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Mittwoch, 8. Juli 2026

Roman: Das Grauen von Cape De Ville 2

Das Grauen von Cape De Ville 2

von G. S. Foster

Ein Jahr nachdem ein Großteil des Küstenstädtchen Cape de Ville durch das Monster Candle Tommy, welches unter dem Leuchtturm lebte, im Meer versunken ist, befindet sich der einzige Überlebende Xander Ripley als Schriftsteller auf Lesereise durch die USA.

Offiziell schrieb man diese Katastrophe von damals allerdings einem Erdbeben zu. Aber warum ist das gesamte Gebiet dann weiter militärisch abgesperrt, als sei es ein Hochsicherheitsgebiet?

Auch in den Städten, die Xander jetzt bei seinen Buchlesungen besucht, verschwinden immer mehr Menschen auf höchst ungewöhnliche Weise. 

Und es scheint, als verschwänden Männer, Frauen oder Kinder gerade in Xanders Umfeld wie plötzlich vom Erdboden verschluckt.

Doch Xander kann man nichts anhängen, zumal es weder Leichen noch Zeugen gibt, welche ein Verbrechen aufklären könnten. Und so tappen die Polizeibehörden weiterhin im Dunkeln, welche wie das TBI (Tennessee Bureau of Investigation) nach Verbindungen zwischen dem Autor Xander Ripley und den Vermisstenfällen suchen.

Auch der illegal in den USA lebende Petro Ramierez, der ein Verhältnis mit dem jungen Portier Andy aus einem Hotel in Boston hatte, setzt sich auf die Spur von Xander Ripley, weil auch er Xander für den Mörder von Andy hält.

Auf der anderen Seite kommt Olivia Ripley mit dem Lehrstoff auf der Harvard University nicht mehr klar. Denn ihr gestörtes Verhältnis zu ihrem Vater macht ihr enorm zu schaffen. Deshalb will sie ihren Vater, welcher sich offenbar immer mehr von ihr abwendet, überraschen, indem sie ihn im Hotel besucht, wo er vom Verlag aus eine weitere Lesung halten soll.

Doch während Olivia hierbei immer stärker den Verdacht hegt, das ihr Vater wegen seiner Gefühlskälte ihr gegenüber an einer psychischen Erkrankung leiden könnte, ist sich Petro sicher, mit Xander Ripley einen eiskalten Serienkiller zu verfolgen.

Doch seit den Ereignissen von Cape de Ville ist die Sache sogar noch viel schlimmer, als sie es sich vorstellen könnten. Denn "Tommy" (das Wesen aus dem All) ist eine Art Parasit, welcher sich seit damals im Körper von Xander Ripley eingenistet hat.

Dabei ist Xanders Bewusstsein selbst nicht wirklich tot, doch sein Geist besitzt kaum noch die Kontrolle über seinen Körper und muss daher hilflos miterleben, wenn Tommy in seinem Körper Menschen tötet und ihr Fleisch frisst. Dabei verwandeln sich sogar seine Gliedmaßen in Tentakel und sein Gebiss gleicht dem eines Hai.

 Doch Xanders Körper wird bald nicht mehr in der Lage sein, Tommy weiterhin als intakte Hülle zu dienen. Und so muss der Geist von Xander noch einmal alle Kräfte aufbieten um Tommy zu stoppen. Denn der will sich nun alternativ im Körper seiner jungen Tochter Olivia einnisten um weiterhin menschliches Fleisch zu fressen.

Und dann sind da noch die zwei Special Agenten Prescott und Randolph des TBI, welche Xander/Tommy auf den Fersen sind. Doch gelingt es Olivia und Petro hinter das Geheimnis von Cape de Ville zu gelangen um Tommy zu stoppen?

  • Das Grauen von Cape De Ville
  • Autor: G. S. Foster
  • ISBN: 978-3-6898-4866-8
  • Taschenbuch, ca. 396 Seiten
  • Cover- und Innenteilgestaltung: Giessel Design
  • Erstveröffentlichung: Blitz Verlag/2026

„Er schob der Truckerin seine Hand in den Mund. Erst Fingerspitzen und Finger. Immer tiefer bis ihre Schneidezähne ihm die Haut vom Handrücken kratzen. Er ertastete ihre Zunge und ihren Gaumen, während ihre Mundwinkel einrissen und zu bluten begannen.“ (Das Grauen von Cape De Ville 2/Seite 230)

Um es gleich anzumerken: Vor dem Roman gibt es nämlich vom Autor G. S. Foster die Warnung, das man auch den ersten Roman mit dem Titel„DAS GRAUEN VON CAPE DE VILLE“ kennen sollte, da der zweiten Roman quasi ein Jahr später an die vorherige Handlung anschließt und einem so jede Menge Infos aus dem Vorfeld fehlen.

Der Horror entfaltet sich aber auch schnell für solche Leser, die eventuell den ersten Roman (noch) nicht gelesen haben sollten. Richtig ist aber auch, dass man alles wesentlich besser und schneller einordnen kann, wenn man eben den ersten Roman bereits kennt.

Und ich will es hier auch nicht verschweigen, dass es in Zukunft auch einen dritten Teil geben wird, denn das Monster Tommy kann nicht nur in einem Körper existieren und morden, sondern ist sogar  in der Lage wie eine Art Schwarmintelligenz durch viele Körper das Grauen weiter zu verbreiten.

Und auch im hier vorliegenden zweiten Band schlägt das Grauen schon nach den ersten Seiten bereits erbarmungslos zu, womit der Autor G. S. Foster gleich ein hohes Spannungsniveau aufbaut, welches er über die gesamte Handlung hinweg dann auch mühelos auf diesem hohen Level halten kann.

Wer eventuell dann noch nach gewissen Ähnlichkeiten zu anderen Romanen des Genre sucht, wird beim lesen beider Romane vielleicht gewisse Verbindungen zu dem Schrecken seitens eines Autors wie H. P. Lovecraft ebenso finden können, wie zum Clown Pennywise aus Stephen Kings

ES. Aber auch etwas aus der  Verbindung zwischen Science Fiction und Horror aus dem Klassiker „DIE KÖRPERFRESSER KOMMEN“ (THE BODY SNATCHERS) des Autor Jack Finney von 1954, welcher bereits mehrmals seit 1956 fürs Kino verfilmt wurde, blitzt hier manchmal zwischen den Zeilen hervor.

Trotzdem macht G. S. Foster hier sein ganz eigenes Ding mit dem Alien-Monster Tommy, welches vor Jahrhunderten auf die Erde stürzte, sich allerdings nicht nur in bestimmten Zeiträumen als kinderfressenden Clown präsentiert, sondern ungehemmt gleich alles frisst, was ihm lebendig vor die Zähne kommt.

Für Hochspannung ist also gesorgt und wer den ersten Band mit dem Titel „DAS GRAUEN VON CAPE DE VILLE“ noch nicht kennt sollte, dem kann ich wirklich nur empfehlen, auch hier schnellstens zuzugreifen umso die Handlung auch in der richtigen Reihenfolge genießen zu können.

 © by Konrad Wolfram

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