Dr. Morton 123
Der blutige Schatten
von John Ball
Eine Frau wird in London auf einer Parkbank ermordet. Sie wird von hinten stranguliert.
In der OF werden ihr zusätzlich beide Augen ausgestochen und die Kehle aufgeschlitzt, sodass sich eine Blutfontäne in hohem Bogen ergießt, S. 6.
Reaktion der Umstehenden ist „ein Schrei“ (EV S. 4) bzw.
„ein gellender Schrei“ (OF S. 6). [„gellende Schreie“ sind für mich ein nicht
wegzudenkender Bestandteil deutscher Grusel-Heftromane der 1970er-Jahre: es
wurde ausschließlich gellend geschrieen (damals noch mit Doppel-e).
Chefinspektor Maugham diskutiert den Fall mit Sir Edward
und Rob Jones: Es handelt sich um einen fast normalen Mord. In der OF fügt er
hinzu: wenn das mit den Augen nicht wäre – so ist es schon fast ein Ritualmord,
S. 7.
Anschließend sprechen sie über einen kürzlich tot aufgefundenen Schauspieler. In der EV wurde er „erdrosselt“, (zwei Mal S. 7), in der OF „ermordet“, (zwei Mal S. 9).
- Ungekürzte Original-Fassung (OF), Romantruhe, September 2025
- Erstveröffentlichung (EV): Der Lord Nr. 13, 1976
Es kommt in London zu zwei weiteren sonderbaren Morden,
zwischen denen kein Zusammenhang zu bestehen scheint, auch bei den Tätern
scheint es sich jedes Mal um andere Personen zu handeln.
Der Lord recherchiert in einem Hotel, der Empfangschef
erkennt ihn als den Mann, der Scotland Yard geholfen hat (EV S. 19) bzw. als
den Mann, der mit Dr. Morton Scotland Yard geholfen hat (OF S. 20).
Der Lord verfolgt diesen Mann später auch und hält es für
gut, dass Dr. Morton nichts von seinem Vorgehen weiß. Nur in der OF wird
hinzugefügt, dass er ja keine Ahnung hat, dass Grimsby dafür gesorgt hat, dass
Morton über jeden seiner Schritte informiert ist, S. 31.
Weitere inhaltliche Unterschiede gibt es nicht, kleine sprachliche Abweichungen kommen immer wieder vor, wie zum Beispiel „Dr. Morton“ (OF S. 52) bzw. „Lord Morton“ (EV S. 51). Das Titelbild wurde auch für Dr. Morton Sammelband Nr. 2 verwendet.
© by Helge Ebsen


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