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Dienstag, 28. Juli 2026

X-Men versus Magneto

X-Men 1

X-Men versus Magneto

Die Schule von Professor Xavier ist weniger ein Ort, wo junge Teenager auf ihr zukünftiges Berufsleben vorbereitet werden, oder wo man ihnen Wissen in vielfältiger Weise vermittelt.

Denn Slim Summers (Cyclops), Warren Worthington III (Angel), Bobby Drake (Iceman), und Hank Mccoy (Beast) sind wie ihr Lehrer auch keine normalen Teenager. Viel eher sind sie seit ihrer Geburt Teil eines neuen evolutionären Sprung der Menschheit.

Und so bildet Professor Xavier, der selbst ein begabter Telepath ist, diese jungen Vertreter des Homo Superior zu einer Kampfeinheit aus. 

Denn die Menschheit wird in Zukunft auch bedroht werden von Mutanten, welche dem Homo Sapiens nicht wohlgesonnen sein würden.

Das die jungen Leute aber auch ganz normal von ihren Hormonen gesteuert werden, zeigt sich nur zu gut, als die junge Jean Grey (Marvel Girl) als neue Schülerin zum Team der X-Men stößt.

Doch das straff geführte Trainig der ganz besonderen Fähigkeiten der Mutanten, wie auch das mitunter etwas aufkeimende, Flegelhafte Gebaren wie von halbstarken Jugendlichen muss recht schnell in den Hintergrund rücken. Denn schon zeigt sich Gefahr durch einen anderen Mutanten, der die Menschheit eher als Sklaven statt als gleichberechtigte Spezies betrachtet.

Und so geht es mit einem speziellen Rolls Royce und einem von Xavier selbst per Gedankenkraft gesteuerten Jet nach Cap Citadel, wo dieser Mutant zuerst durch magnetische Kraftfelder den Start einer neuen Rakete sabotiert, dann dafür sorgt, das Maschinengewehre und Panzer des US-Militär ein gefährliche Eigenleben entwickeln und dann sogar eine gefährliche Rakete aus einem der Raketensilos startet, um seine überragenden Fähigkeiten zu demonstrieren.

Das Militär sieht sich mit Magneto, wie der Mutant sich nennt, einem Gegner gegenüber, dem sie nichts entgegenzusetzen haben. Doch auch Magneto, welcher nichts weniger als die totale Herrschaft des Homo Superior über die Erde anstrebt, wird überrascht. Denn mit anderen Mutanten wie die X-Men, die sich ihm in den Weg stellen, hatte er nicht gerechnet.

Und gemeinsam gelingt es den jungen X-Men, den überraschten Magneto erst einmal seine Grenzen aufzuzeigen. Der wiederum greift die X-Men mit Wärmeraketen aus der Militärbasis an.

Und nur dem perfekten Zusammenspiel und der Teamfähigkeit der X-Men ist es zu verdanken, das diese Raketen keinen tödlichen Schaden hinsichtlich ihres Teams verursachen können.

Immer noch überrumpelt holt Magneto zu einem letzten Schlag aus, indem er die X-Men nun mit einem brennenden Behälter mit Raketentreibstoff aufzuhalten hofft. doch auch hier gelingt es den X-Men durch die Strahlen von Cyclops und einem Schutzpanzer aus Eis durch Iceman den Angriff zu vereiteln und in die Offensive zu gehen.

Doch Magneto hält die X-Men erneut mit einem magnetischen Kraftfeld auf, während er durch magnetische Repulsion fliegend die Flucht ergreift, bevor die X-Men erneut seine Kraftfeld-Barriere vernichten können. Den X-Men ist jedoch klar, dass sie wieder auf diesen gefährlichen Gegner treffen werden.

  • Erschienen im Januar 1963
  • Autor: Stan Lee & Jack Kirby
  • Zeichner: Jack Kirby
  • Vertieb: Hachette Collections SNC
  • Band Classic 1: Marvel Origins - Die Sechzigerjahre (2015)
  • Erster Auftritt der X-Men und ihrem Erzfeind Magneto

Genau genommen kann man bei den X-Men ein wenig das Grundgerüst erkennen, welches schon bei den Fantastic Four funktionierte. Selbst was die Kostüme betraf, traf man hier auf eine einheitliche Kostümierung, wie man sie auch seitens den Fantastic Four her kennt. Nur bei Iceman reichen da schlicht und ergreifend einfach ein paar Stiefel.

Doch so wirklich waren die X-MEN damals nicht der Erfolg gewesen, den sich Stan Lee und Jack Kirby eigentlich mit der Einführung der Homo Superiors (den Mutanten als nächsten Evolutionssprung der Menschheit) vorgestellt hatten. Und das lag sicherlich nicht nur an eben der einheitlichen Kostümierung, die nur in Details unterschiede besaß und eigentlich nicht einmal schlecht aussah.

Aber auch der zu Beginn gleich eingeführte Erzschurke Magneto zeigt hier eine auffällige Ähnlichkeit zur Historie der Fantastic Four. Denn was für die Fantastic Four ihr Dr. Doom war, das ist bei den X-Men ganz eindeutig der Mutant Magneto (Erik Lehnsherr), der noch häufiger mit seinen "Brotherhood of Evil Mutants" den X-Men Paroli bieten wird.

Gut, der wirkliche Erfolg der X-Men als eigene Serie erfolgte erst wesentlich später, wo die zum Großteil auch neuen Mutanten von Professor Charles Francis Xavier (ja, der Gute hat sogar einen zweiten Vornamen) nun völlig bunte wie schrille Kostüme trugen.

Das Problem zu Beginn der Serie lag aber trotzdem viel eher darin, das die X-Men erst einmal (nur) ein Superheldenteam ähnlich der Fantastic Four oder der Avengers waren.

Das sie geborene Mutanten waren, machte diese Reihe noch nicht außergewöhnlich, auch wenn schon hier zu Beginn eher recht kurz angeschnitten wird, das die Menschen (Homo Sapiens) auch eine gewisse Angst vor diesem nächsten Sprung in der Evolution hatten und genau das auch Folgen haben sollte.

Denn was zum Erfolg der Serie zuerst fehlte, war der Blick in die tiefe Zerrissenheit zwischen Menschen und Mutanten, welcher dieser Serie erst eine ganz eigene, auf Ausgrenzung und Misstrauen basierende düstere Note gab.

Denn Mutanten kannten die Menschen ja eigentlich schon und man jubelte ihnen schließlich sogar zu. Denn Helden wie Spider-Man der Daredevil, der Hulk, oder auch die Fantastic Four sind ja im Grunde schlicht Helden, die durch Strahlungseinwirkungen zu Superwesen (nachträglich) mutierten.

Egal ob dafür nun eine volle Ladung an kosmischen Gammastrahlen, radioaktiver Giftmüll oder eine radioaktive Spinne der Grund war. Am Ende bleibt Mutant eben dann doch Mutant.

Trozdem nahmen die geborenen Mutanten im Marvel-Comic-Universum durchweg einen gewissen Sonderstatus für die normalen Menschen ein. Denn als geborene Mutanten sind sie damit der neue Evolutionssprung, durch den die bisherige Menschheit zum Aussterben verdammt wird.

© by Konrad Wolfram

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