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Donnerstag, 23. Juli 2026

Der erste Auftritt der Wespe

Tales to Astonish 44

Der erste Auftritt der Wespe

Henry Pym wird von seiner jüngsten Vergangenheit wieder einmal eingeholt. Denn noch immer hängt sein Herz an seiner jungen Ehefrau Maria Trovaya, die einst mit ihrem Vater aus dem kommunistischen Ungarn in die USA geflohen ist.

Als sie nun als Maria Pym mit Henry in den Flitterwochen nach Ungarn reist, um noch einmal die Stätte ihrer Kindheit zu besuchen, kommt es zur Katastrophe. 

Denn das politische System hat sie nicht vergessen. Und so wird Henry Pym niedergeschlagen und Maria wird kurze Zeit danach Tod aufgefunden.

Man hatte sie durch die Geheimpolizei als Verräterin am Sozialismus kaltblütig ermordet. Und genau dies gab damals den Ausschlag für Henry Pym, seine Wachstumsforschungen voranzutreiben, um sie auch als Waffe gegen jede Form der Tyrannei nutzen zu können.

Das er hierdurch dann als Ant-Man zum kleinsten Superhelden werden würde, war ihm damals allerdings noch nicht bewusst gewesen. Doch wer würde seinen Kampf weiterführen, wenn ihm bei seinen Kämpfen gegen das Böse in jeglicher Form etwas zustoßen würde?

Kurz entschlossen entwickelt er deshalb künstliche Zellen, mit denen ein möglicher Kampfgefährte zur menschlichen Wespe werden könnte. Allerdings besteht auch die Gefahr darin, das er einem möglichen Partner hierfür im Vorfeld seine Geheimidentität offenbaren müsste, was aber ebenfalls eine Gefahr darstellen könnte.

Diese Entscheidung wird jedoch Pym durch das Schicksal abgenommen. Denn die junge und für ihn eher verwöhnte Tochter des befreundeten Wissenschaftler Vernon van Dyne ruft ihn an. Denn jemand oder etwas hat auf schreckliche Weise ihren Vater getötet, welcher mit seinen Forschungen Kontakt zu fremden Lebensformen im All aufnehmen wollte.

Zurück blieb in dessen Labor nur ein recht seltsamer Nebel, der die Ameisen von Ant-Man geradezu zwingt, nicht weiter in diesen Fall auf der Seite von Pym mit einzugreifen. Der verspricht als Ant-Man Janet auch, sich dieses Fall trotzdem anzunehmen.

Insgeheim erinnert Janet van Dyne ihn sogar an seine verstorbene Frau Maria. Doch versucht Henry Pym sich nicht in Janet zu verlieben, weil sein Herz immer noch an Maria hängt und er einen weiteren Verlust einer geliebten Frau nicht ertragen würde.

Da jedoch Janet unbedingt Rache nehmen will, offenbart sich Henry Pym ihr kurz darauf und macht sie zu seiner Kampfgefährtin, indem er ihr die künstlichen Zellen unter die Haut setzt und sie so zur menschlichen Wespe macht, die nun zu seiner Partnerin Wasp wird.

Gemeinsam greifen sie dann die Kreatur aus dem Kosmos an, die sich bereits erfolgreich an der Washington Bridge gegen das eher hilflose Militär durchgesetzt hat.

Dann erkennt Pym jedoch, das diese Kreatur aus lebendiger Ameisensäure besteht, worauf er die Munition einer Waffe mit einem Stoff modifiziert, welche Ameisensäure vollständig zersetzt…

  • Erschienen im Juni 1963
  • Autor: Stan Lee & H. E. Huntley
  • Zeichner: Jack Kirby
  • Vertieb: Hachette Collections SNC
  • Band Classic 1: Marvel Origins - Die Sechzigerjahre (2015)
  • Erster Auftritt von Janet van Dyne als Wasp

Im Grunde ist die "Kreatur vom Kosmos" hier eigentlich nichts weiter als ein Aufhänger, um den Superhelden Ant-Man auf eine breitere Basis bei seinen Fans zu stellen. Schließlich ist es bei Marvel (entgegen den damaligen Superhelden im DC-Universum) der besondere Kick für die Fans, den jeweiligen Figuren möglichst mehr Tiefe durch persönliche Probleme zu geben.

Denn man erfährt nun nicht nur, das Henry Pym schon einmal mit der ungarischen Maria Trovaya verheiratet war, die mit ihrem Vater vormals vor den Kommunisten in die USA geflohen ist. Dieses politische System hat jedoch sie und ihren Vater nicht wie erhofft vergessen. Und das wird ihr und Pym nur zu brutal vor Augen geführt.

Dies ist auch der nachträgliche Kern dieser Geschichte, weshalb Henry Pym überhaupt den Weg des kleinsten Superhelden eingeschlagen hatte. Hinzu kommt nun, das er, falls ihm etwas zustoßen sollte, einen Partner benötigt, der seinen Kampf gegen Unrecht und Tyrannei dann fortführen würde. Doch dafür müsste Pym aber auch seine Geheimidentität dieser Person offen legen.

Das er diesen "Partner" nun in Janet van Dyne findet, verdankt er weniger dem Zufall, sondern der Forschung ihres Vaters Vernon van Dyne, welcher mit anderen Lebensformen aus dem Weltraum Kontakt aufnehmen wollte.

Dies gelang ihm sogar, doch diese grässliche Kreatur aus lebendiger Ameisensäure, die er damit anlockte, ist auch gleichzeitig sein Todesurteil, worauf seine junge Tochter Janet Rache schwört.

Viel Mühe hatte sich Jack Kirby bei der Darstellung dieser eher riesenhaften kosmischen Kreatur deshalb nicht wirklich gemacht, da sie ja eigentlich nur Mittel zum Zweck für diese Story um Ant-Man und der Einführung von Janet van Dyne war. Und so sieht die Kreatur auch eher aus wie ein grüner Blob, dem man eben nur noch Augen und einen Mund verpasst hatte.

Aber auch dessen Vernichtung ging hier eigentlich recht unspektakulär von statten, was allerdings nicht einmal wirklich negativ auffällt, weil man als Leser eher mit einigen neuen wie spannenden Informationen zu Henry Pyms Vergangenheit belohnt wird und dieser in dieser Ausgabe auch zum ersten mal auf seine neue Partnerin trifft, in die er sich aber eigentlich noch nicht verlieben will, weil sein Herz immer noch an seiner verstorbenen Frau hängt.

Und so liegt der Schwerpunkt der Ausgabe 44 von „TALES TO ASTHONISH“  nicht wirklich in der Auseinandersetzung mit einer kosmischen Kreatur, sondern in der dunklen Vergangenheit eines bekannten Helden und der Einführung einer neuen weiblichen Heldin als zukünftigem Sidekick von Ant-Man.

 © by Konrad Wolfram

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