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Samstag, 24. Oktober 2026

Heftroman: Die Insel der toten Wikinger

Horrotica 2

Die Insel der toten Wikinger

von Damian Lester

Gordon Donovan ist Privatdetektiv im Auftrag der Prudential Insurance und befindet sich gerade auf dem Friedhof Kirk Braddan auf der Isle of Man. Denn dort liegt die Leiche von Arthur Pendelton.

Und genau der wurde auf sehr grausame Weise ermordet, indem er sogar mehrere Bisswunden aufweist, die sicherlich nicht von wilden Hunden verursacht wurden.

Und dann taucht mit Rita MacAndrews von der Presse auch noch die Traumfrau seines Lebens auf...

...die genau wie er glaubt, dass dieser Mord nicht mit rechten Dingen vonstattenging. Denn der Tod von Pendelton ist nicht das einzige seltsame Vorkommnis, welches mittlerweile auf der Isle of Man für Angst sorgt.

Irgendetwas scheint sogar im dichten Nebel während der Nacht zu lauern. Und dieses Böse scheint überall zu sein und sogar unter der Erde, in den toten Überresten in den Gräbern und in den toten Körpern von Tieren und selbst dem Ungeziefer.

Dies bekommt auch der alte Schafzüchter Ewan Corlett zu spüren, der in der Nacht von ekelhaften Leichenwürmern und einem seiner Schafe angegriffen wird, dessen Bauch aufplatzt um nur noch mehr blutgieriges Ungeziefer freizusetzen.

Aber auch bei Chief Inspector O'Leary bricht langsam das Chaos aus, denn immer mehr Bewohner geraten in der Nacht und in dem dichten Nebel in Panik. Und auch Gordon und Rita sind sich langsam sicher, dass hier die Polizei mit herkömmlichen Mitteln nicht wirklich etwas ausrichten kann.

Um dem seltsamen Bösen entgegentreten zu können, setzen Gordon und Rita daher eher auf Rupert Bradford, einem Kenner okkulter Geschichte, der sich selbst als einen echten Druiden bezeichnet.

Doch auf dem Weg zu ihm kommen sie auch am Tynwald Hill vorbei. Einem Erdhügel, der im 10 Jahrhundert von den Wikingern aufgeschüttet wurde. Und genau dieser Hügel scheint nun offenbar zu leben.

Denn es wühlen sich immer mehr tote Wikinger aus dem Boden. Zombies, die man hier auch als Wiedergänger oder „Draugr“ bezeichnen würde. Und diese Zombie-Kreaturen bedrohen bald alles menschliche Leben auf der Isle of Man.

Bradford indessen gibt zu, in seinem wissbegierigen Drang und mit Hilfe okkulter Magie den Riss zwischen den Welten der Lebenden wie der Toten selbst geöffnet zu haben.

Doch um diesen Riss wieder zu schließen, der zudem immer größer zu werden droht, müssen Gordon und Rita das Schwert des Wikingerkönig Godred Crovan im Museum von Douglas finden und Bradford muss an Ort und Stelle den Weltenriss durch die magischen sieben Siegel wieder schließen.

Doch dafür müssen sie auch den riesenhaften Avatar von Godred Crovan besiegen, der sie bereits mit einem Heer untoter Kreaturen am Weltenriss erwartet.

  • Veröffentlichung: Am 17. Oktober 2026
  • Autor: Damian Lester
  • Band 2/Einzelroman
  • Verlag: Bastei
„Der alte Totengräber, von dem ich erzählt habe … er ist nicht einfach nur weggelaufen. Er sitzt in der Psychiatrie. Er hat versucht, sich die Ohren mit Wachs zu verstopfen, weil er das Kratzen nicht mehr ertragen konnte.“ (Horrotica, Band 2/ "Die Insel der toten Wikinger"/Seite 6)

Schon der Titel über die toten Wikinger wirkte auf den ersten Blick (und auch einigen noch folgenden Blicken) ziemlich altbacken, als hätte man einen Gruselroman von Anfang der 1980er Jahre vor sich. In dem Punkt sollte Bastei daher wirklich noch an den Romantiteln zur Präsentation arbeiten.

Und auch die untoten Wikinger hinter dem blonden Bikini-Mädchen wirken irgendwie etwas deplatziert, auch wenn das Cover mit der niedlichen Blondine im Bikini sich durchaus sehen lassen kann.

Auffällig war indessen auch der Beginn der Handlung, welcher bis in die Dialoge hinein recht nahe an einem düsteren Kriminalroman (Crime Noir) erinnerte. Nun muss hierzu aber sagen, dass ich das durchaus sehr mag und dies daher auch nicht als Kritik angesehen werden sollte.

Zumindest bauten sich bei mir da beim Lesen im Kopf Bilder in Schwarzweiß auf und Gordon Donovan wurde für mich einem Schauspieler wie Humphrey Bogart (1899 – 1957) irgendwie immer ähnlicher.

Dagegen sind die schaurigen wie morbiden Elemente, neben einem netten Schuss purer Erotik, durchaus vergleichbar mit den erschreckenden Szenen so mancher moderner Horrorfilme, die richtig in den blutigen Eintopf greifen können, um es mal so auszudrücken. Gerade diese Mischung hatte etwas, das mich als Leser durchweg fesseln konnte.

Und genau das macht den Roman durchaus lesenswert, zumal der Autor hier nicht nur auf die üblichen vermoderten Zombies zurückgreift, die plötzlich aus ihren Gräbern steigen.

Denn hier kann so ziemlich alles tödlich werden. Egal ob es die Schafe im Nebel sind, bösartige tote Vögel oder eben große, eklig-schleimige Würmer, die nichts lieber angreifen, als lebende Menschen.

Und genau das macht den Roman wesentlich spannender als das übliche Zombie-Schema, in dem passend zum Klischee, untote Menschen verwesend durch die Straßen nach lebenden Opfern streifen.

Wie gesagt, ich war am Anfang, als ich den Titel des Romans gelesen hatte, durchaus recht skeptisch gewesen. Der Roman selbst, seitens der zweiten Ausgabe der Heftroman-Reihe „HORROTICA“, konnte jedoch dann bei mir durchweg positiv punkten. In dem Sinne ... gerne mehr davon, was den Inhalt und die Handlung betrifft.

© by Konrad Wolfram 

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