen die meisten meiner Romane
erstmal länger herum, bevor ich mich ihnen wieder widme.
In der Zwischenzeit arbeite ich dafür an anderen Werken.
Jedenfalls flog jetzt Belric aus dem Text heraus, während ansonsten vor allem
das Feintuning in den Fokus rückte: Stilistische Nuancen wurden angepasst und
Details geschärft – ein unverzichtbarer Schritt hin zu einem finalen Manuskript
von möglichst guter Qualität.
Im Anschluss ging das Werk Ende November 2024 ins
Lektorat, was ich von einem externen Dienstleister durchführen lasse. Dieser
Blick von außen bringt immer wertvolle Anmerkungen hervor, deren Umsetzung ich
im Januar 2025 durchgeführt habe.
Das Lektorat ist jene Phase im Entstehungsprozess eines
Buches, in der man häufig erkennt, welche Stellen noch klarer formuliert oder
besser strukturiert werden können ohne dabei den ursprünglichen Geist des
Textes zu verlieren.
Nicht minder wichtig ist danach das Korrektorat – hier
gilt es möglichst alle orthografischen, sowie grammatikalischen Fehler
auszumerzen. Das ist einfach essenziell für einen reibungslosen Lesefluss und
ein professionelles Gesamtbild. Dieses Korrektorat wurde im Februar 2025
ebenfalls von einem externen Dienstleister durchgeführt.
Überhaupt bin ich jedes Mal überrascht, dass ich es
schaffe so viele Fehler, insbesondere falsche Kommasetzung, zu fabrizieren. An
dieser Stelle auch ein Tipp an alle Selfpublisher und jene, die es werden
wollen: Bucht unbedingt ein Korrektorat, denn es ist Gold wert.
Wer denkt, dass seine Bücher fehlerfrei sind, der nimmt
am besten eine Handvoll Seiten vom Ende des Buches (am Anfang ist man beim
eigenen Korrekturlesen noch aufmerksamer) und schickt diese ein. Das kostet
nicht viel und man bekommt ein Bild davon, wie gut oder schlecht ein Text in
Bezug auf Rechtschreibug und Grammatik in Wahrheit ist.
Während ich auf die Rückmeldung vom Korrektorat wartete
entstand das Coverkonzept: Für dieses überlegte ich mir zunächst verschiedene
Ideen. Meine Aufgabe bestand darin Worte so zu wählen und visuelle
Vorstellungen so präzise zu vermitteln, dass der Coverkünstler diese Eindrücke
wirkungsvoll umsetzen konnte.
Letztlich soll ein gelungenes Cover nicht nur
Aufmerksamkeit erregen sondern auch visuell widerspiegeln was Leserinnen und
Leser zwischen den Seiten erwartet. Ich wollte einen Thronsaal, der den Palast
des Patriarchen darstellt und im Vordergrund eine Krone, um die magische
Energien herumflirren.
Hier muss knapp zusammengefasst werden worum es geht, ohne
zu viel vorwegzunehmen, aber gleichzeitig Neugierde wecken – eine Gratwanderung
zwischen Informationstiefe und Spannungserzeugung.
Nach dem Beenden aller Arbeiten wurde Band 8 schließlich am ersten April 2025 veröffentlicht.
Am Ende sind es 126.500 Wörter geworden,
was ungefähren 550 Taschenbuchseiten entspricht (je nach Größe des Buches und
Formatierung kann es natürlich auch etwas mehr oder weniger sein).
Insgesamt zeigt dieser Werkstattbericht hoffentlich, dass
es viele, mitunter kleinteilige, Einzelschritte braucht, um aus anfänglichen
Ideen über Jahre gesammelter Rohdaten schließlich einen Sturmfels-Roman
entstehen zu lassen.
Heute schreiben wir den 21. Dezember .2025 und aktuell
befindet sich Band 9 im Lektorat. Im Prinzip wiederholt sich hier das Vorgehen
vom letzten Jahr. Anfang Januar erwarte ich den Roman zurück, so dass ich mich
ein weiteres Mal ans Überarbeiten machen kann.
Nach Korrektorat und Abschluss aller Arbeiten wird der
fertige Roman dann voraussichtlich am 1. April 2026 erscheinen.
Viele Grüße, Samuel Sommer
© by Samuel Sommer


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