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Montag, 31. August 2026

Die ruhmreichen Rächer gegen Spider-Man

Marvel Origins

The Avengers 11

Die ruhmreichen Rächer gegen Spider-Man

Aus dem Jahre 3000 heraus beobachtet Kang der Eroberer seine Gegner, die Avengers sehr genau und analisiert auch die Fehler von deren anderen Gegnern wie den Masters of Evil.

Und gerade jetzt, wo laut noch unbestätigten Informationen Anthony Stark getötet worden sein soll und dessen Leibwächter, der Iron Man verschwunden ist, scheint die Gelegenheit für einen weiteren Angriff geradezu ideal.

Doch Kang will sich nun nicht selbst in den Kampf stürzen...

...und konstruiert über einen Duplikator einen exakten Sipder-Man-Roboter um einerseits die Avengers zu täuschen und sie so dann auch unerwartet zu vernichten.

Und um eben diese Kopie von "Spidey", der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft perfekt in der Vergangenheit zu platzieren, täuscht Kang mit einigen anderen Androiden als Straßenschläger einen Angriff auf Captain America an, bei dem seine Spidey-Roboter hilfreich eingreift und Cap. Amerika sogar unterbreitet, das er Mitgleid der Avengers werden möchte.

Dies verwundert zuerst etwas, denn Spider.Man gilt ja bekanntlich als typischer Einzelgänger. Und auf ungeteilte Gegenliebe trifft sein begehren auch nicht bei den anderen Avengers. So mag die Wasp eh keine Arachnoiden (egal in welcher Form) und Thor will eine Probezeit nach der negativen Erfahrung mit Wonder Man (Ausgabe #9).

Hierauf reagiert Spider-Man eher patzig, was die Fronten zwischen ihm und den Avengers nur weiter verhärtet. Doch dann erhalten die Avengers die Information von ihm, das die Masters of Evil Iron Man nach Mexiko in den Tirod-Tempel entführt hätten.

Und so machen sich Giant-Man und Wasp, Thor und Cap. America getrennt auf den Weg um ihren Kameraden Iron Man beizustehen. Dabei ahnen sie nicht, das sie einer nach dem anderen in die Falle des Spidey-Roboters tappen und in den einzelnen Kämpfen einer nach dem anderen ausgetrickst werden.

Als Spidey auch noch Cap. Amerika in einen Abgrund stürzt, bekommt der allerdings unerwartet Hilfe. Denn schon in New York ist dem echten Spider-Man die Kopie seiner Geheimidentität per Spinnensinn aufgefallen, worauf er die Roboter-Kopie seit dem heimlich beobachtet und bis nach Mexiko verfolgt hatte.

Nun jedoch, als der falsche Spidey offenbar kurz vor seinem Ziel steht und die Avengers mit einem versteckten Zeittransporter in das Jahr 3000 entführen will, greift der echte Spidey an.

Dieser Kampf ist jedoch nicht einfach, denn die Roboter-Kopie scheint seinen gesamten Kampfstil perfekt kopieren zu können. Doch dann gelingt es Spidey, den Roboter zu deaktivieren. Cap. amerika, der den Kampf Spider-Man gegen den Roboter beobachtet hat, unterrichtet später die Avengers über die wahren Hintergründe und das bei einer solchen perfekten Roboter-Kopie nur Kang der Eroberer aus der Zukunft stecken kann.

  • Erschienen im Dezember 1964
  • Autor: Stan Lee
  • Zeichner: Don Heck
  • Vertrieb: Hachette Collections SNC
  • Erstes Crossover mit Spider-Man

Hier ist es nun, das damals so ersehnte Crossover zwischen den Avengers und Spider-Man, auch wenn die Avengers selbst keinen wirklich direkten Kontakt zum echten und einzigen Spider-Man innerhalb der Handlung hatten.

Auch wieder dabei, Kang der Eroberer aus dem Jahre 3000, den wir ja erst kürzlich erst als Immortus (Ausgabe #10), dem Herrn des Zeit-Limbus schon als Gegner vor der Brust hatten.

Und der versucht sich hier nicht noch einmal mit den Masters of Evil zu verbünden, sondern benutzt deren Existenz nur, um die Avengers direkt in eine perfide Falle zu locken.

Das hier Iron Man verschwunden ist und Tony Stark eventuell sogar ermordet worden sein soll, behandelt indessen ein anderes Solo-Abenteuer des Iron Man, da sich ja bei den verschiedenen Marvel-Serien damals alles in ein und demselben Universum abspielte. Gemeint ist dabei ein Abenteuer von Iron Man mit dessen Erzgegner dem Mandarin.

Aber Iron Man wird schon in der nächsten Ausgabe wieder Teil des Teams sein und auch der Tod von Tony Stark stellt sich damit dann wohl als Zeitungsente heraus.

Einen kleinen Seitenhieb kassiert indessen bei der Sitzung der Avengers Rick Jones, der einen Antrag von Giant-Man unterstützen will, dann aber von Captain Amerika damit abgebügelt wird, das er nichts unterstützen können, weil er ja kein Mitglied der Avengers sei. So kann man einen Teenager-Kumpel auch verbal auf spur bringen. Vielleicht nicht nett, aber offenbar damals effektiv.

Das man zwischen den Angriffen von Zemo, der Enchantress und dem Henker als die Masters of Evil und den verschiedenen Persönlichkeiten von Kang auch mal etwas Luft für andere Gegner freischaufelt, erhöht den Reiz der Serie.

Denn schon in Ausgabe #12 vom Januar 1965 taucht dann mit dem Mole Man der wohl erste richtige Erzschurke der Fantastic Four geradewegs vor der Haustür der Avengers auf. Und man lernt, wie ein Iron Man mit Rollschuhen seine Transistoren so ganz nebenbei auflädt.

Aber gut, das sind dann schon Details zum nächsten Artikel zur Origin-Reihe von „THE AVENGERS“.

Übrigens ist wohl Spider-Man der einzige Superheld, der sich am längsten sträubte ein richtiger Avenger zu werden, denn diese Superhelden-Truppe wurde ja späterhin regelrecht zu einem Durchlauferhitzer für alle möglichen Helden selbst aus der dritten oder vierten Reihe des Marvel Universums.

Gut getan hatte dieses Bäumchen-wechsel-dich-Spiel der Serie indessen aber nicht immer. Genauso wie man mit den Jahren eine Figur wie Ant-Man bzw. Giant-Man mit den Jahren irgendwann bei Marvel förmlich kaputt-verändern wird. 

© by Konrad Wolfram

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