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Samstag, 30. Mai 2026

Der Höllengreif

Tony Ballard 93

Der Höllengreif

von A.F Morland (Friedrich Tenkrat)

Nach dem Versuch des Höllenschwerts, das goldene Ornament zu zerstören, mit dem man Loxagons Grab finden und sich das Schwert untertan machen kann, wendet es sich zunächst gegen Silver und verschwindet nach einem Angriff auf Ballard spurlos.

Der CIA Agent Noel Bannister jagt derweil den Dämon Cahoo, auf dessen Konto bereits einige Morde gingen und dringt mit ein paar Kollegen in sein Haus ein, wo es zu Kämpfen kommt.

Als Bannister sich in der Gewalt des Dämons befindet, taucht plötzlich der Hexenjäger Stockard Ross auf...

... der Cahoo bezwingt und Anspruch auf Noel Bannister erhebt, da er ihn als Geisel benötigt, um an Lance Selby und somit an die Seele der Hexe Oda heranzukommen…

  • Erschienen am 11. April 1986

Dieser Roman, dessen Titel einen weiteren „Monster of the Week“-Fall vermuten lässt, wartet mit einigen Überraschungen auf. Das fängt schon mit der Flucht des Höllenschwerts an, welches sieben Bände vor dem Loxagon-Zyklus bereits versucht, zu verhindern, dass Silver dessen Grab und somit den Namen des Schwerts herausfindet.

Anschließend muss der Leser sich zwar wieder durch ein paar Abschnitte mit der üblichen Nebenhandlung arbeiten, bei der es um das Schicksal der Opfer Cahoos geht, dafür wird man aber ab der zweiten Hälfte mit einer durchaus packenden Jagd auf den Dämon und dem unerwarteten Auftauchen des Hexenjägers Stockard Ross entschädigt.

Dass dieser es ausgerechnet jetzt auf Odas Seele abgesehen hat, deren Verbindung mit Lance Selby Mago bei der Vernichtung ihres Körpers nicht verhindern konnte, damit dürften wohl die wenigsten Leser gerechnet haben.

Der Kampf des mit Odas magischen Kräften ausgestatten Selby gegen den Hexenjäger ist dann vor allem deshalb spannend, weil man hier, wie immer bei Morland, mit allem rechnen muss, auch wenn Selby ja bereits einmal “gestorben” ist.

Da sich aber auch Ballard, Silver und Boram noch in der Nähe befinden und natürlich in letzter Sekunde das Schlimmste verhindern können, bleibt Ross dann nur die Flucht, wobei man sich hier doch die Frage stellt, wie diese gelingen kann, wenn ihm gleich vier erfahrene Dämonenjäger auf den Fersen sind.

Immerhin gelingt es dem Nesselvampir Boram noch, den Dämon Cahoo zu vernichten, allerdings bleibt am Ende offen, ob er den Absturz und die Explosion des Hubschraubers überstanden hat, da Feuer natürlich seine große Schwachstelle ist.

Zwar schreiben Ballard und Co ihn bereits ab, der Leser ist sich jedoch relativ sicher, dass die beliebte Allzweckwaffe Boram es schon irgendwie geschafft hat, zu überleben, da sie schließlich noch gebraucht wird…

© by Stefan Robijn

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