X-Men 1
X-Men versus Magneto
Die
Schule von Professor Xavier ist weniger ein Ort, wo junge Teenager auf ihr
zukünftiges Berufsleben vorbereitet werden, oder wo man ihnen Wissen in
vielfältiger Weise vermittelt.
Denn
Slim Summers (Cyclops), Warren Worthington III (Angel), Bobby Drake (Iceman),
und Hank Mccoy (Beast) sind wie ihr Lehrer auch keine normalen Teenager. Viel
eher sind sie seit ihrer Geburt Teil eines neuen evolutionären Sprung der
Menschheit.
Und so bildet Professor Xavier, der selbst ein begabter Telepath ist, diese jungen Vertreter des Homo Superior zu einer Kampfeinheit aus.
Denn die Menschheit wird
in Zukunft auch bedroht werden von Mutanten, welche dem Homo Sapiens nicht
wohlgesonnen sein würden.
Das
die jungen Leute aber auch ganz normal von ihren Hormonen gesteuert werden,
zeigt sich nur zu gut, als die junge Jean Grey (Marvel Girl) als neue Schülerin
zum Team der X-Men stößt.
Doch
das straff geführte Trainig der ganz besonderen Fähigkeiten der Mutanten, wie
auch das mitunter etwas aufkeimende, Flegelhafte Gebaren wie von halbstarken
Jugendlichen muss recht schnell in den Hintergrund rücken. Denn schon zeigt
sich Gefahr durch einen anderen Mutanten, der die Menschheit eher als Sklaven
statt als gleichberechtigte Spezies betrachtet.
Und
so geht es mit einem speziellen Rolls Royce und einem von Xavier selbst per
Gedankenkraft gesteuerten Jet nach Cap Citadel, wo dieser Mutant zuerst durch
magnetische Kraftfelder den Start einer neuen Rakete sabotiert, dann dafür
sorgt, das Maschinengewehre und Panzer des US-Militär ein gefährliche
Eigenleben entwickeln und dann sogar eine gefährliche Rakete aus einem der
Raketensilos startet, um seine überragenden Fähigkeiten zu demonstrieren.
Das
Militär sieht sich mit Magneto, wie der Mutant sich nennt, einem Gegner
gegenüber, dem sie nichts entgegenzusetzen haben. Doch auch Magneto, welcher
nichts weniger als die totale Herrschaft des Homo Superior über die Erde
anstrebt, wird überrascht. Denn mit anderen Mutanten wie die X-Men, die sich
ihm in den Weg stellen, hatte er nicht gerechnet.
Und
gemeinsam gelingt es den jungen X-Men, den überraschten Magneto erst einmal
seine Grenzen aufzuzeigen. Der wiederum greift die X-Men mit Wärmeraketen aus
der Militärbasis an.
Und
nur dem perfekten Zusammenspiel und der Teamfähigkeit der X-Men ist es zu
verdanken, das diese Raketen keinen tödlichen Schaden hinsichtlich ihres Teams
verursachen können.
Immer
noch überrumpelt holt Magneto zu einem letzten Schlag aus, indem er die X-Men
nun mit einem brennenden Behälter mit Raketentreibstoff aufzuhalten hofft. doch
auch hier gelingt es den X-Men durch die Strahlen von Cyclops und einem Schutzpanzer
aus Eis durch Iceman den Angriff zu vereiteln und in die Offensive zu gehen.
Doch
Magneto hält die X-Men erneut mit einem magnetischen Kraftfeld auf, während er
durch magnetische Repulsion fliegend die Flucht ergreift, bevor die X-Men
erneut seine Kraftfeld-Barriere vernichten können. Den X-Men ist jedoch klar,
dass sie wieder auf diesen gefährlichen Gegner treffen werden.
- Erschienen im Januar 1963
- Autor: Stan Lee & Jack Kirby
- Zeichner: Jack Kirby
- Vertieb: Hachette Collections SNC
- Band Classic 1: Marvel Origins - Die Sechzigerjahre (2015)
-
Erster
Auftritt der X-Men und ihrem Erzfeind Magneto
Genau genommen kann man bei den X-Men ein wenig das
Grundgerüst erkennen, welches schon bei den Fantastic Four funktionierte.
Selbst was die Kostüme betraf, traf man hier auf eine einheitliche
Kostümierung, wie man sie auch seitens den Fantastic Four her kennt. Nur bei
Iceman reichen da schlicht und ergreifend einfach ein paar Stiefel.
Doch so wirklich waren die X-MEN damals nicht der Erfolg
gewesen, den sich Stan Lee und Jack Kirby eigentlich mit der Einführung der
Homo Superiors (den Mutanten als nächsten Evolutionssprung der Menschheit)
vorgestellt hatten. Und das lag sicherlich nicht nur an eben der einheitlichen
Kostümierung, die nur in Details unterschiede besaß und eigentlich nicht einmal
schlecht aussah.
Aber auch der zu Beginn gleich eingeführte Erzschurke
Magneto zeigt hier eine auffällige Ähnlichkeit zur Historie der Fantastic Four.
Denn was für die Fantastic Four ihr Dr. Doom war, das ist bei den X-Men ganz
eindeutig der Mutant Magneto (Erik Lehnsherr), der noch häufiger mit seinen
"Brotherhood of Evil Mutants" den X-Men Paroli bieten wird.
Gut, der wirkliche Erfolg der X-Men als eigene Serie
erfolgte erst wesentlich später, wo die zum Großteil auch neuen Mutanten von
Professor Charles Francis Xavier (ja, der Gute hat sogar einen zweiten
Vornamen) nun völlig bunte wie schrille Kostüme trugen.
Das Problem zu Beginn der Serie lag aber trotzdem viel
eher darin, das die X-Men erst einmal (nur) ein Superheldenteam ähnlich der
Fantastic Four oder der Avengers waren.
Das sie geborene Mutanten waren, machte diese Reihe noch
nicht außergewöhnlich, auch wenn schon hier zu Beginn eher recht kurz
angeschnitten wird, das die Menschen (Homo Sapiens) auch eine gewisse Angst vor
diesem nächsten Sprung in der Evolution hatten und genau das auch Folgen haben
sollte.
Denn was zum Erfolg der Serie zuerst fehlte, war der
Blick in die tiefe Zerrissenheit zwischen Menschen und Mutanten, welcher dieser
Serie erst eine ganz eigene, auf Ausgrenzung und Misstrauen basierende düstere
Note gab.
Denn Mutanten kannten die Menschen ja eigentlich schon
und man jubelte ihnen schließlich sogar zu. Denn Helden wie Spider-Man der
Daredevil, der Hulk, oder auch die Fantastic Four sind ja im Grunde schlicht
Helden, die durch Strahlungseinwirkungen zu Superwesen (nachträglich)
mutierten.
Egal ob dafür nun eine volle Ladung an kosmischen
Gammastrahlen, radioaktiver Giftmüll oder eine radioaktive Spinne der Grund
war. Am Ende bleibt Mutant eben dann doch Mutant.
Trozdem nahmen die geborenen Mutanten im
Marvel-Comic-Universum durchweg einen gewissen Sonderstatus für die normalen
Menschen ein. Denn als geborene Mutanten sind sie damit der neue
Evolutionssprung, durch den die bisherige Menschheit zum Aussterben verdammt
wird.
© by Konrad Wolfram

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