Das Haus Zamis 152
Wiener Blut
von Michael M. Thurner
und Logan Dee (Uwe Voehl)
Um
herauszufinden, wer von der Schwarzen Familie in Wien bereits hinter Abraxas
und seinem verlängerten Arm Monsignore Tatkammer steckt, nehmen Michael und
Thekla Zamis, sowie deren Tochter Coco an einem dämonischen Bankett des
Feuerdämon Herbert von Schallenberg und dessen Frau, sowie seinen zwei recht
seltsamen Söhnen teil.
Doch schon hier kann Coco erkennen, das bereits Schallenbergs Söhne sich recht eigenartig benehmen...
...während das Bankett der dämonischen Wesen bereits bald in eine wilde
Orgie abdriftet.
Doch das
Gerücht, Monsignore Tatkammer selbst würde sogar in der Nacht hier erscheinen,
scheint sich zuerst offenbar nicht zu bestätigen. Dafür taucht allerdings die
gesammte Vampir-Sippe der Dworaks aus dem Böhmerwald unerwartet um Mitternacht
auf dem Bankett auf.
Und darin
liegt eine hochexplosive Stimmung, die auch schnell wirklich in einer
mörderischen Auseinandersetzung mündet. Denn die die Fähigkeiten der Dworaks
scheinen noch stärker geworden zu sein, seit sie sich von Asmodi abgewandt und
sich Abraxas angeschlossen haben.
Die Zamis
jedenfalls müssen wegen der Unbeherrschtheit von Coco ebenfalls das Bankett
Hals über Kopf verlassen. Im Gegenzug zwingt nun Michael Zamis Coco, sich
wieder an den Dämonenkiller Dorian Hunter heran zu machen, der seit längerem in
einer von Michael Zamis erschaffenen Scheinwelt lebt.
Mit einiger
Mühe und ausgiebigem Sex gelingt es Coco ihren Ex-Geliebten wieder davon zu
überzeugen, ein Dämonenkiller zu sein. Denn nur so soll und kann er offenbar
Monsignore Tatkammer als recht Hand von Abraxas vernichten, welcher sich im
früheren Cafe Zamis aufhält.
Doch auch
dieser Schachzug schlägt auf fatale Weise fehl, was offenbar auch der Callas
das Leben kostet, als Hunter die Schwarzblütlerin Coco bei ihr sucht.
Michael Zamis
trieft indessen wieder einmal vor Hochmut, als Hunter später vor der Villa
Zamis auftaucht. Und als er dem Dämonenkiller auch noch Einlass in die Villa
gewährt, kommt es zur tödlichen Auseinandersetzung, bei der sogar Tatkammer auf
geistigem Wege einen verheerenden Einfluss auf Coco ausübt, welcher sogar durch
sie die gesamte Villa in Brand setzt.
Als Coco
wieder erwacht, scheint sie in einer fremden Dimension zu sein, dessen Wesen
weder menschlichem noch dämonischen Ursprung sind. Doch hier kann sie sich von
den entsetzlichen Verletzungen wieder vollständig erholen und die seltsamen
Fremden geben sich als Wesen zu erkennen, welche sich als Gleichgewicht
zwischen Himmel und Hölle verstehen.
Aber sie
erfährt auch, das Georg Zamis und Juna spurlos verschwunden sind, während ihre
Eltern Michael und Thekla, sowie Cousine Merle in der brennenden Villa Zamis
den Tod gefunden haben.
- Veröffentlichung: Am 8. August 2026
- Titelbild: Mark Freier
- Autor: Michael M- Thurner & Logan Dee (Uwe Voehl)
-
Verlag: Bastei
„Dimensionstore waren mir nicht fremd, aber die Aura, die von dieser schwärenden Finsternis ausging, war anders - furchteinflößender.“ (Das Haus Zamis Band 152, "wiener Blut"/Seite 60)
Ja, seit kurzem sterben die Familienmitglieder von Coco Zemis ja wie die
Fliegen. Ob das jetzt ein gutes Omen für eine mögliche Fortführung der Serie in
den Taschenbüchern des Zaubermond Verlags ist, möchte ich aber hier gerade
nicht kommentieren wollen.
Das Finale jedenfalls erinnerte mich ein wenig an die Szenen im Kinofilm „STAR
WARS III - DIE RACHE DER SITH“ (2005), wo am Ende die verstorbene Senatorin
Amidala in einer feierlichen Prozession zu Grabe getragen wird.
Nur das hier Michael und Thekla Zamis von allen Dämonen betrauert werden.
Also auch denen, die ihnen sonst eher feindlich gegenüberstanden. Eine nette
Geste also seitens der zwei Autoren Michael Marcus Thurner und Uwe Voehl.
Allerdings, gerade bei der sprichwörtlichen Überheblichkeit von Michael Zamis
frage ich mich nun schon, wie es diesem Dämon überhaupt gelungen ist, so lange
zu überleben?
Aber gut, auch das bleibt ein Geheimnis der Autoren dieser Serie, die eh
nicht mit wirklich logisch nachvollziehbaren Äußerungen daher kam, was Gefühle
wie eben Trauer, Familienbindung oder
Liebe unter Dämonen daher kamen. Nicht selten widersprach man sich da ja sogar
im gleichen Kapitel innerhalb der Handlung so mancher Romane.
Die Handlung von „WIENER BLUT“ indessen kann man durchaus als Interessant
und damit durchweg lesenswert bezeichnen, auch wenn die Autoren in Sachen
Spannung hier nicht gerade die großen Bengalfeuer abfackeln.
Aber das müssen sie ja auch nicht unbedingt, um einen guten Roman zu
schreiben. Jedenfalls solange man nicht ein gewisses Niveau an Spannung sogar
unterschreitet, was innerhalb der Serie hier aber leider auch schon mal
passieren konnte.
Meine persönliche Trauer als Leser hielt sich indessen gerade bei der Figur
des Michael Zamis eher in sehr engen Grenzen.
Es vermittelt aber auch ein gewisses Grundgefühl hinsichtlich einer
Romanreihe, welche gerade im Bastei Verlag in kürze ihr Ende finden wird, da
seitens des Zaubermond Verlag der nötige Nachschub aus deren Taschenbuchreihe „DAS HAUS ZAMIS“ fehlt.
Und ob es eben da im Taschenbuchformat weiter geht, darüber möchte ich hier
aber auch keine Vorhersagen tätigen. Man wird eben sehen ... oder auch nicht.
© by Konrad Wolfram

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