Translate

Freitag, 25. November 2022

Krimi-Rezension: Herzschuss von Andreas Föhr

Ein frischer Wind weht durch die Polizeiinspektion Miesbach – oder wohl eher eine steife Brise.

Clemens Wallners neue Chefin Karla Tiedemann ist nicht nur 10 Jahre jünger als der Kommissar und mit einem Sinn für beißende Ironie gesegnet; sie scheint auch mindestens so sehr an ihrer Karriere interessiert wie an Gerechtigkeit.

Als der Abgeordnete Gansel in seinem eigenen Haus ermordet wird, gerät Kommissar Wallner von zwei Seiten unter Druck.

Karla drängt auf einen raschen Abschluss des Falls – und der Hauptverdächtige ist ausgerechnet Polizeihauptmeister Leonhardt Kreuthner!

Denn Gansel war mit Kreuthners Jugendliebe Philomena verheiratet und hat sie offenbar geschlagen. 

Das wiederum hatte Kreuthner herausbekommen und wollte es in der ihm eigenen unkonventionellen Art unterbinden…

Mit „HERZSCHUSS“ präsentiert der Autor ANDREAS FÖHR den zehnten Roman mit dem Ermittler-Duo Wallner und Kreuthner, der vor allem durch seine beiden kauzigen, aber glaubhaft wirkenden Protagonisten punkten kann.

Hinzu kommt eine unterhaltsame Handlung, in der weder der trockene, bayerische Humor zu kurz kommt, sondern auch einige überraschende Wendungen für Abwechslung sorgen.

Leider mangelt es dem Kriminalroman etwas an Spannung, was auch daran liegt, dass die Handlung des Romans etwas braucht, bis sie in die Gänge kommt.

Herzschuss
von Andreas Föhr
Paperback, 16,99 Euro
Erschienen am 2. November 2011
Knaur Verlag

© by Ingo Löchel

 

Keine Kommentare: