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Mittwoch, 5. August 2026

Im Würgegriff der Geisterfrau

John Sincair 2508

Im Würgegriff der Geisterfrau

von Ian Rolf Hill (Florian Hilleberg)

Während John Sinclair nach Dienstschluss im Supermarkt einkauft, wird er von seinem Vorgesetzten Chief Inspector Tanner angerufen, weil ein neuer Mordfall vorliegt.

Der Geisterjäger fährt daraufhin zum Tatort, wo bereits sein Kollege Inspector Ethan Murphy von der Mordkommission auf ihn wartet.

Am Tatort angekommen, wird John Sinclair in Gestalt von Jade Billings und ihrem Freund Aaron Harper mit gleich zwei übel zugerichteten Leichen konfrontiert...

...die im Badezimmer und im Kleiderschrank des Schlafzimmers der Wohnung entdeckt wurden.

Am nächsten Morgen erfährt John Sinclair von seinem Vorgesetzten Tanner, dass die beiden Mordopfer kürzlich in Japan aufgehalten haben.

Daraufhin wird John Sinclair hellhörig und geht (aus welchen Gründen auch immer) sofort davon aus, dass es sich bei dem Täter um einen japanischen Rachegeist gehandelt könnte.

Nach einem Disput mit seinem Vorgesetzten, weil er ständig verspätet, betrunken und/oder verkatert zum Dienst erscheint, bekommt er einen Anruf von Harry Stahl aus Deutschland, wo in Köln die Leiche eines Mannes namens Simon Schroder von seiner Frau entdeckt wurde, der genauso ermordet wurde wie  Jade Billings und. Freund Aaron Harper.

Schröder hat sich vor seinem Tod ebenfalls in Japan aufgehalten und wie die beiden Mordopfer in London im  Yatoni-Hotel in Takayama gewohnt.

Daraufhin entscheidet sich John Sinclair dafür, nach Japan zu fliegen, um der Sache auf den Grund zu gehen…

  • Erschienen am 1. August 2026
  • Titelbild: Thomas Greiwe 

Nachdem der Protagonist John Sinclair mal wieder ‚seitenlang‘ über vergangene Geschehnisse, Fälle etc. philosophiert und nachgedacht hat, hält der Leser mit  dem Roman „IM WÜRGEGRIFF DER GEISTERFRAU“ nach „BLUTSAUGER AUS DEM TOTENREICH“ einen weiteren ziemlich überflüssigen „JOHN SINCLAIR“-Roman in Händen, indem der Autor IAN ROLF HILL nicht nur seine Vorliebe für Japan auslebt, sondern darin auch die Handlungen von Horrorfilmen wie „THE RING“, „DARK WATER – DUNKLE WASSER“ etc. verarbeitet.

So wird letztendlich mit „IM WÜRGEGRIFF DER GEISTERFRAU“  eine nicht sehr gelungene Mischung aus japanischen Horror- und Gangsterfilm präsentiert, die auf weite Strecken recht langatmig und sehr konstruiert daherkommt.

Hinzu kommt, dass dieser „JOHN SINCLAIR“-Roman (wie viele seiner Vorgänger) auch mal wieder mit diversen Ungereimtheiten zu kämpfen hat und man sich schon die Frage stellt, was überhaupt SHAO (die doch nach Hongkong ausgewiesen und gebracht wurde) sowie MANDRA KORAB (der schon seit vielen Jahren nicht mehr in der Serie mitgespielt hat), der am Ende des Romans einen kurzen Auftritt hat, darin zu suchen haben.

Shao wird von dem Autor IAN ROLF HILL wie aus dem Nichts aus dem Hut gezaubert, die sich ‚zufällig‘ in Japan aufhält, um  John Sinclair, der es mal wieder nicht alleine auf die Reihe kriegt, seinen Gegner zu bekämpfen, vor dem Rachegeist zu retten.

Wird das jetzt zu einer obligatorischen Notlösung in der Serie, dass der Geisterjäger ständig gerettet werden muss?

Das geht sogar so weit, dass es Shao mit ihren Kung-Fu-Kenntnissen fast im Alleingang schafft, die auftauchenden drei japanischen Gangstern auszuschalten, bis sie mit Hilfe eines Elektroschockers überwältigt wird, da John Sinclair nicht fit genug ist, um gegen die drei Mitglieder der Yakuza zu kämpfen.  

Völlig wirr wird das Ganze, als sich Johns Füße nach seiner Rettung vor dem Rachegeist  in Hände verwandeln. Da sind dem Autor  IAN ROLF HILL wohl aufgrund seiner Vorliebe für japanische Horrorfilme etc. die Pferde durchgegangen.

Hinzu kommt, dass es ziemlich unglaubwürdig wirkt, dass John Sinclair, nachdem sein Vorgesetzter ihm gesagt hat, dass sich Jade Billings zusammen mit ihrem Freund Aaron Harper in Japan aufgehalten haben, sofort davon ausgeht, dass ein japansicher Rachegeist für die Ermordung der beiden verantwortlich ist. Denn dafür könnten auch diverse andere dämonische Wesenheiten verantwortlich sein.

Wenig Sinn macht es zudem, dass Robert Grayson zusammen mit John Sinclair nach Japan geschickt wird, um in dem Mordfall mit dem Rachegeist zu ermitteln. Nicht nur, dass diese Figur völlig unsympathisch ist und er seinen Kollegen nicht ausstehen kann, hat Grayson auch überhaupt keine Erfahrung im Kampf gegen die Mächte der Finsternis.

Soll dieser Grayson damit etwa als neuer Partner von John Sinclair aufgebaut bzw. etabliert werden?

Außerdem nervt es gewaltig, dass der Protagonist John Sinclair ständig säuft, verspätet oder betrunken und/oder verkatert zum Dienst erscheint.

Denn weder machen ihn seine privaten und beruflichen Probleme noch die Sauferei sympathischer. Stattdessen ist genau das Gegenteil der Fall. Denn John Sinclair mutiert langsam zum ständig jammernden Weichei, der überhaupt nichts mehr auf die Reihe kriegt.

Was man als Leser auch im Hinterkopf behalten sollte, ist, dass die Sonderabteilung  von Leuten aus dem Innenministerium sowie von Leuten aus der Metropolitan Police) aufgelöst wurde (wobei man als Leser immer noch nicht weiß bzw. erfahren hat, wer diese Leute überhaut sind),  um John Sinclair kaltzustellen.

Daher ist es völlig unrealistisch, dass diese Leute, die für die Auflösung der Sonderabteilung verantwortlich sind, nicht erfahren, dass John Sinclair immer noch in übersinnlichen Fällen ermittelt.

Aus diesem Grund sollte sich der Autor IAN ROLF HILL endlich mal eine vernünftige Lösung einfallen lassen, wieso John Sinclair überhaupt noch in solchen Fällen ermitteln kann bzw. darf, und trotz, dass er nur noch ein ‚normaler‘ Inspektor der Mordkommission ohne Sondervollmachten ist, immer noch durch die Weltgeschichte reisen kann bzw. darf. Denn sonst wird die Horror-Serie „GEISTERJÄGER JOHN SINCLAIR“ völlig unglaubwürdig.

© by Ingo Löchel

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