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Dienstag, 28. Juli 2026

Die Büchse der Pandora

Das Haus Zamis 151

Die Büchse der Pandora

von Logan Dee (Uwe Voehl)

Der Obdachlose Johnny Holzpichler hat schon so manches ungewöhnliche an diversen gruseligen Orten in Wien erlebt. Doch bei dem seit langem verlassenen Cafe Zamis begegnet er nun dem absoluten Bösen in Form von Monsignore Tatkammer.

Und der verwandelt Johnny in einen der äußerlich immer noch menschlich aussehenden Kreaturen im Dienste seines dunklen Gott Abraxas, welche seit kurzem die Villa Zamis förmlich belagern und den noch lebenden Familienmitgliedern auflauern.

Allerdings wird Johnny von Coco heimlich in die Villa geschleppt, um ihn wegen der Pläne von Abraxas gegen die Zamis auszufragen. Doch die finstere Kreatur, die nun aus Johnnys menschlicher Hülle platzt, ist selbst für die Zamis kein so leichter Gegner.

Doch um den Kampf in Wien zu gewinnen, der schon Adalmar und Lydia Zamis Leben gekostet hat, sollen die noch verschollenen Familienmitglieder Georg und Juna deren Reihen wieder auffüllen.

Allerdings, so weiß Michael Zamis nun durch die Dämonin Chloe Chantalle, sind Georg und Juna Gefangene des französischen SEK gegen dämonische Umtriebe in Paris.

Und deren Chef Alain Jospin schreckt auch nicht davor zurück, mittels eines Freaks gefangene Dämonen bis in den Tod zu foltern, um die Höllenbrut in seiner Stadt erfolgreich dezimieren zu können.

Und so machen sich Michael und Thekla, sowie Coco und Merle Zamis mit der Kreatur Grokk (welches einst Johnny war) und dem Vampir-Chauffeur Riccardo auf nach Paris, um Georg und Juna aus den Fängen von Jospin und dessen spezielle SEK zu retten.

Doch hierzu benötigen sie auch die Hilfe der Dämonin Chloe Chantalle, dem Oberhaupt der Schwarzen Familie von Paris. Und die steht zwar bei Asmodi bereits mit dem Rücken an der Wand, weil Alain Jospin und sein SEK den Dämonen in Paris schon mehr als nur empfindliche Rückschläge beigebracht hatte.

Trotzdem versucht sie nun Michael Zamis auch noch aus purer Machtgier unter ihre Kontrolle zu zwingen. Doch hier hat die Gorgone die Rechnung nicht mit Thekla Zamis gemacht, welche der alten Chantalle eine empfindliche Niederlage beibringt und so auf die harte Tour ihre Zusammenarbeit gegen Jospin und seine Organisation erzwingt.

Doch der Plan den sie zur Rettung von Georg und Juna schmieden, scheint schon im Keim zu ersticken. Denn Coco, welche Jospin mit einem Trick eigentlich unter ihren hypnotischen Befehl bringen soll, scheitert an seinem weißmagischen Kruzifix, welches er ihr umhängt.

Und nur durch die Hilfe ihrer Mutter Thekla gelingt es, Coco zu retten und Jospin doch noch unter Kontrolle zu bringen, um mit einer Armee weiterer Dämonen das extrem geschützte Hauptquartier anzugreifen. Doch können sie Juna und Georg wirklich noch lebend retten?

So ganz nebenbei erfährt Coco aber auch die Geschichte darüber, wie das Gemälde um die sieben Todsünden 1959 in die Hände von Michael Zamis gelangte und warum er es damals heimlich in dem Gebäude unterbrachte, welches später durch Coco zum Cafe Zamis wurde.

  • Veröffentlichung: Am 25. Juli 2026
  • Autor: Logan Dee (Uwe Voehl)
  • Titelbild: Mark Freier
  • Verlag: Bastei

„Ich schätze, dass die weichen Sitze mit Menschenhaut überzogen waren, denn wenn ich genau hinhörte, vernahm ich noch immer die wimmernden Stimmen ihrer Seelen.“ (Das Haus Zamis/Band 151, "Die Büchse der Pandora"/Seite 20)

Der Roman „DIE BÜCHSE DER PANDORA“ ist wirklich interessant aufgebaut, auch wenn er hier und da einige wenige Mängel aufweist. Denn plötzlich kramt der Autor Logan Dee hier nochmals Monsignore Tatkammer hervor, der doch im letzten Roman eigentlich ohne Not bereits entsorgt schien. Nur wirklich gut genutzt wurde die ehemals gut aufgebaute Figur auch hier nicht.

Und ganz nebenbei hätte man statt Adalmar oder Lydia lieber gleich Michael Zamis sterben lassen sollen, denn dessen völlig überhebliche Art nervt mittlerweile gewaltig.

Dafür bekommt man allerdings einen recht gut aufgebauten Showdown im finalen Bereich geboten, wo unter mit Hilfe der dämonischen Sippen der Dämonenführerin Chloe Chantalle in Paris gleich die Zentrale des SEK gegen dämonische Umtriebe blutig auseinandergenommen wird, wobei auch dessen Chef Alain Jospin das Zeitliche segnet.

Denn Jospin und sein spezielles SEK ging zwar rigoros gegen Dämonen in Paris vor, die auch dort sicherlich keine Chorknaben sein dürften, wirkten aber wegen der bei dieser Institution angewendeten Foltermethoden auch nicht gerade sympathischer als die Höllenwesen.

Leichtes Kopfschütteln bekam ich indessen wieder mal wegen Coco Zamis, die auf Jospin wegen der Befreiungsaktion von Georg Zamis und Juna angesetzt wurde, aber auch gleich an seinem magischen Kruzifix scheiterte wie eine Anfängerin. Das Michael Zamis sie daraufhin als Versagerin ansieht, kommt irgendwie dann wohl doch nicht so ganz von ungefähr.

Und dann wäre da noch die Verwandte Merle Zamis, die zwar hier mit nach Paris aufbricht, dann aber in der spannenden Phase gegen das SEK in der Handlung eigentlich keine Rolle mehr spielt.

Aber gut, man soll auch nicht zu viel kritisieren, denn an sich war die Handlung hier trotzdem spätestens mit dem Wechsel nach Paris ein spannendes wie kurzweiliges Vergnügen, auch wenn es eigentlich wieder mal an einem wirklich starken Gegner fehlte.

Ob dies die Zamis-Sippe aber trotzdem im Kampf gegen Abraxas in Wien wirklich weiter hilft, werden wir wohl erst im nächsten Band 152 erfahren, welcher den Titel „WIENER BLUT“ trägt.

© by Konrad Wolfram

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