Tony Ballard 93
Der Höllengreif
von A.F Morland
(Friedrich Tenkrat)
Nach
dem Versuch des Höllenschwerts, das goldene Ornament zu zerstören, mit dem man
Loxagons Grab finden und sich das Schwert untertan machen kann, wendet es sich
zunächst gegen Silver und verschwindet nach einem Angriff auf Ballard spurlos.
Der
CIA Agent Noel Bannister jagt derweil den Dämon Cahoo, auf dessen Konto bereits
einige Morde gingen und dringt mit ein paar Kollegen in sein Haus ein, wo es zu
Kämpfen kommt.
Als Bannister sich in der Gewalt des Dämons befindet, taucht plötzlich der Hexenjäger Stockard Ross auf...
... der Cahoo bezwingt und Anspruch auf Noel
Bannister erhebt, da er ihn als Geisel benötigt, um an Lance Selby und somit an
die Seele der Hexe Oda heranzukommen…
- Erschienen
am 11. April 1986
Dieser Roman, dessen Titel einen weiteren „Monster of the
Week“-Fall vermuten lässt, wartet mit einigen Überraschungen auf. Das fängt
schon mit der Flucht des Höllenschwerts an, welches sieben Bände vor dem
Loxagon-Zyklus bereits versucht, zu verhindern, dass Silver dessen Grab und
somit den Namen des Schwerts herausfindet.
Anschließend muss der Leser sich zwar wieder durch ein
paar Abschnitte mit der üblichen Nebenhandlung arbeiten, bei der es um das
Schicksal der Opfer Cahoos geht, dafür wird man aber ab der zweiten Hälfte mit
einer durchaus packenden Jagd auf den Dämon und dem unerwarteten Auftauchen des
Hexenjägers Stockard Ross entschädigt.
Dass dieser es ausgerechnet jetzt auf Odas Seele
abgesehen hat, deren Verbindung mit Lance Selby Mago bei der Vernichtung ihres
Körpers nicht verhindern konnte, damit dürften wohl die wenigsten Leser
gerechnet haben.
Der Kampf des mit Odas magischen Kräften ausgestatten
Selby gegen den Hexenjäger ist dann vor allem deshalb spannend, weil man hier,
wie immer bei Morland, mit allem rechnen muss, auch wenn Selby ja bereits
einmal “gestorben” ist.
Da sich aber auch Ballard, Silver und Boram noch in der
Nähe befinden und natürlich in letzter Sekunde das Schlimmste verhindern
können, bleibt Ross dann nur die Flucht, wobei man sich hier doch die Frage
stellt, wie diese gelingen kann, wenn ihm gleich vier erfahrene Dämonenjäger
auf den Fersen sind.
Immerhin gelingt es dem Nesselvampir Boram noch, den
Dämon Cahoo zu vernichten, allerdings bleibt am Ende offen, ob er den Absturz
und die Explosion des Hubschraubers überstanden hat, da Feuer natürlich seine
große Schwachstelle ist.
Zwar schreiben Ballard und Co ihn bereits ab, der Leser
ist sich jedoch relativ sicher, dass die beliebte Allzweckwaffe Boram es schon
irgendwie geschafft hat, zu überleben, da sie schließlich noch gebraucht wird…
© by Stefan Robijn

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