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Donnerstag, 13. August 2026

MOSAIK - Der Kult-Comic

Das MOSAIK ist das am längsten regelmäßig erscheinende Comic Deutschlands. Die erste  Ausgabe gab es im Dezember 1955 in der DDR. 

Seitdem erscheint Monat für Monat ein Heft. Selbst die Wirren der Wiedervereinigung überstand das Comic. 

Hier sanken zwar kurzzeitig die Auflagen, aber die monatliche Erscheinungsweise wurde nicht unterbrochen.

Für den Sammler sind die Ausgaben der ersten 20 Jahre bis 1975 die Highlights seiner Sammlung. Erdacht und gezeichnet wurden diese 223 Hefte von Hannes Hegen (Johannes Eduard Hegenbarth)

Hauptpersonen sind die drei Digedags (Dig, Dag und Digedag).

Über das MOSAIK wurde und wird viel geschrieben, daher möchte ich mich mehr auf den Leser/Sammler des Comics konzentrieren und eigene Erfahrungen hier kundtun.

Ich bin im September 1961 geboren worden. In diesem Monat kam das Mosaik 58 auf den Markt, was mich zu diesem Zeitpunkt noch nicht interessierte.

Zu DDR-Zeiten waren die Hefte kaum zu bekommen. Ich denke, dass sich ein Heft bis zu 5 Leser teilten, was man auch an der Erhaltung der alten Hefte heute sieht. Sehr gut erhaltene alte Hefte bringen in Online Auktionen Höchstpreise. Dazu zählt noch die schlechte Papier-Qualität (stark Holzhaltig).

Im Herbst 1973 kündigte Hannes Hegen den Vertrag mit dem Verlag JUNGE WELT und die Digedags wurden ab 1976 durch die Abrafaxe ersetzt.

Was wurden wir damals nur enttäuscht! Die neuen Hefte waren unserer Meinung nach grottenschlecht, und sie erschienen uns auch deutlich politischer. Aber sie setzten sich in den folgenden Jahren durch (es gab ja auch keine Alternativen auf dem DDR Comic-Markt).

Comics aus der Bundesrepublik kamen nur sehr selten über die Grenze. Aus Paketen wurden die natürlich konfiziert. Und im Grenzverkehr waren die Kontrollen so scharf, dass sich kaum ein Rentner traute, Comics oder andere Publikationen zu „schmuggeln“.

Wir sammelten also vorrangig die Hefte von Hannes Hegen. Ich hatte kurz vor der Wende alle 223 Hefte komplett, und verkaufte die 6 Monate vor Mauerfall. Ich ärgere mich bis jetzt  maßlos darüber.

Heute sind die Preise für sehr gut erhaltene Exemplare sehr hoch. Die Nummer 1 in gutem Zustand kann schon über 4000 Euro kosten! Ich habe mir die Nachdrucke der Digedags bis zur Nummer 100 besorgt, und kann so in Erinnerungen schwelgen.

© by Matthias Glombik

 

An dieser Stelle darf ich Matthias Glombik als neuen Mitarbeiter des Online-Magazins “The Black Stone Magazine” begrüßen!

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