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Montag, 18. Mai 2026

Krimi-Autor Louis Weinert-Wilton

Louis Weinert-Wilton (bürgerlicher Name Alois Weinert) wurde am 11. Mai 1875 in Weseritz, Böhmen, geboren.

Nach seiner Schulzeit besuchte er die Marineakademie in Pola (heutiges Kroatien), die er allerdings aus gesundheitlichen Gründen im Range eines Oberleutnants wieder verlassen musste.

Im Jahr 1901 ließ er sich zusammen mit seiner Frau in Prag nieder, wo er als Redakteur beim „Prager Tagblatt“ arbeitete, dessen Chefredakteur er später wurde.

Während seiner Zeit als Redakteur schrieb Weinert mit „DIE MÜHLHOFBÄUERIN“ (1901), „DER LORBEER“ (1902), „SOMMERNACHTSTRÄUME“ (1902) und „DAS WOHLTÄTIGKEITSFEST“ (1903) seine ersten Theaterstücke.

1921 berief man ihn zum „kaufmännischen Leiter“ des Neuen Deutschen Theaters in Prag.

1929 gab Weinert unter dem Pseudonym Louis Weinert-Wilton mit den beiden Romanen „DIE WEISSE SPINNE“ und „TEPPICH DES GRAUENS“ sein Debüt als Kriminalschriftsteller, die im Leipziger Goldmann Verlag veröffentlicht wurden.

Danach folgen die Kriminalromane „DIE PANTHER“ (1930), „KÖNIGIN DER NACHT“ (1930), „DER DRUDENFUSS“ (1931), „DER BETENDE BAUM“ (1932), „LICHT VOM STROM“ (1933) und „DER SCHWARZE MEILENSTEIN“ (1935).

1936 verließ Weinert das Theater, um danach in Prag als freier Schriftsteller zu arbeiten. 1939 erschien mit „DER SKORPION“ sein letzter Kriminalroman.

Louis Weinert-Wilton verstarb am 5. September 1945 in einem tschechoslowakischen Konzentrationslager für Deutsche in Prag.

Der große Erfolg der "EDGAR WALLACE"-Filme verleitete den Produktionsleiter der Constantin Gerhard F. Hummel dazu, Anfang der 1960er Jahren nach weiteren verfilmbaren Kriminalstoffen zu suchen, die ähnlichen Erfolg und Gewinn wie die „EDGAR WALLACE“-Verfilmungen versprachen.

Hummel wurde schließlich bei den Romanen  des Kriminalschriftstellers Louis Weinert-Wilton fündig, von denen zwischen 1962 und 1964 unter den Titeln „DER TEPPICH DES GRAUENS“ (1962), „DIE WEISSE SPINNE“ (1963), „DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN WITWE“ (1963) und „DAS GEHEIMNIS DER CHINESISCHEN NELKE“ (1964) vier verfilmt wurden.

© by Ingo Löchel

Bibliographie

Kriminalromane

  • 1929: Die weiße Spinne
  • 1929: Teppich des Grauens
  • 1930: Die Panther
  • 1930: Königin der Nacht
  • 1931: Der Drudenfuß
  • 1932: Der betende Baum
  • 1933: Licht vom Strom
  • 1935: Der schwarze Meilenstein
  • 1936: Die chinesische Nelke
  • 1938: Spuk am See
  • 1939: Der Skorpion

Theaterstücke

  • 1901: Die Mühlhofbäuerin
  • 1902: Der Lorbeer
  • 1902: Sommernachtsträume
  • 1903: Das Wohltätigkeitsfest
  • 1909: Die Stärkere Stunde
  • 1909: Das Ahnenschloß

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