Marvel Origins
The Avengers 11
Die ruhmreichen Rächer
gegen Spider-Man
Aus dem Jahre
3000 heraus beobachtet Kang der Eroberer seine Gegner, die Avengers sehr genau
und analisiert auch die Fehler von deren anderen Gegnern wie den Masters of
Evil.
Und gerade
jetzt, wo laut noch unbestätigten Informationen Anthony Stark getötet worden
sein soll und dessen Leibwächter, der Iron Man verschwunden ist, scheint die
Gelegenheit für einen weiteren Angriff geradezu ideal.
Doch Kang will sich nun nicht selbst in den Kampf stürzen...
...und konstruiert über einen
Duplikator einen exakten Sipder-Man-Roboter um einerseits die Avengers zu
täuschen und sie so dann auch unerwartet zu vernichten.
Und um eben
diese Kopie von "Spidey", der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft
perfekt in der Vergangenheit zu platzieren, täuscht Kang mit einigen anderen
Androiden als Straßenschläger einen Angriff auf Captain America an, bei dem
seine Spidey-Roboter hilfreich eingreift und Cap. Amerika sogar unterbreitet,
das er Mitgleid der Avengers werden möchte.
Dies
verwundert zuerst etwas, denn Spider.Man gilt ja bekanntlich als typischer
Einzelgänger. Und auf ungeteilte Gegenliebe trifft sein begehren auch nicht bei
den anderen Avengers. So mag die Wasp eh keine Arachnoiden (egal in welcher
Form) und Thor will eine Probezeit nach der negativen Erfahrung mit Wonder Man
(Ausgabe #9).
Hierauf
reagiert Spider-Man eher patzig, was die Fronten zwischen ihm und den Avengers
nur weiter verhärtet. Doch dann erhalten die Avengers die Information von ihm,
das die Masters of Evil Iron Man nach Mexiko in den Tirod-Tempel entführt
hätten.
Und so machen
sich Giant-Man und Wasp, Thor und Cap. America getrennt auf den Weg um ihren
Kameraden Iron Man beizustehen. Dabei ahnen sie nicht, das sie einer nach dem
anderen in die Falle des Spidey-Roboters tappen und in den einzelnen Kämpfen
einer nach dem anderen ausgetrickst werden.
Als Spidey
auch noch Cap. Amerika in einen Abgrund stürzt, bekommt der allerdings
unerwartet Hilfe. Denn schon in New York ist dem echten Spider-Man die Kopie
seiner Geheimidentität per Spinnensinn aufgefallen, worauf er die Roboter-Kopie
seit dem heimlich beobachtet und bis nach Mexiko verfolgt hatte.
Nun jedoch,
als der falsche Spidey offenbar kurz vor seinem Ziel steht und die Avengers mit
einem versteckten Zeittransporter in das Jahr 3000 entführen will, greift der
echte Spidey an.
Dieser Kampf
ist jedoch nicht einfach, denn die Roboter-Kopie scheint seinen gesamten
Kampfstil perfekt kopieren zu können. Doch dann gelingt es Spidey, den Roboter
zu deaktivieren. Cap. amerika, der den Kampf Spider-Man gegen den Roboter
beobachtet hat, unterrichtet später die Avengers über die wahren Hintergründe
und das bei einer solchen perfekten Roboter-Kopie nur Kang der Eroberer aus der
Zukunft stecken kann.
- Erschienen im Dezember 1964
- Autor: Stan Lee
- Zeichner: Don Heck
- Vertrieb: Hachette Collections SNC
-
Erstes
Crossover mit Spider-Man
Hier ist es nun, das damals so ersehnte Crossover zwischen den Avengers und
Spider-Man, auch wenn die Avengers selbst keinen wirklich direkten Kontakt zum
echten und einzigen Spider-Man innerhalb der Handlung hatten.
Auch wieder dabei, Kang der Eroberer aus dem Jahre 3000, den wir ja erst
kürzlich erst als Immortus (Ausgabe #10), dem Herrn des Zeit-Limbus schon als
Gegner vor der Brust hatten.
Und der versucht sich hier nicht noch einmal mit den Masters of Evil zu
verbünden, sondern benutzt deren Existenz nur, um die Avengers direkt in eine
perfide Falle zu locken.
Das hier Iron Man verschwunden ist und Tony Stark eventuell sogar ermordet
worden sein soll, behandelt indessen ein anderes Solo-Abenteuer des Iron Man,
da sich ja bei den verschiedenen Marvel-Serien damals alles in ein und
demselben Universum abspielte. Gemeint ist dabei ein Abenteuer von Iron Man mit
dessen Erzgegner dem Mandarin.
Aber Iron Man wird schon in der nächsten Ausgabe wieder Teil des Teams sein
und auch der Tod von Tony Stark stellt sich damit dann wohl als Zeitungsente
heraus.
Einen kleinen Seitenhieb kassiert indessen bei der Sitzung der Avengers
Rick Jones, der einen Antrag von Giant-Man unterstützen will, dann aber von
Captain Amerika damit abgebügelt wird, das er nichts unterstützen können, weil
er ja kein Mitglied der Avengers sei. So kann man einen Teenager-Kumpel auch
verbal auf spur bringen. Vielleicht nicht nett, aber offenbar damals effektiv.
Das man zwischen den Angriffen von Zemo, der Enchantress und dem Henker als
die Masters of Evil und den verschiedenen Persönlichkeiten von Kang auch mal
etwas Luft für andere Gegner freischaufelt, erhöht den Reiz der Serie.
Denn schon in Ausgabe #12 vom Januar 1965 taucht dann mit dem Mole Man der
wohl erste richtige Erzschurke der Fantastic Four geradewegs vor der Haustür
der Avengers auf. Und man lernt, wie ein Iron Man mit Rollschuhen seine
Transistoren so ganz nebenbei auflädt.
Aber gut, das sind dann schon Details zum nächsten Artikel zur Origin-Reihe
von „THE AVENGERS“.
Übrigens ist wohl Spider-Man der einzige Superheld, der sich am längsten
sträubte ein richtiger Avenger zu werden, denn diese Superhelden-Truppe wurde
ja späterhin regelrecht zu einem Durchlauferhitzer für alle möglichen Helden
selbst aus der dritten oder vierten Reihe des Marvel Universums.
Gut getan hatte dieses Bäumchen-wechsel-dich-Spiel der Serie indessen aber
nicht immer. Genauso wie man mit den Jahren eine Figur wie Ant-Man bzw.
Giant-Man mit den Jahren irgendwann bei Marvel förmlich kaputt-verändern
wird.
© by Konrad Wolfram

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