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Mittwoch, 26. August 2026

Allem Anfang wohnt das Böse inne

Das Haus Zamis 153

Allem Anfang wohnt das Böse inne

von Logan Dee (Uwe Voehl)

Coco befindet sich immer noch in der fremden Dimension und auf dem Friedhof der Dämonen. Doch selbst hier können Michael und Thekla Zamis noch ihre Tochter als Geister bedrohen.

Denn sie halten Coco für die eigentliche Übeltäterin und wollen sie nun als Verräterin ebenfalls vernichten. 

Erst nach einigen Schwierigkeiten bei der Flucht vor den Geistern ihrer Eltern gelingt ihr die Flucht.

Doch hierzu muss sie erst einmal den Geist eines Vampir dazu bringen, ihr das nächstgelegene Dimensionstor zu zeigen.

Allerdings gerät Coco hierdurch quasi vom Regen in die Traufe. Denn sie wacht in einem Zug auf, wo sie sofort von einem Wahnsinnigen mit einem Messer bedroht wird.

Diesen kann sie zwar über Hypnose zum Selbstmord bewegen, doch damit reißen die Absonderlichkeiten nicht ab. Denn kurz darauf bleibt der Zug stehen und mit Coco befinden sich sechs weitere Menschen außerhalb des Zuges, welcher nun ohne sie weiterfährt.

Völlig auf sich gestellt und ohne Möglichkeit der Kontaktaufnahme mit der Außenwelt versuchen sie nun gemeinsam in der kalten Winterlandschaft das einzige Haus zu betreten, welches hier steht. Dabei scheint es bewohnt zu sein, doch auch im Haus selbst lässt sich offenbar kein Bewohner ausfindig machen.

Erst mit der Zeit kann Coco feststellen, das wohl die meisten der anderen Menschen ebenfalls Dämonen in ihrer menschlichen Gestalt sind. Und die zeigen sich selbst untereinander alles andere als Kooperativ. Doch sind sie überhaupt in der Lage, diesen seltsamen Ort auch wieder zu verlassen?

Erst nach den ersten Todesfällen unter den anderen Dämonen  erkennt Coco dann, das sie nicht einfach nur von einer anderen starken dämonischen Präsenz bedroht, sondern von dieser auch interessiert beobachtet werden.

Und so führt offenbar diese Gestalt mit der blutigen Augenbinde, welche von zwei Schrauben im Schädel gehalten wird und sich Guardian nennt, die anderen Dämonen um Coco dazu, sich bald auch untereinander bis aufs Blut zu bekämpfen.

Doch kann es Coco wirklich noch gelingen, diesem Strudel des Wahnsinns zu entkommen, oder ist sie an diesem seltsamen Ort ebenfalls verloren?

  • Veröffentlichung: 22. August 2026
  • Titelbild: Mark Freier
  • Autor: Logan Dee (Uwe Voehl)
  • Verlag: Bastei

„Ich ließ ihn das Messer aus dem Polster ziehen. Dann befahl ich ihm, seinem Leben damit selbst ein Ende zu setzen. Ohne zu zögern, stieß er sich die brennend-heiße Klinge bis zum Heft ins Herz.“ (Das Haus Zamis Band 153, "Allem Anfang wohnt das Böse inne"/Seite 10)

Nun, was uns hier der Autor Logan Dee serviert, scheint kaum eine direkte Verbindung zu Monsignore Tatkammer oder seinem Herrn Abraxas zu haben. Vielmehr zieht der Autor seine Leser in eine Art Albtraumwelt, in der nichts so ist, wie es auf den ersten Blick erscheint.

Dabei beginnt er die Handlung mit den Geistern der nun im Feuer ihrer Villa verstorbenen Eltern Michael und Thekla Zamis, die nur zu gerne Rache an ihrer Tochter Coco nehmen würden, weil sie diese für ihre Mörderin halten.

Das zeigt mal wieder recht eindringlich, das diese doch so großen Führer der Schwarzen Familie von Wien, eigentlich ziemlich wenig Durchblick hatten und deshalb auch offensichtlich an ihrer eigenen Überheblichkeit zugrunde gegangen sind.

Genau das aber langweilte schon seit einigen Folgen der Serie und wird hier nun auch noch weitergeführt, anstatt die Toten ab Band 152 von der Serie „DAS HAUS ZAMIS“ einfach (oder endlich) ruhen zu lassen.

Da der Autor dies aber leider nicht tut, hat der vorliegende Roman schon von der ersten Seite daran zu kämpfen, mich als Leser (irgendwie) gespannt bei der Stange zu halten.

Zwar gibt sich Logan Dee dann redlich Mühe im Verlauf der weiteren Handlung ein Albtraumszenario zu entwickeln, wo nichts so ist, wie es auf den ersten Blick erscheint, was ja durchaus sehr interessant sein kann.

Nur leider merkt man als Leser recht schnell, das man hier nun das zwar etwas abgewandelte, aber trotzdem typische Zehn-kleine-Negerlein-Spiel geboten bekommt, bei dem außer Coco dann wohl auch niemand mehr übrig bleibt.

Das Ende des Roman könnte indessen sogar für die Leserinnen und Leser einen kleinen Schockmoment beinhalten. Nur leider wird genau der mit der Vorschau auf den nächten Roman (Band 154) auch gleich wieder zunichte gemacht.

Gesamt betrachtet ist der Roman „ALLEM ANFANG WOHNT DAS BÖSE INNE“ - dessen Titel eine freie Abwandlung eines Zitat von Hermann Hesse aus dem Gedicht „STUFEN“ von 1941 ist - ein eher durchwachsener Gruselroman, bei dem man nicht einmal mehr wirklich ein Vorwissen über die bisherige Handlung haben muss.

Die Spannung bleibt dabei leider eher mäßig, auch wenn der Autor sich redlich bemüht, eine alptraumhafte Atmosphäre aufzubauen. Und wer hier eher wissen wollte, wie es nun mit den Gegnern Monsignore Tatkammer oder Abraxas weiter geht, der wird leider gleich auf die lange Bank verwiesen.

Denn auch die Vorschau auf Band 154 scheint hierzu kaum an den bisherigen roten Faden anknüpfen zu wollen.

Von daher darf man man leider auch für den Folgeband 154 mit dem Titel „3 TODE HAT DIE HEXE“ bereits ein wenig die Hoffnungen herunterschrauben, was die eigentlichen Gegner der bisherigen Handlung bis Band 152 betrifft.

© by Konrad Wolfram

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