Reverend Pain
Wo die Toten sich erheben
von Steve Salomo (Peter Haberl)
Vor mehr als hundertzwanzig Jahren strich Calem Rosborough als Massenmörder durch das Moor und brachte so manche Dorfbewohner auf grausige Weise dem Moordämon Moranus als blutiges Opfer dar.
Doch dann
hatte man ihn selbst im Moor getötet und der geistliche Mann, nur der Padre
genannt, versiegelte die dunkle Stätte mit einem großen geweihten Holzkreuz.
Doch nun scheint das Grauen wieder zurückzukehren, denn das heilige Kreuz ist im Moor verrottet und der Urenkel John Rosborough bringt an dieser Stätte einen Hasen als blutiges Opfer dar, um seinen Ahnen wieder zu erwecken.
Dabei scheint er wie in Trance, denn das Böse nimmt immer
mehr Platz in seinen Gedanken ein. Aber auch ein fasst schattenhafter und
gesichtsloser Geist in einer Kutte scheint hierbei dem Bösen im Moor zu dienen.
Nach so langer Zeit dürstet es indessen dem nun zum
Moormonster mutierten Calem Rosborough danach, grausame Rache an den Nachkommen
derer zu nehmen, die ihn einst besiegten. Und hierzu gehören auch Byram
Lavender, seine Frau Stella und ihr bereits erwachsener Sohn Ben, welche von
ihrem Schicksal allerdings noch nichts ahnen.
Denn der Moordämon Moranus hat noch wesentlich mehr
vor. Er will das Blut der neuen Opfer im Moor dafür nutzen, Calems ehemalige
Opfer ebenfalls wieder als Moormonster zu beleben, um so eine Armee des
Schreckens aufstellen zu können. Und so ist es gerade Byram, welcher durch eine
List von John Rosborough ins Moor gelockt wird und als erster sein Leben und
sein Blut opfern muss.
Einige Zeit später ist es Ben, der sich anschickt,
nach seinem Vater im Moor zu suchen, wovon ihn nicht nur seine Mutter aus Angst
abrät, sondern auch Reverend Pain, der gerade im Dorf und auf der kleinen Farm
der Familie Lavender eingetroffen ist.
Doch Ben lässt sich nicht von seinem Vorhaben
abbringen und sogar seine zukünftige Braut Susan Carter besteht deshalb darauf,
ihn bei der Suche zu begleiten. Als Reverend Pain ebenfalls im Moor eintrifft, sehen
er und die jungen Leute sich den Angriffen der Moormonster ausgesetzt, dessen
menschliche Knochen durch das Blut neuer Opfer nun eine Symbiose mit dem
Schlamm des Moores eingegangen sind.
Dabei wird zuerst Susan von John Rosborough entführt
und unter der Erde dem Dämon Moranus als jungfräuliche Sklavin präsentiert.
Auch Ben Lavender gerät in die Fänge des Dämons, welcher ihn nun als Mensch zu
seinem willigen Untertanen machen will. Weigert sich Ben, so werde der Dämon
die unschuldige Susan aufs schecklichste foltern.
Und so steht Ben nun vor der Wahl, als erstes John Rosborogh zu töten und dessen Blut dem Moor zu opfern, weil dieser in den Augen des Dämons hinsichtlich der Ermordung von Reverend Pain versagt hat.
Und danach
soll auch noch Reverend Pain durch Bens Hände sterben. Indessen stellt Reverend
Pain fest, dass der gesichtslose Geist in der Kutte niemand anderes ist als der
Padre, der einst gegen Calem Rosborough im Namen Gottes siegte.
Aber auch dieser wurde danach offenbar zum
teuflischen Handlanger des Dämon Moranus. Doch kann es noch eine Rettung der
Seelen für Ben und Susan gegen?
- Wo die Toten sich erheben (Roman 2 von 12)
- Deutsche Erstveröffentlichung: März 2007
- Neuer Text in Länge eines Heftromans
- Hardcover/2 Romane, Zaubermond Verlag
-
Titelbild: Sandobal
„Laut begann der Reverend aus der Heiligen Schrift zu zitieren: "Und es wurde hinausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt: Teufel und Satan, der die Welt verführt, und er wurde auf die Erde geworfen, und seine Engel wurden mit ihm dahin geworfen..." (Reverend Pain/Seite 153, "Wo die Toten sich erheben"/Zaubermond Verlag)
Bei „WO DIE TOTEN SICH ERHEBEN“,
handelt es sich um einen völlig neuen Roman von Steve Salomo, der damals nicht
in der Bastei Reihe „GRUSEL-SCHOCKER“ veröffentlicht, sondern speziell für die
spätere Buchausgaben des Zaubermond Verlag geschrieben wurde.
Der Autor knüpft hier
allerdings durchaus an den ersten Roman an, indem er auch kurz nochmals das
Dorf Tombstone erwähnt. Damit aber wird dieser Roman seitens des "Mad Max
des Glaubens" in einer postapokalyptischen Zukunft auch nicht wirklich
besser. Da nutzt es dann auch nichts, wie immer ein hübsches, junges und noch
jungfräuliche Mädchen mit praller Oberweite einzubauen und dem Oberdämon
vorzuwerfen.
Denn die durchaus erst einmal
interessante Grundidee der Handlung krankt schnell daran, dass es hier schlicht
im Wechsel nur rein ins Moor und raus aus dem Moor geht, wo sich die
Auseinandersetzungen mit den Moormonstern dann auch bald recht langatmig
gestalten.
Und als Leser empfindet man es
auch bald eher recht übererklärt, wenn ständig beschrieben wird, wie die
Monster durch eine Schlammblase auftauchen, als säßen sie auf einer Herdplatte
in einem Topf mit blubberndem Iglo-Rahmspinat.
Und das die ehemaligen
menschlichen Skelette nun statt von Muskeln getragen, nun aus Schlamm und Blut
der Opfer sowie Eiter und Schleim bestehen, wird dann auch nicht appetitlicher,
wenn man es als Leser ständig neu aufgewärmt bekommt.
Eventuell versucht man so auch
einfach nur die typische Länge eines Heftroman zu erreichen, indem man gewisse
Dinge einfach immer wiederholt. Spannung baut dies jedenfalls nicht auf und die
Handlung fängt irgendwann einfach nur noch an, sich wie ein Kaugummi zu ziehen.
Dafür verunglimpft unser
Reverend hier in mittelalterlich-christlicher Tradition gleich auch mal Charles
Darwin und die Evolutionstheorie als Teufelswerk und bezeichnet die Überreste
der Saurier locker als Knochen höllischer Drachen.
Mal abgesehen davon, dass ich
bei den Moormonstern ständig die Figur des Swamp Thing der DC Comics im Kopf
hatte, konnte mich die Handlung leider kaum wirklich positiv in ihren Bann
ziehen. Da war es dann auch egal, mit wie vielen Bibelzitaten unser fanatischer
Reverend hier um sich schmeißen mochte.
© by Konrad Wolfram
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