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Donnerstag, 25. Dezember 2025

Die Entstehung der Sturmfels-Chroniken (Teil 2)

Die Entstehung der Sturmfels-Chroniken

Ein Blick hinter die Kulissen (Teil 2)

von Samuel Sommer

Im Anschluss widmete ich mich dann einer sorgfältigen Überarbeitung des Textes: Ich prüfte den Erzählfluss, verstärkte Spannungsbögen dort, wo sie noch nicht ganz überzeugten, und verfeinerte Dialoge sowie Beschreibungen mit Blick auf Authentizität und Atmosphäre. 

Besonders wichtig ist es mir dabei stets, dass – trotz wachsender Komplexität – alles zugänglich bleibt. Die Arbeiten dauerten bis Mitte Juni 2022.

Nach einer solchen Phase lasse ich ein Buch gerne etwas ruhen, um Abstand zum Text zu gewinnen. 

So fällt es mir später leichter, vorhandene Texte zu bearbeiten und gnadenlos zu streichen, was nicht mehr unbedingt hinein muss. So war es auch bei der Krone der Finsternis. Wer den Roman gelesen hat, der erinnert sich vielleicht noch an den Charakter Belric Flammenklinge.

Er hat nur im Finale noch einen kurzen Auftritt, aber ursprünglich hatte er einen eigenen Handlungsstrang. Seine komplette Hintergrundgeschichte wurde Opfer einer Kürzung, da ich den Fokus auf Falk und die Reisegemeinschaft, sowie Thold legen wollte. Ein weiterer Nebencharakter, der ohnehin keine Rolle mehr für die Bände 9 und 10 spielt, hatte einfach keinen Platz.

Diese zweite Überarbeitung fand dann im Oktober 2024 statt. Wer jetzt fragend die Hand hebt, um anzumerken, dass dies aber eine lange Zeit ist, der hat Recht. Tatsächlich liegen die meisten meiner Romane erstmal länger herum, bevor ich mich ihnen wieder widme.

In der Zwischenzeit arbeite ich dafür an anderen Werken. Jedenfalls flog jetzt Belric aus dem Text heraus, während ansonsten vor allem das Feintuning in den Fokus rückte: Stilistische Nuancen wurden angepasst und Details geschärft – ein unverzichtbarer Schritt hin zu einem finalen Manuskript von möglichst guter Qualität.

Im Anschluss ging das Werk Ende November 2024 ins Lektorat, was ich von einem externen Dienstleister durchführen lasse. Dieser Blick von außen bringt immer wertvolle Anmerkungen hervor, deren Umsetzung ich im Januar 2025 durchgeführt habe.

Das Lektorat ist jene Phase im Entstehungsprozess eines Buches, in der man häufig erkennt, welche Stellen noch klarer formuliert oder besser strukturiert werden können ohne dabei den ursprünglichen Geist des Textes zu verlieren.

Nicht minder wichtig ist danach das Korrektorat – hier gilt es möglichst alle orthografischen, sowie grammatikalischen Fehler auszumerzen. Das ist einfach essenziell für einen reibungslosen Lesefluss und ein professionelles Gesamtbild. Dieses Korrektorat wurde im Februar 2025 ebenfalls von einem externen Dienstleister durchgeführt.

Überhaupt bin ich jedes Mal überrascht, dass ich es schaffe so viele Fehler, insbesondere falsche Kommasetzung, zu fabrizieren. An dieser Stelle auch ein Tipp an alle Selfpublisher und jene, die es werden wollen: Bucht unbedingt ein Korrektorat, denn es ist Gold wert.

Wer denkt, dass seine Bücher fehlerfrei sind, der nimmt am besten eine Handvoll Seiten vom Ende des Buches (am Anfang ist man beim eigenen Korrekturlesen noch aufmerksamer) und schickt diese ein. Das kostet nicht viel und man bekommt ein Bild davon, wie gut oder schlecht ein Text in Bezug auf Rechtschreibug und Grammatik in Wahrheit ist.

Während ich auf die Rückmeldung vom Korrektorat wartete entstand das Coverkonzept: Für dieses überlegte ich mir zunächst verschiedene Ideen. Meine Aufgabe bestand darin Worte so zu wählen und visuelle Vorstellungen so präzise zu vermitteln, dass der Coverkünstler diese Eindrücke wirkungsvoll umsetzen konnte.

Letztlich soll ein gelungenes Cover nicht nur Aufmerksamkeit erregen sondern auch visuell widerspiegeln was Leserinnen und Leser zwischen den Seiten erwartet. Ich wollte einen Thronsaal, der den Palast des Patriarchen darstellt und im Vordergrund eine Krone, um die magische Energien herumflirren.

Abgerundet wurden die Arbeiten mit der Ausformulierung des Klappentextes: 

Hier muss knapp zusammengefasst werden worum es geht, ohne zu viel vorwegzunehmen, aber gleichzeitig Neugierde wecken – eine Gratwanderung zwischen Informationstiefe und Spannungserzeugung.

Nach dem Beenden aller Arbeiten wurde Band 8 schließlich am ersten April 2025 veröffentlicht. 

Am Ende sind es 126.500 Wörter geworden, was ungefähren 550 Taschenbuchseiten entspricht (je nach Größe des Buches und Formatierung kann es natürlich auch etwas mehr oder weniger sein).

Insgesamt zeigt dieser Werkstattbericht hoffentlich, dass es viele, mitunter kleinteilige, Einzelschritte braucht, um aus anfänglichen Ideen über Jahre gesammelter Rohdaten schließlich einen Sturmfels-Roman entstehen zu lassen.

Heute schreiben wir den 21. Dezember .2025 und aktuell befindet sich Band 9 im Lektorat. Im Prinzip wiederholt sich hier das Vorgehen vom letzten Jahr. Anfang Januar erwarte ich den Roman zurück, so dass ich mich ein weiteres Mal ans Überarbeiten machen kann.

Nach Korrektorat und Abschluss aller Arbeiten wird der fertige Roman dann voraussichtlich am 1. April 2026 erscheinen.

Viele Grüße, Samuel Sommer

© by Samuel Sommer

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