Seitdem erscheint Monat für Monat ein Heft. Selbst die Wirren der Wiedervereinigung überstand das Comic.
Hier sanken zwar kurzzeitig die
Auflagen, aber die monatliche Erscheinungsweise wurde nicht unterbrochen.
Für den Sammler sind die Ausgaben der ersten 20 Jahre bis 1975 die
Highlights seiner Sammlung. Erdacht und gezeichnet wurden diese 223 Hefte von
Hannes Hegen (Johannes Eduard Hegenbarth)
Hauptpersonen sind die drei Digedags (Dig, Dag und Digedag).
Über das MOSAIK wurde und wird viel geschrieben, daher möchte ich mich mehr
auf den Leser/Sammler des Comics konzentrieren und eigene Erfahrungen hier
kundtun.
Ich bin im September 1961 geboren worden. In diesem Monat kam das Mosaik 58
auf den Markt, was mich zu diesem Zeitpunkt noch nicht interessierte.
Zu DDR-Zeiten waren die Hefte kaum zu bekommen. Ich denke, dass sich ein
Heft bis zu 5 Leser teilten, was man auch an der Erhaltung der alten Hefte
heute sieht. Sehr gut erhaltene alte Hefte bringen in Online Auktionen
Höchstpreise. Dazu zählt noch die schlechte Papier-Qualität (stark Holzhaltig).
Im Herbst 1973 kündigte Hannes Hegen den Vertrag mit dem Verlag JUNGE WELT und die Digedags wurden ab 1976 durch die Abrafaxe ersetzt.
Was wurden wir damals nur enttäuscht! Die neuen Hefte waren unserer Meinung
nach grottenschlecht, und sie erschienen uns auch deutlich politischer. Aber
sie setzten sich in den folgenden Jahren durch (es gab ja auch keine
Alternativen auf dem DDR Comic-Markt).
Comics aus der Bundesrepublik kamen nur sehr selten über die Grenze. Aus
Paketen wurden die natürlich konfiziert. Und im Grenzverkehr waren die
Kontrollen so scharf, dass sich kaum ein Rentner traute, Comics oder andere
Publikationen zu „schmuggeln“.
Wir sammelten also vorrangig die Hefte von Hannes Hegen. Ich hatte kurz vor
der Wende alle 223 Hefte komplett, und verkaufte die 6 Monate vor Mauerfall.
Ich ärgere mich bis jetzt maßlos
darüber.
Heute sind die Preise für sehr gut erhaltene Exemplare sehr hoch. Die
Nummer 1 in gutem Zustand kann schon über 4000 Euro kosten! Ich habe mir die
Nachdrucke der Digedags bis zur Nummer 100 besorgt, und kann so in Erinnerungen
schwelgen.
© by Matthias Glombik
An dieser Stelle darf ich Matthias Glombik als neuen Mitarbeiter des Online-Magazins “The Black Stone Magazine” begrüßen!

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