Das Haus Zamis 153
Allem Anfang wohnt das Böse inne
von Logan Dee (Uwe
Voehl)
Coco befindet
sich immer noch in der fremden Dimension und auf dem Friedhof der Dämonen. Doch
selbst hier können Michael und Thekla Zamis noch ihre Tochter als Geister
bedrohen.
Denn sie halten Coco für die eigentliche Übeltäterin und wollen sie nun als Verräterin ebenfalls vernichten.
Erst nach einigen Schwierigkeiten bei der Flucht vor den Geistern ihrer Eltern gelingt ihr die Flucht.
Doch hierzu
muss sie erst einmal den Geist eines Vampir dazu bringen, ihr das
nächstgelegene Dimensionstor zu zeigen.
Allerdings
gerät Coco hierdurch quasi vom Regen in die Traufe. Denn sie wacht in einem Zug
auf, wo sie sofort von einem Wahnsinnigen mit einem Messer bedroht wird.
Diesen kann
sie zwar über Hypnose zum Selbstmord bewegen, doch damit reißen die
Absonderlichkeiten nicht ab. Denn kurz darauf bleibt der Zug stehen und mit
Coco befinden sich sechs weitere Menschen außerhalb des Zuges, welcher nun ohne
sie weiterfährt.
Völlig auf
sich gestellt und ohne Möglichkeit der Kontaktaufnahme mit der Außenwelt
versuchen sie nun gemeinsam in der kalten Winterlandschaft das einzige Haus zu
betreten, welches hier steht. Dabei scheint es bewohnt zu sein, doch auch im
Haus selbst lässt sich offenbar kein Bewohner ausfindig machen.
Erst mit der
Zeit kann Coco feststellen, das wohl die meisten der anderen Menschen ebenfalls
Dämonen in ihrer menschlichen Gestalt sind. Und die zeigen sich selbst
untereinander alles andere als Kooperativ. Doch sind sie überhaupt in der Lage,
diesen seltsamen Ort auch wieder zu verlassen?
Erst nach den
ersten Todesfällen unter den anderen Dämonen
erkennt Coco dann, das sie nicht einfach nur von einer anderen starken
dämonischen Präsenz bedroht, sondern von dieser auch interessiert beobachtet
werden.
Und so führt
offenbar diese Gestalt mit der blutigen Augenbinde, welche von zwei Schrauben
im Schädel gehalten wird und sich Guardian nennt, die anderen Dämonen um Coco
dazu, sich bald auch untereinander bis aufs Blut zu bekämpfen.
Doch kann es
Coco wirklich noch gelingen, diesem Strudel des Wahnsinns zu entkommen, oder
ist sie an diesem seltsamen Ort ebenfalls verloren?
- Veröffentlichung: 22. August 2026
- Titelbild: Mark Freier
- Autor: Logan Dee (Uwe Voehl)
-
Verlag: Bastei
„Ich ließ ihn das Messer aus dem Polster ziehen. Dann befahl ich ihm, seinem Leben damit selbst ein Ende zu setzen. Ohne zu zögern, stieß er sich die brennend-heiße Klinge bis zum Heft ins Herz.“ (Das Haus Zamis Band 153, "Allem Anfang wohnt das Böse inne"/Seite 10)
Nun, was uns hier der Autor Logan Dee serviert, scheint kaum eine direkte
Verbindung zu Monsignore Tatkammer oder seinem Herrn Abraxas zu haben. Vielmehr
zieht der Autor seine Leser in eine Art Albtraumwelt, in der nichts so ist, wie
es auf den ersten Blick erscheint.
Dabei beginnt er die Handlung mit den Geistern der nun im Feuer ihrer Villa
verstorbenen Eltern Michael und Thekla Zamis, die nur zu gerne Rache an ihrer
Tochter Coco nehmen würden, weil sie diese für ihre Mörderin halten.
Das zeigt mal wieder recht eindringlich, das diese doch so großen Führer
der Schwarzen Familie von Wien, eigentlich ziemlich wenig Durchblick hatten und
deshalb auch offensichtlich an ihrer eigenen Überheblichkeit zugrunde gegangen
sind.
Genau das aber langweilte schon seit einigen Folgen der Serie und wird hier
nun auch noch weitergeführt, anstatt die Toten ab Band 152 von der Serie „DAS
HAUS ZAMIS“ einfach (oder endlich) ruhen zu lassen.
Da der Autor dies aber leider nicht tut, hat der vorliegende Roman schon
von der ersten Seite daran zu kämpfen, mich als Leser (irgendwie) gespannt bei
der Stange zu halten.
Zwar gibt sich Logan Dee dann redlich Mühe im Verlauf der weiteren Handlung
ein Albtraumszenario zu entwickeln, wo nichts so ist, wie es auf den ersten
Blick erscheint, was ja durchaus sehr interessant sein kann.
Nur leider merkt man als Leser recht schnell, das man hier nun das zwar
etwas abgewandelte, aber trotzdem typische Zehn-kleine-Negerlein-Spiel geboten
bekommt, bei dem außer Coco dann wohl auch niemand mehr übrig bleibt.
Das Ende des Roman könnte indessen sogar für die Leserinnen und Leser einen
kleinen Schockmoment beinhalten. Nur leider wird genau der mit der Vorschau auf
den nächten Roman (Band 154) auch gleich wieder zunichte gemacht.
Gesamt betrachtet ist der Roman „ALLEM ANFANG WOHNT DAS BÖSE INNE“ - dessen
Titel eine freie Abwandlung eines Zitat von Hermann Hesse aus dem Gedicht „STUFEN“
von 1941 ist - ein eher durchwachsener Gruselroman, bei dem man nicht einmal
mehr wirklich ein Vorwissen über die bisherige Handlung haben muss.
Die Spannung bleibt dabei leider eher mäßig, auch wenn der Autor sich
redlich bemüht, eine alptraumhafte Atmosphäre aufzubauen. Und wer hier eher
wissen wollte, wie es nun mit den Gegnern Monsignore Tatkammer oder Abraxas
weiter geht, der wird leider gleich auf die lange Bank verwiesen.
Denn auch die Vorschau auf Band 154 scheint hierzu kaum an den bisherigen
roten Faden anknüpfen zu wollen.
Von daher darf man man leider auch für den Folgeband 154 mit dem Titel „3
TODE HAT DIE HEXE“ bereits ein wenig die Hoffnungen herunterschrauben, was die
eigentlichen Gegner der bisherigen Handlung bis Band 152 betrifft.
© by Konrad Wolfram

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