Horrotica 2
Die Insel der toten Wikinger
von Damian Lester
Gordon Donovan ist Privatdetektiv im Auftrag der
Prudential Insurance und befindet sich gerade auf dem Friedhof Kirk Braddan auf
der Isle of Man. Denn dort liegt die Leiche von Arthur Pendelton.
Und genau der wurde auf sehr grausame Weise
ermordet, indem er sogar mehrere Bisswunden aufweist, die sicherlich nicht von
wilden Hunden verursacht wurden.
Und dann taucht mit Rita MacAndrews von der Presse auch noch die Traumfrau seines Lebens auf...
...die genau wie er glaubt, dass dieser
Mord nicht mit rechten Dingen vonstattenging. Denn der Tod von Pendelton ist
nicht das einzige seltsame Vorkommnis, welches mittlerweile auf der Isle of Man
für Angst sorgt.
Irgendetwas scheint sogar im dichten Nebel während
der Nacht zu lauern. Und dieses Böse scheint überall zu sein und sogar unter
der Erde, in den toten Überresten in den Gräbern und in den toten Körpern von
Tieren und selbst dem Ungeziefer.
Dies bekommt auch der alte Schafzüchter Ewan Corlett
zu spüren, der in der Nacht von ekelhaften Leichenwürmern und einem seiner
Schafe angegriffen wird, dessen Bauch aufplatzt um nur noch mehr blutgieriges
Ungeziefer freizusetzen.
Aber auch bei Chief Inspector O'Leary bricht langsam
das Chaos aus, denn immer mehr Bewohner geraten in der Nacht und in dem dichten
Nebel in Panik. Und auch Gordon und Rita sind sich langsam sicher, dass hier
die Polizei mit herkömmlichen Mitteln nicht wirklich etwas ausrichten kann.
Um dem seltsamen Bösen entgegentreten zu können,
setzen Gordon und Rita daher eher auf Rupert Bradford, einem Kenner okkulter
Geschichte, der sich selbst als einen echten Druiden bezeichnet.
Doch auf dem Weg zu ihm kommen sie auch am Tynwald
Hill vorbei. Einem Erdhügel, der im 10 Jahrhundert von den Wikingern
aufgeschüttet wurde. Und genau dieser Hügel scheint nun offenbar zu leben.
Denn es wühlen sich immer mehr tote Wikinger aus dem
Boden. Zombies, die man hier auch als Wiedergänger oder „Draugr“ bezeichnen
würde. Und diese Zombie-Kreaturen bedrohen bald alles menschliche Leben auf der
Isle of Man.
Bradford indessen gibt zu, in seinem wissbegierigen
Drang und mit Hilfe okkulter Magie den Riss zwischen den Welten der Lebenden
wie der Toten selbst geöffnet zu haben.
Doch um diesen Riss wieder zu schließen, der zudem
immer größer zu werden droht, müssen Gordon und Rita das Schwert des
Wikingerkönig Godred Crovan im Museum von Douglas finden und Bradford muss an
Ort und Stelle den Weltenriss durch die magischen sieben Siegel wieder
schließen.
Doch dafür müssen sie auch den riesenhaften Avatar
von Godred Crovan besiegen, der sie bereits mit einem Heer untoter Kreaturen am
Weltenriss erwartet.
- Veröffentlichung: Am 17. Oktober 2026
- Autor: Damian Lester
- Band 2/Einzelroman
-
Verlag: Bastei
„Der alte Totengräber, von dem ich erzählt habe … er ist nicht einfach nur weggelaufen. Er sitzt in der Psychiatrie. Er hat versucht, sich die Ohren mit Wachs zu verstopfen, weil er das Kratzen nicht mehr ertragen konnte.“ (Horrotica, Band 2/ "Die Insel der toten Wikinger"/Seite 6)
Schon der Titel über die toten
Wikinger wirkte auf den ersten Blick (und auch einigen noch folgenden Blicken)
ziemlich altbacken, als hätte man einen Gruselroman von Anfang der 1980er Jahre
vor sich. In dem Punkt sollte Bastei daher wirklich noch an den Romantiteln zur
Präsentation arbeiten.
Und auch die untoten Wikinger
hinter dem blonden Bikini-Mädchen wirken irgendwie etwas deplatziert, auch wenn
das Cover mit der niedlichen Blondine im Bikini sich durchaus sehen lassen
kann.
Auffällig war indessen auch der
Beginn der Handlung, welcher bis in die Dialoge hinein recht nahe an einem
düsteren Kriminalroman (Crime Noir) erinnerte. Nun muss hierzu aber sagen, dass
ich das durchaus sehr mag und dies daher auch nicht als Kritik angesehen werden
sollte.
Zumindest bauten sich bei mir
da beim Lesen im Kopf Bilder in Schwarzweiß auf und Gordon Donovan wurde für
mich einem Schauspieler wie Humphrey Bogart (1899 – 1957) irgendwie immer
ähnlicher.
Dagegen sind die schaurigen wie
morbiden Elemente, neben einem netten Schuss purer Erotik, durchaus
vergleichbar mit den erschreckenden Szenen so mancher moderner Horrorfilme, die
richtig in den blutigen Eintopf greifen können, um es mal so auszudrücken.
Gerade diese Mischung hatte etwas, das mich als Leser durchweg fesseln konnte.
Und genau das macht den Roman
durchaus lesenswert, zumal der Autor hier nicht nur auf die üblichen
vermoderten Zombies zurückgreift, die plötzlich aus ihren Gräbern steigen.
Denn hier kann so ziemlich
alles tödlich werden. Egal ob es die Schafe im Nebel sind, bösartige tote Vögel
oder eben große, eklig-schleimige Würmer, die nichts lieber angreifen, als
lebende Menschen.
Und genau das macht den Roman
wesentlich spannender als das übliche Zombie-Schema, in dem passend zum
Klischee, untote Menschen verwesend durch die Straßen nach lebenden Opfern
streifen.
Wie gesagt, ich war am Anfang,
als ich den Titel des Romans gelesen hatte, durchaus recht skeptisch gewesen.
Der Roman selbst, seitens der zweiten Ausgabe der Heftroman-Reihe „HORROTICA“, konnte
jedoch dann bei mir durchweg positiv punkten. In dem Sinne ... gerne mehr
davon, was den Inhalt und die Handlung betrifft.
© by Konrad Wolfram

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