Larry Brent 120
Bogenschütze des Schwarzen Todes
von Dan Shocker (Jürgen Grasmück)
Der
Engländer Andrew Rustin, der seit
vierzig Jahren einen Antiquitätenladen in einer peruanischen Kleinstadt in der
Nähe von Lima führt, ist überrascht, als der spanische Tourist Fernando Deilas
sein Geschäft betritt und eine Skulptur kaufen will, die er noch nie zuvor in
seinem Laden gesehen hat.
Es ist die Skulptur eines Bogenschützen mit einen blankpolierten Totenschädel, der ein schwarzes Gewand trägt...
...und einen ebenfalls schwarzen Bogen in seinen Händen hält, in dem ein schwarzer Pfeil eingelegt ist.
Die
Unterhaltung zwischen Rustin und seinem Kunden wird jäh unterbrochen, als sich der
schwarze Pfeil von der Sehne des Bogens löst und den Spanier mitten ins Herz
trifft.
Sekunden
später löst sich nicht nur der Pfeil in der Brust des Mannes auf, sondern auch die
Skulptur des Schwarzen Bogenschützen ist plötzlich spurlos verschwunden, so als
hätte es sie nie gegeben.
Nach
diesem Vorfall stehen die Beamten der Mordkommission unter Leitung von Capitano
Jose Almirez vor einem Rätsel, die die Aussage des Antiquitätenhändlers anzweifeln.
Der
mysteriöse Mord an Fernando Deilas ruft die PSA auf den Plan, woraufhin David
Gallun seinen Agenten Larry Brent alias X-RAY-3 beauftragt, der Sache auf den Grund
zu gehen.
Bei seinen Recherchen in Südamerika gelangt Larry Brent in den Besitz von alten Aufzeichnungen, die über ein Ereignis berichten, dass sich vor vierhundert Jahren an abgespielt hat…
- Erschienen am 13. März 1984
- Titelbild: Rudolf Sieber-Lonati
- Neuer Roman
Nach dem interessanten Beginn im Antiquitätenladen von Andrew
Rustin und dem Bogenschützen-Mord flacht die Handlung des „LARRY BRENT“-Romans „BOGENSCHÜTZE
DES SCHWARZEN TODS“ von JÜRGEN GRASMÜCK leider erheblich ab, wobei auch diverse
Längen in der Geschichte sowie störende Nebenhandlungen dafür sorgen, dass der
Lesegenuss erheblich eingeschränkt wird.
Das größte Manko des langatmigen Horror-Romans ist allerdings
das rechte wirre und nicht sehr überzeugende Szenario mit dem Inka-Priester, der vor vierhundert Jahren einen
Spanier verfluchte.
Dieser soll nicht nur für alle Zeiten die Qualen erdulden,
die er dem Volk des Priesters angetan hat, sondern der Verfluchte soll darüber
hinaus als Geist weiterleben und seinen Landsleuten erscheinen, um sie zu töten.
Wieso er seine Morde allerdings in Gestalt einer
Schwarzen-Bogenschützen-Skulptur verübt und wieso er das erst nach vierhundert
Jahren tut, bleibt allerdings während der gesamten Romanhandlung unklar.
© by Ingo Löchel

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