Die weiße Spinne
von Louis Weinert-Wilton (Alois Wilton)
Zwölf
kleine gläserne Spinnen wurden dem Geschäftsmann Richard Irvine vor einem Jahr ins
Haus geschickt.
Kurze
Zeit darauf ist Richard Irvine tot, eine der besagten Spinnen krampfhaft
umklammernd, dessen Leiche auf der Strecke der Untergrundbahn in Hampstead
gefunden wurde, der nur anhand seines Traurings und besagter Spinne
identifiziert werden konnte.
Die anderen elf Exemplare bleiben verschwunden, bis eine mysteriöse Mordserie London in Atem hält. Bei den bisher drei Opfern wurde jeweils eine dieser kleinen weißen Glasspinnen gefunden.
Scotland
Yard setzt Inspektor Benjamin Dawson auf den Fall an, der Verbissen den wenigen
Spuren nachgeht.
Seine
Hauptverdächtige ist Muriel Irvine, die Witwe des Geschäftsmann Richard Irvine
und Besitzerin des Warenhauses „Zu den tausend Dingen“, die durch den Tod des
Gatten eine hohe Versicherungssumme in Höhe von fünfundzwanzigtausend Pfund in
Aussicht hat, die allerdings von der Versicherung noch nicht ausgezahlt wurde.
Nachdem
aber auch der Inspektor von Scotland
Yard ein Opfer des unheimlichen Täters wird, gelingt es erst seinem unorthodoxer
Nachfolger, Captain Raymond Conway, dem Rätsel der weißen Spinne auf die Spur
zu kommen…
- Erschienen im Jahr 1929 (Goldmann Verlag)
Mit dem Buch „DIE WEISSE SPINNE“ präsentiert der Autor LOUIS WEINERT-WILTON einen durchaus unterhaltsamen Kriminalroman, der trotz seiner ‚Alters“
von fast 90 Jahren immer noch gut lesbar ist.
Leider hat die Kriminalgeschichte aber mit einigen Längen
zu kämpfen, die beim Lesern überwunden werden müssen, wobei aber auch die
Protagonisten und Figuren des Romans angefangen von Ralph Hubbard bis hin zu
den Bösewichten, den Gangsterboss Strongbridge und seinen beiden Helfershelfern
John Corner und Edward Phelips, zu klischeehaft dargestellt sind, was etwas
störend und unglaubwürdig wirkt.
Der Kriminalroman „DIE WEISSE SPINNE“ wurde im Jahr 1963
mit JOACHIM FUCHSBERGER und KARIN DOR in den Hauptrollen verfilmt.
© by Ingo Löchel

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