Castor Pollux
Das Blut der Arena
von Michael Schauer
Nero ist tot und mit Kaiser Lucius Galba bricht die
Zeit des Vier-Kaiser-Jahres im ersten Jahrhundert des römischen Reich an.
Doch vierzig Jahre vorher trifft der Legionär
Krispin auf den alten Zauberer Gwydion in Gemanien. Und der bietet ihm ein
verlockendes Angebot in magischem Wissen an.
68 n. Chr.: Castor sitzt im Kerker weil er laut dem Präfekt der Prätorianer Nymphidius Sabinus die Tochter eines Kaufmann geschändet und ermordet haben soll.
Doch der wahre Mörder war Nymphidius
selbst. Der Plan jedoch stammt von Pergon, einem der Finsteren, der als Berater
des Kaisers Druck auf Lucius Galba ausübt.
Doch so perfekt scheint dieser Plan nicht zu sein.
Denn Senator Urbanus gelingt es Galba zu einem ordentlichen Prozess gegen
Castor zu zwingen, anstatt ihn in der Arena einfach den Löwen vorzuwerfen.
Doch auch Galba, der um seine Macht bangt, will
während der Abwesenheit des dämonischen Pergon im Prozess gegen Castor zu einer
List greifen. Indessen stirbt während der Kämpfe in der Arena der Gladiator
Cecilio Tamarus einen unsinnigen Tod.
Auf anraten einer befreundeten Nachbarin sucht
indessen die Schwester, Kornelia Tamarus den Wunderheiler Krispin in Rom auf,
denn es heißt, der alte Zauberer könne sogar Tote wieder zum Leben erwecken.
Das unglaubliche gelingt, auch wenn Krispin hierfür
unbeschreibliches von Kornelia einfordert. Und tatsächlich erwacht Cecilio kurz
darauf wieder aus dem Totenreich. Das Problem ist jedoch, das Cecilio täglich
menschliches Blut trinken muss und er von einer fasst schon unstillbaren
Mordlust getrieben wird.
Und genau die zwingt ihn geradezu die angesehene
Lorena Aportanias auf animalische Weise
zu ermorden. Doch genau die war einstmals die Geliebte von Lucius Galba. Aber
auch sie bleibt in dieser Nacht nicht das einzige bedauernswerte Opfer.
Der Schauprozess gegen Castor Pollux nimmt indessen
eine außergewöhnliche Wendung durch den Rechtsgelehrten und Freund von Senator
Urbanus, mit Namen Amandas. Und so ist es Kaiser Galbas selbst, der sich
schnell für einen Freispruch von Castor Pollux ausspricht.
Diese Wendung kennt der dämonische Pergon allerdings
noch nicht, da er vom neuen Obersten Richter der Finsteren, Barnabas, als
Belohnung eine eigene dunkle Welt als persönlichen Machtbereich erhält.
Erst als er zurück zur Welt der Menschen und an den
Hof des Kaiser in Rom gelangt, bemerkt Pergon, das ihm hier die Zügel zu
entgleiten drohen. Castor Pollux und sein neuer Partner Milon von Kroton müssen
sich indessen um den untoten Gladiator kümmern, der immer noch mordend in Rom
sein Unwesen treibt.
- Erschienen am 17. Oktober 2026
- Ein Roman von Michael Schauer
- Taschenhaft Band 1 von 6 (Staffel 3)
-
Erscheinungsweise monatlich
„Ihre Stimme senkte sich zu einem Flüstern. „Es war ein böser Mann, glaube ich. Eine schreckliche Kälte ging von ihm aus, und ich hatte furchtbare Angst, obwohl er mir nichts tat.“ (Castor Pollux: Band 1/Staffel 3, "Das Blut der Arena"/Seite 129)
Der Bezwinger Castor Pollux
kommt nicht zur Ruhe. Denn der Riss zur Sphäre der Finsteren ist offen und es
gibt auch nach Bonifazius dort mit Barnabas einen neuen Obersten Richter, der
nun die Welt der Menschen ins Chaos stürzen will.
Und dabei scheint er offenbar
gute Karten zu haben, denn der dämonische Pergon scheint den neuen Kaiser
Lucius Galba voll im Griff zu haben. Doch wie es im Leben nun einmal so ist,
läuft nicht alles so perfekt wie ein Uhrwerk.
Denn es ist Senator Urbanus,
der den Kaiser an geltendes römisches Recht erinnern muss. Und schon liegt auch
der finstere Plan von Pergon in einer beträchtlichen Schieflage, die sich bei
seiner Abwesenheit sogar noch zu seinen Ungunsten verschlimmern dürfte.
Und diesen Rahmen füllt der
Autor Michael Schauer auch zugleich mit einer recht spannenden Geschichte um
einen untoten Gladiator aus, der eigentlich selbst nicht böse war, nun aber dem
Totenreich entrissen, zu einer getriebenen mordlustigen Bestie mutiert.
Die dritte Staffel dürfte also
wieder mit weiteren sehr spannenden wie düsteren Abenteuern gespickt sein, die
sicherlich wieder Lust auf mehr machen werden. Die hier nun dritte Staffel
wartet daher auch aktuell mit folgenden sechs Abenteuern aus dem alten Rom auf:
- Band 1.: Das Blut der Arena
- Band 2.: Angst über Rom
- Band 3.: Der Fluch der Wölfe
- Band 4.: Im Reich der Wölfe
- Band 5.: Das Subura-Monster
-
Band 6.: Piraten greifen an
Mir persönlich kommen da im
Vorfeld irgendwie zu viele Wölfe vor, zumal ich auch nicht unbedingt ein großer
Fan von Geschichten z.B. um Werwölfe bin. Aber trotzdem lasse ich mich bei
dieser bisher genialen Serie auch in diesem Punkt wieder gerne positiv
überraschen.
Schade ist eigentlich nur, das
man beim Bastei Verlag die Staffeln dieser Reihe von zwölf auf nun nur noch sechs
Bände reduziert hat. Dies mag durchaus überschaubarer sein, dafür sollte man
aber die Wartezeit bis zur nächsten Staffel zumindest etwas minimieren.
Schließlich scharren die Fans
der Serie „CASTOR POLLUX“ ja beim letzten Band sicherlich wieder mit den Füßen,
um an weitere Abenteuer aus dem alten Rom zu gelangen. Verpassen sollte man
diese erste Ausgabe der Gruselserie „CASTOR POLLUX“ jedenfalls nicht.
© by Konrad Wolfram

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