John Sinclair 327
Vampir-Witwen
von Jason Dark (Helmut Rellergerd)
Sinclair begibt sich zu den Conollys, in deren
Garten eine Fledermaus aufgetaucht ist, die schwarzmagischer Natur zu sein
scheint, da sie an der neuen, weißmagischen Barriere verendete.
Als dann auch noch ein Killer auftaucht, den John in
Notwehr erschießt, geht er auf Spurensuche und es stellt sich heraus, dass
dieser von den vier Witwen eines von ihm vernichteten Vampirs, dem Baron von
Tirano (Band 304) angeheuert wurde, welche sich an Sinclair rächen wollen.
Die Witwen lauern John in der Tiefgarage seines Hauses auf, wo sie ihn überwältigen und betäuben. Anschließend verschleppen sie ihn und verfrachten ihn in einen Sarg, um ihn lebendig zu begraben.
Suko und Bill gelingt es, das Versteck der Witwen
ausfindig zu machen und John zu befreien, worauf die Vampir - Witwen vernichtet
werden.
- Erschienen am 8. Oktober 1984
-
Titelbild:
Vicente Ballestar
Auch dieser Roman reiht sich
nahtlos in die überwiegend schwachen Einzelromane der letzten Zeit ein, wobei
in diesem Fall die Handlung besonders dünn ausgefallen ist, zumal die Grundidee
der rachsüchtigen Witwen, die der Autor hier aus dem Hut zaubert, nicht sehr
viel hergibt.
Das fängt schon mit der Jagd
auf die Fledermaus an, die sich nicht nur unendlich in die Länge zieht, sondern
dann noch mit einer nicht wirklich nachvollziehbaren Aktion endet, als John die
bereits tote Fledermaus mit einem Bolzen beschießt, um festzustellen, ob es
sich um eine normale oder schwarzmagische Kreatur handelt.
Dass sie überhaupt bei Conolly
auftaucht, macht ebenso wenig Sinn, wie das Auftauchen eines Killers, der
Sinclair “in die Falle locken” soll, da die Witwen ihn dann ohnehin in seiner
Tiefgarage aufsuchen, um ihn da mal eben zu überwältigen und zu entführen.
Dabei sollte man meinen, dass
Johns Kreuz sich zumindest erwärmt, wenn er es schon nicht einsetzen kann, da
die Vampire ihn überrumpeln, aber das passiert nicht, so dass hier der Eindruck
entsteht, als hätte Dark nicht so recht gewusst, ob die Witwen nun Vampire sind
oder nicht.
Am Ende folgt dann eine
schwache Wiederholung der klassischen Szene aus dem Roman “Lebendig begraben”,
aber während man sich in diesem zumindest noch fragte, wie es John gelingt,
sich aus dem Sarg zu befreien, weiß man hier, dass Bill und Suko bereits auf
dem Weg zu ihm sind und ihn ganz sicher rechtzeitig herausholen werden.
Für Dark eine weitere
Gelegenheit, die dünne Story zu strecken, und so füllt er die zweite Hälfte des
Romans überwiegend mit der Suche nach John, bis dieser dann am Ende - wer hätte
es gedacht - befreit wird und die Vampir - Witwen vernichtet werden.
© by Stefan Robijn
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen